Hallo God,
also zunächst freut es mich, dass du dich fragst, wie man zeichnen lernen kann. Viele, die nicht von Anfang an einen Rembrandt abliefern sagen dann ja einfach "ich kann nicht zeichnen". Das ist Quatsch. Jeder kann es, wenn er will und es ist erlernbar.
Ich würde auch so anfangen, wie es Gruber gesagt hat. Ich habe mir allerdings keine Zeichnungen im Netz gesucht, sondern mir einfach irgendeinen Gegenstand genommen und mich daran versucht. Wichtig ist es, dass du nur das zeichnest, was du wirklich siehst! Viele machen den Fehler und zeichnen Dinge, die man gar nicht sieht (z.B. Umrisslinien bei Gesichtern etc. Sowas gibt es in der Natur nicht!).
Ich habe hier im Forum mal ein paar Bilder gepostet. Da kannst du ja mal gucken. Unten siehst du einen Ausschnitt aus einem der Bilder. Wenn du dir dort den Übergang von der Wange zum Hintergrund anschaust, wirst du sehen, dass die Trennung der Flächen nicht durch eine durchgezogene Linie vollzogen wird, sondern einfach eine helle Fläche auf eine dunkle trifft und das schon die Trennung ist. Mehr ist nicht nötig, weil es mehr nicht gibt. Wenn du sowas beachtest, wirst du sicherlich schnell gute Ergebnisse erzielen können.
Außerdem kannst du mit einem Bleistift vorher mal ein paar Übungen machen, damit du ein Gefühl dafür kriegst, wie man richtig Schattiert, da eine richtige Schattierung einen hohen Grad von Realismus beinhaltet.
Versuch einfach mal mit einem einzelnen Bleistift einen schönen Verlauf von weiß nach schwarz (bzw. einem sehr dunklen Grau). Versuche danach 10 Kästchen zu zeichnen, wovon das erste weiß ist, das zweite 10% Schwarz (also sehr helles Grau), das dritte dann 20% schwarz usw. bis du bei 100% schwarz bist. Um zu schauen, ob du das gut hinbekommen hast, kannst du dir das ganze am PC nachbasteln in Photoshop und mal ausdrucken. Das ist eine recht gute Art der Korrektur.
Im Allgemeinen solltest du zum Zeichnen allerdings nicht nur einen Bleistift zur Hand haben, sondern mehrere. Die lustigen Zahlen und Buchstaben auf den Stiften sind nicht umsonst da

Es gibt Bleistifte mit der Bezeichnung 6B. Diese sind extrem weich und wenn man damit malt sind sie sehr dunkel und verschmieren schnell. Hervorragend für sehr dunkle bis schwarze Bereiche geeignet. Die Abstufungen gehen dann rauf bis 1B, dann HB und dann weiter 1H bis 6H. 6H ist soweit ich weiss das härteste, was man an Bleisitften im normalen Handel kriegt.
Eine gute Auswahl an Stärken wären:
6B (für sehr dunkle Flächen)
3B (für dunkle Akzente in deiner Zeichnung)
1B (benutze ich meistens für den Großteil einer Zeichnung)
HB (stinknormaler Bleistift)
3H (für feine Details, z.B. kleine Härchen etc.)
Dazu brauchst du natürlich noch einen guten Radiergummi und einen Anspitzer
Was die richtigen Proportionen angeht, heisst es wohl wirklich lange üben. Von heute auf morgen ist das nicht so einfach zu schaffen, aber ganz klar möglich. Versuche dich am besten mal mit einfach Strichzeichnungen für den Anfang. Nimm dir ein Bild von einem Menschen oder Tier und schau die genau an, wo die Gelenke sitzen und wie groß die einzelnen Körperteile im Vergleich zum Rest sind. Wenn du einen Zeichenkurs besuchst, würdest du wahrscheinlich zuerst eine Zeichnung in der Art wie unten zu sehen ist anfertigen müssen. Das ist eine Sinnvolle Methode um die Achsen und Gelenke eines Körpers zu definieren. Erst später kommen dann Schrittweise die Konturen, Details und Schattierungen hinzu.
Ich hoffe das hilft dir ein wenig. Viel Spaß beim Üben und lass mal ein bischen von deinen Erfolgen hier sehen.
emefge, Michael.
Bei spontaner Ablösung unter der Einwirkung von Gravitationskräften ist die fleischige Kernfrucht zum Aufprall in unmittelbarer Nähe des Haupttriebs ihrer Erzeugerpflanze gezwungen. [Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.]