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Animations-Idee

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Animations-Idee

Beitragvon Ellie am 16.05.2005, 20:17

Hallo ihrs,

ich habe schon vor Jahren eine Idee für eine Animation und möchte das dieses Jahr auch umsetzten. Dabei soll ein kleiner Werbespot in Bezug auf T-Shirt-Druck entstehen, Story und Dialoge habe ich grob im Kopf und steh jetzt ziemlich hilflos da.

Wo fängt man an? Was muß ich beachten?

Ich würde erst einmal skizzieren, also welche Szene wo abläuft - chronologisch. Danach würde ich die Umgebung erstellen, in diesem Fall relativ simpel, ein kleines Geschäft soll es werden mit Tresen und Arbeitsplatz.

Jo, und dann? Alles was sich bewegt denke ich doch...

Hat jemand von Euch Erfahrungen oder weiß wie man da vernünftig rangeht?

Thx,
Ellie
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Beitragvon Manuel am 16.05.2005, 20:32

Hi Ellie!

Haben ja in der Uni unser Yamm-Projekt gemacht. Dort musste natürlich auch alles von vorn bis hinten durch geplant werden. Da du dein Projekt anscheinend alleine machen willst, hast du es da natürlich sehr viel einfacher. Für größere Projekte empfehle ich auf jeden Fall wikipedia. Selbst Crytek (Macher von Farcry) arbeiten damit.
Tja, womit fängt man an. Zuerst steht da die Grundidee. Danach wurden skizzen angefertigt. Eine Skizze vom Raum und von den verschiedenen Kameraperspektive, denn in jeder sieht man andere Objekte. Danach wurden Laufwege mit anderen Farben eingezeichnet und numeriert. Zu jeder Skizze dann eine ausführliche Beschreibung was passieren soll, Gemühtszustände der Lampe usw.
Danach wurden alle Dinge modelliert. Dazu haben wir eine große Aufstellung gemacht von den Gegenständen, die wir für die Szene brauchen. Einteilung in "wichtige storyrelevante" und "weniger wichtige" Gegenstände.
Somit wusste dann jeder wo man mehr wert drauf legen muss und worauf nicht. Jeder konnte sich dann im Wiki eintragen wer welches Objekt modellieren und texturieren wollte. Als dann alles fertig war fingen wir an, Clips für die Lampe zu erstellen. Diese sahen dann super aus, waren aber dann doch nicht zu gebrauchen, so dass wir uns später zur normalen Key-Point-Animation entschieden haben. Vorteil bei Clips ist, dass du sie immer wieder verwenden kannst, somit bestimmte Bewegungsabläufe nicht mehrmals machen musst. Nachteil ist, dass sie schwer anzupassen sind und das dann jeder Bewegungsablauf gleich aussieht, was nicht besonders realistisch ist.
Weiss aber nicht so genau inwiefern das alles in Max machbar ist. Haben jedenfalls mit Maya gearbeitet, was zum animieren eh sehr gut ist finde ich.

Na gut, danach wurde dann der Raum erstellt und alle Objekte wurden dann via Referenz in die Szene geladen. Warum das? Ganz einfach. Somit konnte man einfach einzelne Gegenstände weglassen, so das es einfacher zu animieren war. Ich rate dir auch dazu, denn somit vermeidest du eine große Szene, die eventuell irgendwann nicht mehr funktioniert und dann ist alles futsch. Jedenfalls hatten wir eine Light-Composite und eine Final. In der Light-Version haben wir dann animiert, die Final wurde zum Rendering verwendet, denn die Animation blieb ja gleich.

Danach kommt dann das Feintuning. Man muss sich den Film immer und immer wieder anschauen, denn nur so sieht man die Fehler. Dazu reicht ein normaler Playblast (Rendering im Editormodus). Wenn dann alles gut aussieht wurden einzelne Szenen gerendert, Lichtsetup, Spezialeffekte (Tiefenunschärfe/Bewegungsunschärfe). Danach wurde der Film wieder mehrmals angeschaut, eventuell einzelne Szenen bzw. Bewegungen abgeändert und dann kommt das Composite in Adobe Premiere + Sound.

