veNom hat geschrieben:Es gibt aber auch extrem Fälle die dann zuviel Spielen, die süchteln dann nach dem Spiel und machen außer spielen eigentlich kaum noch etwas
Das stimmt, leider gibt es sowas. Einem guten Bekannten geht es so (nein, das bin nicht ich selber). Probleme, WoW-Sucht, Schule geschmissen, Klinikaufenthalte (zur Ursachenbekämpfung), etc...
Die Frage ist allerdings auch, warum jemand spielesüchtig ist. Das kann eben sein, weil einem das Spiel so gut gefällt/fasziniert, oder auch, weil man Probleme (im Alltag) hat, die man nicht angehen will, sondern ausblenden möchte. Oder man ist vom Leben enttäuscht (Stichwort Depressionen etc,...), sieht keinen Sinn mehr darin, und zieht sich eben in diese Scheinwelt zurück.
Das Problem ist auch das langsame Reinsteigern, und quasi ein Teufelskreis, der entsteht:
Man installiert das Spiel und spielt es. Solange man spielt, treten die Probleme und der Alltag in den Hintergrund. Das beruhigt einen, lenkt ab, man spielt mehr. Je mehr man spielt, desto mehr Probleme häufen sich an (neue kommen hinzu, alte werden nicht beseitigt). Je mehr Probleme sich anhäufen, desto mehr spielt man. ........... Irgendwann ist es dann so weit, dass man ohne Hilfe kaum noch los kommt. Die Frage ist dann auch, wer denn helfen will, denn Freunde, Verwandte etc wurden vernachlässigt, wie alles andere auch. Das ist dann oft ein Fall für Ärzte und/oder das Jugendamt.
veNom hat geschrieben:hab auch mal etwas von einer Entziehungs anstalt gehört im Fernsehen
Ja, die gibt es. Das Problem ist hier mal wieder oft, den Süchtigen davon zu überzeugen, dass er eben süchtig ist und Hilfe braucht. Es kann dann zu Abwehrhaltungen wie "lass mich in Ruhe" und "Das ist mir egal" kommen.
Es kann auch sein, dass der Betreffende genau über seine Situation Bescheid weiss, und unzufrieden und verzweifelt ist. Aber weil ihm seine Probleme übermächtig erscheinen, bleibt er eben dabei. Oder man versucht auszusteigen, schafft es nicht und ist dann noch derpimierter... Das geht dann bis hin zu Selbstmord(-gedanken).
Zu helfen ist da nicht einfach.
Hier übrigens ein interessanter "Erfahrungsbericht". Leider ist das nicht übertrieben (ob es wahr ist, weiss ich aber natürlich nicht):
LinkVermutlich könnte ich da noch einiges schreiben, aber ich bin ja auch kein Fachmann oder Psychologe, das waren jetzt nur meine Beobachtungen
Und ich will euch auch nicht zulabern

(ok, ist wohl schon passiert

)
lg
Christian
PS: Manchmal kriege ich echt Agressionen, weil die Spielehersteller (wie Blizzard von WoW) immer wieder Updates und Erweiterungen rausbringen, um ihre Spieler zu "versorgen" und "zufrieden zu stellen". Das finde ich echt verantwortungslos!