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Fotografie: Nächtlicher Eingang, oder so ähnlich

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Moderator: Alex

Fotografie: Nächtlicher Eingang, oder so ähnlich

Beitragvon Daniel am 11.05.2005, 18:18

Also hier mal ein von mir geschossenes Foto, wo ich gern Eure Meinung und Verbesserungsvorschläge hören möchte (wenn jemand einen passenden Titel dafür hat, her damit):

Bild

Link zur Originalgröße (2048x1536; 1.1 MB groß)

Das Foto entstannt am 26.02.05 um 22:34 hier in Cambridge, es war bitterkalt, deshalb auch nicht wirklich eine gute Ausrichtung der Kamera. Ich habe vor demnächst wieder auf Nachttour zu gehen und bräuchte deshalb auch ein paar Tipps.

Die Kamera ist eine stinknormale Digitalkamera, Casio QV-3500 EX, besitzt aber sogenannte Best Shot Einstellungen, also schon vorgewählte Einstellungen, dieses hier wurde soweit ich mich erinnern kann mit der Einstellung Nachtaufnahme (Lange Verschlusszeit, unendlich Fokus, Tageslicht Weißabgleich) gemacht, die Datei spuckt mir noch folgende Angaben aus:

Brennweite: 20.05mm
Belichtungszeit: 0.5s
Blende 2.0
Messmodus: Evaluative

Danke und Gruß
Daniel
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Beitragvon Littelfrosch am 11.05.2005, 19:05

alles Mir gefällt das Bild sehr gut obeohl es nix besonderes Darstellt,aber ichs chue mir gerne solche Bilder mit schönes alten Gebäude an deshalb gefällt es mir auch :D
Hab keine ahnung von Fotografie mache aber auch gerne Bilder mit meiner Stinknormalen Digicam :)

Aber eine Frage wieso ind en 2 d Bereich? Einfach nur vertan ? Denn wir haben doch ein Foto Thread :D
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Beitragvon Rene am 11.05.2005, 19:06

Find ich sehr geil.

Gefällt mir echt gut.

NUR
Ist das Tor ein bischen schräg ? *g*

Ich lieb solche Bilder =)

lg
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Beitragvon Manuel am 11.05.2005, 19:53

Ja hatte auch gerade als erstes den Gedanken, dass das Tor lieber gerade sein sollte. Aber ist nicht so schlimm.

Finds nur sehr krass, dass du bei 0.5sec Belichtungszeit ein solch scharfes Foto gemacht hast. Ohne Stativ, ja? So eine ruhige Hand hätte ich gern... *g*

Aber sonst gefällts mir richtig gut!

Lg,
Manuel ;-]

P.S. Du könntest mal was mit dem Histogramm rumspielen und ne Histogrammebnung machen. Mal schaun, was da noch so drin ist...
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Beitragvon Daniel am 11.05.2005, 20:44

Danke für die positiven Comments!

Hab schon ein Stativ benutzt, war ja arsch kalt (hat kurz darauf sogar anfangen zu schneien), das hätt ich aber auch so nie frei Hand machen können. Aber die Belichtungszeit kommt mir sehr, sehr spanisch vor, so im Nachhinein.

Das Stativ wurde etwas ungeschickt platziert und ich konnte nicht wirklich durch den Sucher bzw. LCD Schirm schauen, und hier wird nicht wirklich grade gebaut, daher ist das ganze so schön schief. Aber ich will ja raus und es nochmal machen, deshalb brauch ich ja Verbesserungsvorschläge.

@Manu
Bearbeitet wurde das Bild ja noch gar nicht. Bei meinem Histogramm in Photoshop kann ich aber gar nichts einstellen, oder meinst Du die Tonwertkorrektur oder gar überhaupt nicht Photoshop oder dann doch Photoshop CS?
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Beitragvon Manuel am 12.05.2005, 23:54

Hab gerade mal an den Bildern etwas rumgespielt. Hab nicht dran gedacht, dass das Bild komprimiert ist. Jedenfalls ist damit kaum was machbar, weil extreme Pixelfehler auftreten...vor allem in den sehr dunklen Bereichen. Oder es liegt an der Cam, dass die die dunklen Bereiche gar nicht auffangen konnte. Musste mir mal das Original schicken.

Pixelfehler siehe hier:
Bild

Und mal ein wenig die Kanten als Stilmittel hervorgehoben:
Bild

Aber auch dort wieder das Problem der Qualität ;)

Lg,
Manuel ;-]
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Beitragvon Daniel am 13.05.2005, 00:14

Danke Manuel,

es wäre als nett wenn Du erklärst, wie Du an die Sachen herangehst. Auch wenn ich mich damit ein wenig auskenne, unsere User dürfte das hoffentlich auch interessieren.