Fertig :)

Hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen. Falls du noch Fragen hast: frag!

Lg,
Manuel ;-]
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Beitragvon Andreas am 16.05.2005, 20:43

Joar, seh ich ähnlich.

Ich würd auf jeden Fall mit dem "Hauptdarsteller" beginnen. Also die Animation des T-Shirts, wo die Schrift erscheint. Die Umgebung ist ja sodann relativ schnell gemacht. Dann die Inszenierung (1. Licht, 2. Kamerfahrten, diese abhängig, ob evt. Post- Effekte eingesetzt werden sollen z.B. Tiefenunschärfe und weiß der Geier... )

Da Du als erstes das wichtigste machst, weißt Du auch schon relativ früh, was genauer gemoddelt werden muß und was evt. im lowpoly- Bereich liegen darf + Textur.

Das generell, es kann aber Abweichungen geben, das kommt aber auf das Storyboard an. z.B. zuerst Lichtverhältnisse klären anhand eines Dummy- Obj. weil die Animation vom z.B. volumetrischen Licht lebt und und und...
gehe ja schon :wink:
LG der Andi

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Beitragvon Ellie am 16.05.2005, 23:44

Danke für die Antworten,

na ja, ich habe bisher mit dem Bereich Animation weniger zu tun gehabt und brauche auch erst das Proggy, aber ich kann ja schon mal skizzieren und mir Gedanken machen, gell?

Meint ihr, daß man einen 30- 60 Sekunden-Reel auch alleine hinbekommt?

Ich werde die Tage mal malen und meine Idee hier posten, mal schauen wie ihr Profis das seht.

Nacht,
Ellie
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Beitragvon Manuel am 17.05.2005, 00:02

Man kann alles alleine hinbekommen...nun gut, nicht alles...aber es kommt sehr darauf an, wie detailreich das alles gestaltet werden soll. Es gibt sicherlich Spots, die über 1 Jahr Arbeit sind, daher alleine nicht wirklich zu empfehlen wenn du es dringend fertig haben musst.

Aber genau, poste erstmal erste Ansätze und Planungen und dann kann man sicher genauer den Aufwand abschätzen.

Lg,
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Beitragvon Ellie am 17.05.2005, 13:51

Hallo Manu,

also, ich mach das mal schriftlich:

1. Einstellung im Laden, Tresen, Textilpresse und daneben ein Karton.

2. Schwenk in den Karton, zwei Hända klappen die Seiten auf.

3. uns gucken aus dem Dunkel zwei verängstigte Augen entgegen.

4. Dialog läuft zwischen Verkäufer und einer Kundin... Ja, was für ein T-Shirt... das ist das Motiv? Blabla

5. T-Shirt wird aus dem Karton geholt, es schaut verängstigt um sich.

6. Schnitt – die Presse wird kurz gezeigt – Schnitt – das T-Shirt entdeckt die Presse.

7. „Psycho...“ Aus der Zeizplatte steigt Dampf, Spot auf den Thermostat: 200 Grad celsius.

8. zurück auf das T-Shirt, es begreift langsam was passieren soll. Entsetzte Mimik.

9. nebenbei geht der Verkaufsdialog weiter. Ja, welche Größe, wo der Druck hin soll...

10. Das T-Shirt gerät in Panik. Es wird zwar von den Menschen nicht gehört, aber der Zuschauer bekommt es mit. „Das kann nicht sein Ernst sein, ich bin zum Tode verurteilt... etc. So richtig niedlich panisch eben.

11. Der Verkäufer legt das T-Shirt auf die Presse, hier möchte ich, daß sich das T-Shirt schreiend „wehrt“ indem es Falten auf der Druckplatte „zieht“ und sein letztes Gebet jammert. Der Verkäufer platziert das Druckmotiv.

12. Blickwinkel aus Sicht des T-Shirts, wie es auf die dampfende Heizplatte guckt. „ein, tut es nicht, neiin.. neiiinn.“

13. die Presse schliesst sich, es ist stockduster und man hört es nur zischen.

14. Langsam geht die Presse wieder auf, Dampf steigt auf und man sieht, wie der Verkäufer die Transferfolie abzieht, aus der Sicht des T-Shirts.

15. Wieder aus der Verkäufer-Perspektive. Der Verkäufer nimmt das T-Shirt hoch, schüttelt es kurz aus und begutachtet zufrieden sein Werk. Unser T-Shirt öffnet benommen die verkniffenen Augen und staunt, schaut verwundert an sich runter. Zum Verkäufer, zum Motiv... und wirkt zunehmend begeistert von dem Druckbild. Es strahlt und schaut stolz aus. „He, ich seh ja toll aus, warum hat mir das niemand erzählt, und weh tat es auch nicht.“

16. Der Verkäufer dreht sich zur Kundin, eine wohl hübsche junge Frau, denn unser T-Shirt strahlt über alle Falten *ggg*, die Frau ist auch begeistert, fragt nach der Waschbarkeit.

17. Das T-Shirt lächelt verschmitzt in die Kamera und meint: „Schade, daß ich kein Girlie-Shirt bin...“ so.

18. Abspann: Tataaa... „digital-service-hamburg – Ihr Profi für Textildruck“

So, meine Idee seit 1994 und © by dsh, lach, meint ihr das bekommt man hin? Der Charakter des T-Shirts soll naiv-hektisch und wirklich niedlich sein. Die Menschen muß man nicht unbedingt sehen können, das erleichtert schon viel denke ich.

LG,
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Beitragvon Manuel am 17.05.2005, 14:08

Oh weh, da hast du dir echt mal ne Menge vorgenommen. Die Story find ich sehr gut und auch irgendwie witzig. Was aber sehr schwierig sein dürfte ist, das T-Shirt zum Leben zu erwecken, denn es soll ja Personifiziert werden und das ist bei weitem nicht so einfach wie man es sich vorstellt.
Ich würde an deiner Stelle dann auch bewusst auf Realismus verzichten und das alles einfach ein wenig "Comicartiger" wirken lassen, so wie es auch bei Pixar immer der Fall ist. Anders wäre ja ein T-Shirt mit Augen und Gefühlen auch nicht zu erklären *g*
Dadurch hast du dann wieder den Vorteil, dass viele Dinge nicht so extrem detailliert sein müssen. Ich denke das Modelling sollte jedenfalls nicht so das Problem sein, vorausgesetzt du verzichtest auf die Personen. Aber was mir da so gerade für eine Idee kommt...okay, das ist sicherlich auch nicht das Wahre, aber du könntest dir sehr viel Arbeit sparen, indem du diese Szene einfach mit richtigen Personen drehst und das T-Shirt danach zum Leben erweckst. Das würde dann aussehen wie zum Beispiel eine Szene aus Pumukl. Nun ja, sicherlich auch nicht das Wahre, also vergessen wir das wieder ;)

Aber mit der Animation, die dann auch gut wirken soll und allem drum und dran könnte das locker ein halbes Jahr Arbeit sein schätze ich mal.

Lg,
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Beitragvon Ellie am 17.05.2005, 14:42

Hi Manu,

für mich wäre es "learning by doing", ohne reale Aufgabe ist es doof zu lernen. Und natürlich reizt es ungemein so eine Szene realistisch zu gestalten, aber das dürfte dann für mich nicht mehr machbar sein.

Ich denke da an den Meister Propper und sein T-Shirt, wie er da sitzt und angelt. Das hat soweit ich weiß eine Schule gemacht, frag nicht wer, hat TakaBo mir erzählt.

Ich stelle mir so ein ähnliches T-Shirt vor und die Mimik soll oben drauf sein, äh, wie erkläre ich das, wie mein Klo, da hängen die Augen ja an dem Wasserkasten und würde, wenn man es animiert, ja frei im Raum schweben.

Mal schauen, das Programm brauch ich ja auch *ggg*, bin mal wieder schneller als der Schall. Max wird es sicher nicht sein...

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Beitragvon Manuel am 17.05.2005, 15:56

Mit welchem Programm würdest du denn arbeiten wollen und warum willst du nicht mit Max arbeiten?
Zum T-Shirt: Ich denke ich weiss was du meinst, aber wäre es nicht noch viel toller, wenn du das alles ohne Augen darstellen würdest? Denn durch die Augen entsteht natürlich der Eindruck, als wären diese vielleicht schon auf der T-Shirt gedruckt und das wäre natürlich ungünstig. Vor allem ist es teilweise sehr schwierig, diese Augen richtig zu animieren.

Ich glaube ich würde es erstmal ohne Augen versuchen...wenn du denkst, dass die Stimmung des Shirts damit nicht richtig rüberkommt, dann musst du es halt mit machen ;)
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Beitragvon Ellie am 17.05.2005, 19:21

Hallo Manu,

ich dachte die Mimik 3D darzustellen, so:

Bild

Also einfach zwei Eieraugen, evtl. dazu Augenbrauen und eine Spline-Schnute.

Es ist eine Idee, die sich bei mir immer mehr festsetzt, lach, es geht nicht so sehr um Zeit oder das zu verkaufen, sondern schlicht um mein Ego und den Fun dabei :D.

LG,
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Beitragvon Andreas am 22.05.2005, 23:13

Hi,
nun, wird es denn nun in C4D gemacht, wenn (+), welche Module wirst Du haben, denn...

mit Bordmitteln irgendwie machbar. Knittern des T-Shirts wäre z.B. ein Fall für das animierte Landschafts- Obj., hier kann man z.B. die Skalierung keyen. Augen per XPresso bzw. einem Coffee- Script von C4dtreff.de auch nicht das Thema.

Eleganter wären natürlich Module wie MOCCA (bessere Bones- Möglichkeiten) und der POSE- MIXER (wir haben ein GL- Tut hier) und natürlich dessen Clothilde... :wink:

Aber prinzipiell -und unter dem Aspekt, was Manu bereits sagte- etwas weg von der Realität ist dies -denk ich mal- auch allein lösbar. Fängst einfach Deine Story -die ist niedlich- an, wenn´s hapert, weißt ja , wo wir sitzen, gell :mrgreen:

But really nice Idea. :wink:

Ach so, wenn storyboard feststeht und Du schreibst, Dialoge stehen fest, dann nimm sie auf, als wav.-Format und lad sie in die Soundspur, das animiert sich dann bedeutend besser, als Dialoge in die Animation zu pressen
LG der Andi

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Beitragvon Ellie am 23.05.2005, 09:10

Oh, hallo Andreas,

ich hab keine Ahnung wie ich das umsetzen werde, lach, das wird ein Try&Error-Projekt und Du bist dann unter den Leuten, die ich um Rat und Hilfe anflehen werde *fg*.

Schaut wohl so aus, als ob ich mir C4D 9.01 die "normale" abgespeckte Version zulegen werde, ich checke gerade Preise.

Ich kenne da noch einen Kunden, der hat ein kleines Tonstudio, das wäre natürlich richtig goil *träum*...

LG,
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Beitragvon Andreas am 23.05.2005, 19:42

Hi,
lol, na, Tonstudio muß nicht gleich sein, ich meinte nur, es wäre vielleicht besser, die Audiospuren dazuhaben, um danach zu animieren. Zumindest wichtige Dialoge. Dazu brauchst Du erst einmal kein Tonstudio, -kannst ja nach L.E. in unser Mini-Studio kommen *g* für Dich gratis- sondern schnappst Dir erst einmal ein normales Micro und "plerrst" das Ganze in den PC hinein. Dazu z.B. WAVELAB nutzen, ältere Versionen gibt es bestimmt gratis. Dieses Wave kannst Du dann erst einmal nutzen. Final kannst ja immer noch ins Studio gehen...

Dann warten wir mal, bis Du Dir DAS Programm zugelegt hast... :thumbsup:
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Beitragvon Ellie am 23.05.2005, 21:30

Genau,

es kann sich nur um Wochen handeln, lach. Und dann ist da noch der böse Faktor Zeit, seufz.

LG,
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