ich habe mir überlegt erstmal hier zusammenzutragen und auch auszuprobieren, wie wir alle am besten von einem Tutorial profitieren können. Als Grundlage dient das Buch "Fun with a pencil" von Andrew Loomis, an dem ich mich hier orientieren werde.
Aus Copyrightgründen kann ich leider nicht sein Buch hier veröffentlichen und mit seinem Material arbeiten, ergo müsst ihr dann mit meinem Gekritzel leben. Lasst uns hier doch ein Gemeinschaftstutorial aufbauen, ich bin mir sehr sicher, daß wir genug tolles Material zusammen bekommen.
Genug Geschwafel, ich fange einfach mal an.
Was ihr braucht:
Einen Bleistift oder Kugelschreiber.
Ein Blatt Papier.
1. Der Kopf
Achtet mal drauf, jeder Kopf ist im hinteren Schädelbereich kreisrund. Was liegt also näher als mit einem Kreis anzufangen?
Ich habe einfach mal CorelDraw bemüht, damit es auch bloß nicht schief wird und ihr erkennen könnt, aus welchen hauptsächlichen Elementen ein Gesicht besteht.
Nehmt einfach einen Stift und ein Blatt Papier und legt los. Zuerst brauchen wir einen Kreis. In der Mitte des Kreises machen wir einen kleinen Kreis, das wird später die Nase. Über und unter der Nase folgt ein kleiner Strich, der markiert den Bereich, wo die Augen und der Mund sitzen sollen.
Auf der dritten Skizze habe ich die Nasenflügel, Wangen, Kinn, Augen und Ohren schematisch angebappt. Damit haben wir ein Gerüst. Das Kreuz hat eine elementare Funktion und dient der leichteren Findung wo was hin soll, es ist am Anfang nämlich nicht so leicht die richtige Position für die beiden Seiten zu finden.
Hier erkennt man bereits ein Gesicht, das liegt daran, daß unser Gehirn darauf programmiert ist aus einfachsten Elementen Sinnzusammenhänge herzustellen und anhand eines Erkennungsmodus Objekte identifizieren kann.
Wie ihr seht beginnen die Ohren immer auf der Mittellinie, wo sich auch die Augen befinden. Viele Leute setzen sie viel zu hoch oder zu tief. Doch Anatomie folgt sehr einfachen und klaren Regeln, solange diese Regeln eingehalten werden, werdet ihr nach diesen Proportionen immer ein erkennbares Gesicht zeichnen können.
Loomis schreibt, daß nur die erfahrensten Künstler in der Lage sind frei die richtigen Linien und Größenverhältnisse zu zeichnen. Das stimmt, wir Anfänger und auch Fortgeschrittene müssen also konstruieren und brauchen Hilfslinien. Kümmert euch nicht darum, wenn es am Anfang schief und krumm aussieht, ihr entwickelt sehr schnell ein Gefühl dafür, wo die Ohren anfangen und die Nase sitzt.
Ich fasse zusammen:
1. einen Kreis zeichnen.
2. in der Mitte einen kleinen Kreis für die Nase, zwei Striche für Mund und Augenoberkante.
3. danach folgen Ohren, Wangenbereich usw.
Jetzt seid ihr dran, habt Spaß dabei und spielt einfach ein wenig rum. Bei mir schaut das dann so aus:
Fangt wie ich mit der direkten Ansicht von vorne an, ich habe das Kreuz auf dem Kreis dann einfach leicht verschoben und den Rest mitwandern lassen. Bleibt locker und fangt einfach einen neuen Kreis an, wenn das noch nicht so will wie ihr wollt.
Loomis schreibt nach dieser Lektion: Der Spaß beginnt!
Fragen? Fragen! Ich würde mich freuen, wenn ihr hier eure Ergebnisse postet.
LG,
Ellie