Das Original gibt es ganz oben als Link, ist aber halt auch nur ein jpg File. Soweit ich mich erinnern kann, ist die Camera nicht unbedingt so das beste für Nachtaufnahmen und ähnliches, für mich als Hobbyfotograf reicht es allerdings noch. Also nicht ganz so kleinlich sein, Manu ;)

Wenn mir jetzt nochmal sagst was Du oben mit dem Histogramm genau gemeint hast, wär ich Dir auch ganz dankbar :ganz lieb schau:

Gruß Daniel
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Beitragvon Manuel am 13.05.2005, 00:58

Hi Dan!

Du hast, um ein Bild von den Helligkeiten anzupassen ja mehrere Variationen. Da wäre zum einen eine Histogrammebnung, bei der die einzelnen Grauwerte so verteilt werden, dass bei höhen Werten höhere Abstände, bei niedrigen werden niedrige Abstände gewählt werden.

Dann gibt es eine Histogrammspreizung. Diese verteilt einfach die zum beispiel 200 vorhandenen Werte auf 256 Werte. Somit hast du mehr Farbwerte und dadurch ein kontrastreicheres Bild.

Als weitere Option gibt es dann natürlich noch die Gradationskurve.

Bei den ersten beiden Optionen sollte natürlich ein Bereich gar nicht abgedeckt sein. Das heißt, dass zum Beispiel gar kein weiß vorhanden ist und die Bereiche danach so gewählt werden, dass es nun doch ein reines weiß gibt. Bei deinem Bild ist das Problem, dass es durch die Laternen wenige Weißwerte gibt. Diese würden bei diesen Varianten wegfallen, was natürlich etwas schade wäre. Mit der Gradationskurve könnte man das Bild noch etwas bearbeiten. Ich habe es damit bei dem unteren Bild etwas aufgehellt, eine Kopie erstellt, diese in ein Grauwertbild umgewandelt, bei diesem dann "Konturen finden" angewendet und dieses dann auf "farbig nachbelichten" gestellt.

Ich müsste mich mal reinlesen, wie man für PS Plugins und Filter schreibt, denn bei Gimp geht das eigentlich recht gut. Selbst geschriebene Filter sind nämlich meist sehr viel effektiver, da man diese gezielter einsetzen kann. "Konturen finden" ist zum Beispiel eine einfache Maske, mit der man die 2te Ableitung eines Bildes berechnet.

Lg,
Manuel ;-]

Edit: Hab mich ein wenig verhaspelt. Dadurch, dass du Weißtöne im Bild hast gehts nicht und diese verschwinden dann natürlich nicht, sondern die Lichter werden noch heller. Eine Histogrammspreizung siehst du übrigens, wenn du das Histogramm öffnest und dann dort auf Auto klickst. ;)
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Beitragvon Daniel am 13.05.2005, 01:24

Endlich verstehen wir uns mein lieber Manu, naja fast. Die Theorie hinter Histogramm habe ich mir hier geholt: http://www.digitalkamera.de/Tip/19/70.htm

Bei mir heißt das nicht Histogramm (da geht nämlich gar nichts, also kein Auto, kein gar nichts, siehe auch Artikel) sondern Tonwertkorrektur bzw. auf Englisch Levels.

Mich interessiert momentan eigentlich also nicht die Theorie, sondern die praktische Umsetzung, sprich wie man das mit Photoshop 7 macht. Gimp habe ich seit meiner Neuinstallation nicht mehr drauf und wollte es eigentlich nicht mehr drauf machen, aber wenn es da besser sein soll, dann her damit.

Das mit Deinem PS ist mir auch schon aufgefallen, solche "Auto" Korrekturen sind meist das erste was ich bei einem Bild ausprobiere, um es zu verbessern. Aber da siehts nicht so dolle aus, die Lichter werden viel zu hell.

Thanks und Gruß Daniel
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Beitragvon Manuel am 13.05.2005, 01:35

Tonwertkorrektur ist das, was du machst. Was dort zu sehen ist, ist aber ein Histogramm, welches die einzelnen Werte auflistet. Dazu wird auf der Seite aber sicherlich mehr stehen, daher muss ich das nicht großartig erklären ;)

Ich würde es in diesem Fall auf jeden Fall mit der Gradationskurve machen. Diese ersetzt die Farben ja und somit hast du in diesem Fall eine bessere Kontrolle. Setz dazu einfach einen Punkt in die Mitte der Diagonale und beweg diesen Punkt etwas nach oben. Probiers einfach mal aus. Einen 2ten Punkt habe ich oben recht weit rechts gesetzt. Diesen habe ich dann etwas nach unten gezogen, um die Lichter der Lampen nicht zu hell zu beleuchten.

