Hi Ellie!
Haben ja in der Uni unser Yamm-Projekt gemacht. Dort musste natürlich auch alles von vorn bis hinten durch geplant werden. Da du dein Projekt anscheinend alleine machen willst, hast du es da natürlich sehr viel einfacher. Für größere Projekte empfehle ich auf jeden Fall
wikipedia. Selbst Crytek (Macher von Farcry) arbeiten damit.
Tja, womit fängt man an. Zuerst steht da die Grundidee. Danach wurden skizzen angefertigt. Eine Skizze vom Raum und von den verschiedenen Kameraperspektive, denn in jeder sieht man andere Objekte. Danach wurden Laufwege mit anderen Farben eingezeichnet und numeriert. Zu jeder Skizze dann eine ausführliche Beschreibung was passieren soll, Gemühtszustände der Lampe usw.
Danach wurden alle Dinge modelliert. Dazu haben wir eine große Aufstellung gemacht von den Gegenständen, die wir für die Szene brauchen. Einteilung in "wichtige storyrelevante" und "weniger wichtige" Gegenstände.
Somit wusste dann jeder wo man mehr wert drauf legen muss und worauf nicht. Jeder konnte sich dann im Wiki eintragen wer welches Objekt modellieren und texturieren wollte. Als dann alles fertig war fingen wir an, Clips für die Lampe zu erstellen. Diese sahen dann super aus, waren aber dann doch nicht zu gebrauchen, so dass wir uns später zur normalen Key-Point-Animation entschieden haben. Vorteil bei Clips ist, dass du sie immer wieder verwenden kannst, somit bestimmte Bewegungsabläufe nicht mehrmals machen musst. Nachteil ist, dass sie schwer anzupassen sind und das dann jeder Bewegungsablauf gleich aussieht, was nicht besonders realistisch ist.
Weiss aber nicht so genau inwiefern das alles in Max machbar ist. Haben jedenfalls mit Maya gearbeitet, was zum animieren eh sehr gut ist finde ich.
Na gut, danach wurde dann der Raum erstellt und alle Objekte wurden dann via
Referenz in die Szene geladen. Warum das? Ganz einfach. Somit konnte man einfach einzelne Gegenstände weglassen, so das es einfacher zu animieren war. Ich rate dir auch dazu, denn somit vermeidest du eine große Szene, die eventuell irgendwann nicht mehr funktioniert und dann ist alles futsch. Jedenfalls hatten wir eine Light-Composite und eine Final. In der Light-Version haben wir dann animiert, die Final wurde zum Rendering verwendet, denn die Animation blieb ja gleich.
Danach kommt dann das Feintuning. Man muss sich den Film immer und immer wieder anschauen, denn nur so sieht man die Fehler. Dazu reicht ein normaler Playblast (Rendering im Editormodus). Wenn dann alles gut aussieht wurden einzelne Szenen gerendert, Lichtsetup, Spezialeffekte (Tiefenunschärfe/Bewegungsunschärfe). Danach wurde der Film wieder mehrmals angeschaut, eventuell einzelne Szenen bzw. Bewegungen abgeändert und dann kommt das Composite in Adobe Premiere + Sound.
Fertig
Hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen. Falls du noch Fragen hast: frag!
Lg,
Manuel
![Extrem frech ;-]](./images/smilies/icon_impudently.gif)