Guten Morgen zusammen,
bs_des hat geschrieben:Ich möchte das Produkt nicht kritisieren, es gefällt mir sogar, sondern lediglich darauf hinweisen, dass diese Argumentation auch ein Eigentor sein kann.
Kein Problem, mach ruhig weiter. Ich kann deine Argumente noch nicht so ganz verstehen, da du z.B. auf meine Provisions und Zeitersparnis noch gar nicht eingegangen bist.
Schön, dass fokus dir gefällt. Das freut mich natürlich

bs_des hat geschrieben:Vielmehr wird immer versucht mit möglichst wenig Aufwand eine gewisse Summe abzurechnen oder mit einem fixen Aufwand eine möglichst hohe Summe abzurechnen - das liegt in der Natur der Sache und ist ein wirtschaftliches Grundprinzip. Da spricht nicht nur der Projektmanager, sondern auch der Kaufmann auf mir
Selbstverständlich, der Kunde zahlt ja auch unabhängig davon, ob der Entwickler nun viel oder weniger Arbeitsstunden für die Umsetzung benötigt,[...]?
Ja, tun Sie. Der Kunde kauft keine Bohrmaschine, der Kunde kauft das Loch in der Wand. Der Kunde kauft keine 80h. der Kunde kauft eine wirtschaftlich Arbeitende Internetlösung.

Natürlich nicht als Werklohn wenn auf Stundenbasis abgerechnet wird - das ist aber ohnehin ein Modell, was ich persönlich für die erstmalige Projektumsetzung nicht für sinnvoll halte - für changerequests schon. Das muss aber jede Agentur selbst wissen.
my-webdesigner.com hat geschrieben:bs_des hat geschrieben:Hier stellt sich mir die Frage, warum der Entwickler am Beispiel Magento nicht auf eine OpenSource-Lösung zurückgreifen und anstatt 5000 Euro Lizenzkosten auszugeben lieber 5000 Euro Honorar, also Gewinn, verrechnen sollte?
Hierbei gibt es erfahrungsgemäß mehrere Aspekte:
1. OpenSource ist gut, manchmal aber (vor allem in Fragen der Sicherheit) hat proprietäre Software die Nase vorne. Noch dazu wenn die Software in ihrer Form einzigartig ist und Mehrwerte liefert, die durch Alternativsoftware nicht oder nur nach erheblichem Aufwand abgedeckt werden können.
Ohne opensource generell schlecht zu machen (wir haben sehr viel mit OS-CMS gearbeitet): Das sehen wir genauso.
my-webdesigner.com hat geschrieben:2. Bei der Hauptzielgruppe dürfte es sich - so wie ich das verstanden habe - um Agenturen handeln. Agenturpreise sind auf einem anderen Niveau als die des Hobby-Webdesigners um die Ecke.
Richtig. fokus ist dafür ausgelegt, bei Projekten von 1.500 EUR ab aufwärts für eine Agentur und den Kunden wirtschaftlich zu sein. Trotz Lizenzkosten und wegen technischer Vorteile. Bisher hat es auch immer geklappt

my-webdesigner.com hat geschrieben:3. Die Usability des CMS (Kundennutzen!) schlägt offensichtlich jedes derzeit erhältliche Gegenstück in diesem Preissegment.
my-webdesigner.com hat geschrieben:4. Birnen zu Äpfel = Magento zu focus. Bei Magento handelt es sich um ein Shopsystem, bei focus vorrangig um ein CMS.
Wir bieten zwar auch ein Shop-System. Dieses ist aber noch nicht veröffentlicht und daher würde sich ein Contao-, TYPO3 oder Joomla-Vergleich eher anbieten.
Übertragen wir also das Beispiel einfach einmal auf ein Praxis-Beispiel eines unserer Partner:
- TYPO3-Umsetzung
- 80h a 100 EUR = 8.000 EUR
- Schulungskosten 2 x 0,5 PT = 1.000 EUR
- Keine Lizenzkosten
- Sondernutzen für den Kunden und Benutzer(!): nicht vorhanden
= Umsatz für die Agentur 9.000 EUR bei geleisteten ~90 Arbeitsstunden = 100,00 EUR effektiver Stundensatz./.
- fokus-Umsetzung
- 45h a 100 EUR = 4.500 EUR
- Schulungskosten 2h via goto-Meeting 250 EUR
- Lizenzkosten fokus Suites 2011 - Web & Blog 2.599 EUR (inkl. Provi für Partner)
- Sondernutzen für den Kunden und Benutzer(!): 50% Schnellerer Workflow und mehr relevante(!) Funktionalitäten im Backend
= Umsatz für die Agentur 5.750 EUR bei ~47 geleisteten Arbeitsstunden = 122,00 EUR effektiver Stundensatz(Da die genaue Provision vertraulich ist stark gerundeter Wert)
100 EUR zu 122 EUR effektiver Stundensatz sprechen eine Deutliche Sprache.
Zusätzlich hat der Kunde ein schnelleres und einfacher zu bedienendes CMS. Das ist nur ein Beispiel, ich könnte nun weitere nennen. Es ist natürlich der Agentur überlassen, ob die komplette Arbeitsersparnis an den Kunden weitergegeben wird. Das wird auch Projektabhängig sein. Hier kann nocheinmal die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden.