Okay, die Frage ist auf jeden Fall berechtigt und ich versuche es nur mal kurz zu erklären, ohne Word allzu schlecht zu machen...
Also der einfache
Vergleich zwischen LaTeX und Word:
LaTeX ist mehr eine Programmiersprache. Also nicht wirklich, aber du hast Befehle wie in HTML beispielsweise auch. "\newpage" fängt eine neue Seite an, "\\" eine neue Zeile usw.
Leerzeichen haben keine Auswirkung, so wie in html auch.
Du hast einen Headerbereich, in dem du dir die Funktionen definierst, die du gerne verwenden willst. Besonders beliebt sind die Mathe-Funktionen.
Du kannst dann in LaTeX jeden mathematischen Ausdruck darstellen. (das kann Word beispielsweise nicht)
Wenn du nun eine wissenschaftliche Arbeit schreibst, hast du extrem viele Quellen. Dafür legt man sich in LaTeX eine *.bib-Datei an. In dieser legst du dann deine Quellen an und verlinkst diese einfach in deiner tex-Datei. Danach gibst du nur noch
einen Befehl an und schon erstellt dir LaTeX ein komplettes Quellenverzeichnis.
Gleiches gilt für das Inhaltsverzeichnis. Auch dieses wird automatisch angelegt. Du hast somit viel mehr die Möglichkeit, dich auf deine eigentliche Aufgabe, und zwar den Text, zu konzentrieren, da du mit dem Layout gar nichts mehr zu tun hast. Das sagst du ihm einmal und fertig.
Merkt LaTeX, dass eine Zeile gerade noch zu einem Kapitel gehört, so wird diese noch auf dieser Seite dargestellt. Bei Word wird immer ein neues Blatt angefangen sobald das alte voll ist.
Gleiches gilt für Fußkommentare. Diese bindet LaTeX ebenfalls dann automatisch ein. In Word ist dies meiner Meinung nach sehr umständlich. Du hast dort jedenfalls deinen Text und schreibst diesen einfach runter ohne irgendwo hin klicken zu müssen.
Für eine Quelle: \cite{13}
Bedeutet du verweist auf Quelle 13.
Es mag anfänglich wirklich eine Umstellung sein, erleichtert dann aber sehr viel. Überleg dir mal du hast in Word 15 Ausarbeitungen, die du aneinander heften willst um daraus eine pdf zu machen. In LaTeX haust du einfach alles zusammen. Das Inhaltsverzeichnis wird ja schließlich automatisch generiert. In Word musst du alle Nummern sehr aufwändig ändern. Gleiches gilt, wenn du irgendwo ein Kapitel zwischen schieben willst...du merkst, Word ist dafür einfach nicht geeignet...für kurze Texte und Briefe, gern. Aber für wissenschaftliche Ausarbeitungen und fürs Layouting: Wer sich das antut ist selbst schuld.
Ein extrem kurzer
Vergleich zwischen InDesign und Word:
Nun ja, jeder der schonmal ein solches Layout gemacht hat oder die ganzen Begriffe und Zeilenabstände usw. kennt wird wissen, dass es solche Funktionen in Word nicht gibt. Hast du beispielsweise ein mehrspaltiges Layout, müssen die Zeilen immer bündig sein. Fügst du irgendwo eine Grafik ein, muss der Rest auch bündig sein. Ich glaube selbst das kann Word nicht. Wir hatten mal eine halbe Vorlesung darüber, worauf man alles achten muss bei solchen Layoutdingen. Ich kanns gerne mal raussuchen, dann wirst du auch schnell verstehen, was Word kann und was nicht.
Abschließend zu sagen:
Man sollte immer das Programm verwenden, dass das, was man eigentlich machen will, am besten kann.
Ich hoffe dieser kleine Einstieg hat dir ein wenig weiter geholfen.
Lg,
Manuel
![Extrem frech ;-]](./images/smilies/icon_impudently.gif)