Ich melde mich heute einmal im Hardware-Forum, da ich euch die "Leidensgeschichte" meines PCs schildern möchte, welche mir seit langem ein Rätsel aufgibt.
Angefangen hat alles vor etwa 1,5 Jahren, als ich mir einen neuen PC anschaffte. Mit einem Core 2 Quad-Prozessor (Q6600) und 4 GB RAM hoffte ich, für die nächsten Jahre ein gutes Arbeitswerkzeug zur Verfügung zu haben. Ich war zwar nicht so ganz begeistert davon, dass Windows Vista vorinstalliert war, ich wollte dem Betriebssystem aber trotzdem eine Chance geben.
Bereits nach ein paar Wochen kam es aber zu dem ersten Performance-Einbruch. Wie aus heiterem Himmel wurde das gesamte System plötzlich langsam. Dies machte sich besonders beim Starten und Herunterfahren bemerkbar.
Der Bootvorgang lief zwar in gewohnter Geschwindigkeit bis zum Anmelde-Bildschirm fort, danach lief alles aber nur noch sehr langsam. Dies machte sich häufig durch eine lange Anzeige des "Willkommen"-Bildschirms, einen darauffolgenden schwarzen Bildschirm und einen stetigen Aufbau des Desktop und seiner Elemente bemerkbar. Auch die Autostart-Programme wurden nur sehr langsam initialisiert. Alles in allem dauerte dieser Prozess bis zu 5 Minuten, manchmal sogar länger.
Wollte ich nun mit Programmen arbeiten, so dauerte besonders deren Starten ungewöhnlich lange. War ein Programm aber erst einmal geöffnet, war dessen Performance akzeptabel, wenn auch nicht zufriedenstellend. In Firefox gab es bspw. hin und wieder "Lags" beim Laden von Seiten, der Eingabe von Texten oder dem schnellen Wechsel zwischen geöffneten Tabs. Interessanterweise ließ sich das gleiche Programm aber wieder schneller öffnen, wenn es nach dem ersten Ladevorgang geschlossen und danach erneut geöffnet wurde. Auch das Löschen von Dateien, selbst wenn diese nur wenige kB groß waren, oder das Öffnen von Ordern mit vielen Dateien dauerte in der Regel vergleichsweise lange.
Ähnlich wie beim Starten des PCs verlief auch das Herunterfahren. Mitunter musste ich minutenlang warten, bis der PC endlich ausgeschaltet wurde.
Anfangs vermutete ich einen Zusammenhang mit Software, Treibern oder gar Windows Vista. Leider konnte ich aber keinen Zusammenhang feststellen. Das merkwürdige war, dass die beschriebenen Probleme stets nur für 2 - 3 Tage auftraten, danach verschwanden sie ebenso plötzlich wie sie aufgetreten waren. Leider kam es aber alle paar Wochen zu eben diesen Erscheinungen, was auf Dauer einfach an die Nerven geht.
Nach einiger Zeit versuchte ich mein Glück deshalb in einer Formatierung, doch bereits nach kurzer Zeit traten die bekannten Probleme auf, wieder für eine Zeit von wenigen Tagen, um danach wieder spurlos zu verschwinden. Ein "Schädlingsbefall" oder Software-Fehler waren damit eigentlich auszuschließen, da ich sehr genau darauf geachtet habe, was ich nach der Formatierung installiere.
Die Probleme setzten sich aber weiterhin fort, und ich versuchte mich ein wenig damit zu arrangieren. Die Probleme erschienen mir nach wie vor mysteriös, da ich zuvor aber nie vergleichbare Probleme mit einem PC hatte, tappte ich weiterhin im Dunkeln. Auch Recherchen über das Internet brachten mich nicht weiter.
Vor zwei Wochen habe ich mich dann dazu entschieden, auf Windows 7 umzusteigen. Irgendwie besaß ich immer noch die Hoffnung, dass die geschilderten Performance-Einbrüche mit Windows Vista in Zusammenhang standen.
Nach der Installation war ich zunächst positiv überrascht, da Windows 7 doch erheblich flüssiger als der Vorgänger lief. Nach ziemlich exakt einer Woche traten dann aber erneut die Einbrüche auf, die ich bereits zuvor über lange Zeit hatte kennen lernen müssen. Dies brachte mich der Vermutung nahe, dass es einen Zusammenhang mit der Hardware geben müsste.
Leider habe ich überhaupt keine Idee, welcher Hardware-Defekt dafür sorgen könnte, dass ein System in regelmäßigen Abständen, aber nur für eine vergleichsweise kurze Zeit zu erheblichen Performance-Einbrüchen neigt.
Merkwürdigerweise sind weder Prozessor noch Arbeitsspeicher innerhalb dieser Perioden annähernd ausgelastet. Die Prozessorauslastung bewegt sich meist in einem unteren einstelligen Bereich, während der Arbeitsspeicher zu weniger als einem Drittel ausgelastet ist (gemessen an dem unter 32-bit nutzbarem Arbeitsspeicher).
Könnte die Festplatte unter Umständen für derartige Probleme sorgen? Ich würde mich wirklich freuen, wenn jemand eine Idee hat, was die Fehler-Ursache sein könnte, damit ich meiner "Leidensgeschichte" endlich ein Ende setzen kann. Wie gesagt erscheinen mir die Merkmale äußerst mysteriös, vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass der Hardware-Bereich nicht mein Fachgebiet ist.