Und nein, Gimp ist auf keinen Fall besser. Ich habe nur gelernt, wie man dafür Filter schreibt, habe auch ein eigenes HistogrammPlugin geschrieben. Wie genau das in PS geht weiss ich noch nicht. Vorteil dabei ist nur einfach, dass man sich die Filter sehr viel besser anpassen kann, wenn man sie sich selbst schreibt ;)

Eine weitere Variante um das Bild aufzuhellen wäre übrigens das Inverse zu erzeugen und das vorhandene Bild damit zu multiplizieren. (probier auch mal die anderen Einstellungsmodi aus)

Lg,
Manuel ;-]
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Beitragvon Gast am 13.05.2005, 09:58

Hallo Daniel,

also das Motiv, das du auf deinem Bild eingefangen hast ist sehr nett anzusehen. Ich würde dir allerdings raten, das Bild um ein paar Grad nach rechts zu kippen, damit das Tor wieder grade steht. Falls dabei Ränder an den Seiten entstehen, solltest du das Bild natürlich etwas kleiner zurecht schneiden.

Außerdem ist mir persönlich das Bild zu mittig. Dadruch geht eine Menge Spannung in dem Bild verloren. Versuch doch mal bei deiner nächsten Tour das Tor ein wenig rechts von der Mitte zu positionieren. Es reichen hier wohl ein paar Zentimeter. Das menschliche Auge ist im Stande diese leichte Verschiebung direkt wahrzunehmen, ohne dass man nachmessen muss. Durch diese Positionierung erreichst du also eine größere Dynamik und Bewegung in deinem Bild und das trotz eines sehr starren Objekts.

Eine weitere Möglichkeit, um das Bild noch interessanter zu gestalten, wäre die Positionierung im "goldenen Schnitt" (Seitenverhältnis ist hierbei ca. 1:1,68 , also grob 2/3).

Vielleicht auch mal auf der rechten Seite den Torbogen in Anschnitt stellen? Oder das ganze Bild spiegeln? Sind einfache Mittel, die aber oft eine klasse Wirkung hervorbringen können, da Objekte auf der rechten Seite ganz andere Wirkungen beim Betrachten hervorrufen, als Objekte, die z.B. links stehen.

Wenn du später deine Bilder bearbeiten möchtest, kann ich dir nur die Gradiationskurven ans Herz legen (gibts auf jeden Fall in PS, habs da allerdings noch nie benutzt, da ich eigentlich mit PhotoImpact arbeite). Damit kannst du hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn du die Farben korrigieren willst bzw. Lichter, Mitteltöne und Schatten.


So.. jetzt bin ich aber auch still ;)
Viel Spaß weiterhin beim Knipsen!
emefge, Michael.
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Beitragvon Michael am 13.05.2005, 10:20

komisch ... bin ja oben nur Gast .. naja.. egal.

Also Daniel, ich habe grade mal getan, wovon ich da oben nur geredet habe. Hier als mal die Varianten nacheinander.

Als erstes habe ich das Bild begradigt. Kippt also nicht mehr auf die Straße. Danach habe ich auf der linken Seite das Bild erweitert und die Straße langsam in der Dunkelheit auslaufen lassen. Durch die Erweiterung steht das Tor nun also leicht nach rechts von der Mitte aus versetzt. Das zweite Bild ist identisch, aber gespiegelt.


Bild Bild

Hier kam der goldene Schnitt zum Einsatz:

Bild Bild

Und hier ist das Tor im Anschnitt:

Bild Bild

Du siehst also, das auch kleine Änderungen eine ganz andere Betrachtungswirkung haben.

emefge, Michael.
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Beitragvon Daniel am 13.05.2005, 11:24

:thumbsup: Super und Danke Michael,

ganze genau das habe ich mir gewünscht. Das mit dem Tor etwas nach rechts verschieben werde ich das nächste Mal machen, da werde ich auch mein anderes Stativ mit Wasserwage einsetzen, damit es nicht ganz so schief wird, hoffentlich bringt das was.

Nachbearbeitung ist mir momentan nicht so wichtig, mit dem Begradigen habe ich schon herumgespielt, nur kam ich da noch nicht so ganz auf den perfekten Winkel, und die Gradiationskurven sind mir natürlich auch vertraut.

Gruß Daniel
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Beitragvon Michael am 13.05.2005, 12:15

Kein Problem Daniel.

Wenn ich helfen kann, dann tue ich da gerne. Also einfach weiterfragen. Werde ich sicherlich auch machen ;)

emefge, Michael.
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Beitragvon Daniel am 13.05.2005, 12:17

Also eine Frage brennt mir noch auf der Zunge, wie sieht es mit den Kameraeinstellungen aus, die ich oben aufgelistet habe, können die stimmen und wenn ja, kann man da noch etwas verbessern?

Gruß und Danke
Daniel
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