Der goldene Schnitt - Fototechnik Tutorial

1. Einleitung



Der goldene Schnitt ist eine mathematische Proportion, die es seit der Antike gibt und Bildern eine besondere Wirkung verleiht.
Ich werde nun nicht auf Zahlenverhältnisse und ähnliche Dinge eingehen, sondern erkläre möglichst einfach und mit Beispielen auf den Punkt gebracht den goldenen Schnitt, welcher auch "Drittelteilung" genannt wird.


Zunächst aber mal die Gliederung, damit alles schön übersichtlich bleibt:

Gliederung:
1. Einleitung (haben wir genau JETZT hinter uns)
2. Der goldene Schnitt
3. Schlusssatz


2. Der goldene Schnitt


Bei diesem Begriff handelt es sich um eine so genannte Bildgestaltungsregel. Diese besagt, dass ein Motiv nicht mittig, sondern an den äußeren Dritteln angeordnet werden soll.

ABER!

Mache dich nicht zum Sklaven irgendwelcher Regeln und Zahlenverhältnisse. Es reicht völlig aus, irgendwie mal was von einem Drittel gehört zu haben und, dass das Bild seine Wirkung entfaltet, wenn das Hauptmotiv irgendwo auf eines dieser Drittel zu finden ist.
Der wahrscheinlich häufigste Fehler von Anfängerfotografen ist, dass sie ihr Hauptmotiv zentrieren, wodurch ihr Bild in den meisten Fällen eher langweilig wirkt. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.
Ob das Motiv jetzt zwei Millimeter zu weit rechts vom Drittel ist, ist völlig egal. Dazu siehe auch folgende Beispiele:




Die Lok ist rechts im Bild und zeigt in das Bild hinein. Man stellt sich vor, wie sie weiter ins Bild hinein fährt, den Schienen entlang. Sie ist Blickfang, bevor das Auge den restlichen Zug entlangwandert, der sich im Hintergrund über die Gleise schlängelt.



Hier mal ein typischer Schnappschuss: Die Lok in der Mitte. Sie scheint still zu stehen. Der Blick fällt zwar sofort auf die Lok, schweift jedoch nach rechts ins Leere ab. Der restliche Zug wird zunächst gar nicht wahrgenommen.



Hier nochmal ein Bild, wo die Drittelteilung gut zum Tragen kommt.



Oder doch lieber so?




Eine Ausnahme: Durch die T-Form des Artisten kommt die Mittelposition sehr gelegen. Hier würde man niemals strikt nach der Drittelteilung vorgehen.


Viele Kameras haben die Möglichkeit, ein Raster im Display/Sucher einzublenden. Dieses dient nicht nur der perfekten Ausrichtung in der Horizontal- und Vertikalachse, sondern ist eine Hilfe beim Finden des goldenen Schnittes.

Fazit:

Man muss den goldenen Schnitt im Repertoir haben, er ist aber kein Gesetz und lässt sich bei vielen Aufnahmen nicht umsetzen. Trotzdem hilft der goldene Schnitt dem Fotografen beim suchen der perfekten Position für sein zu fotografierendes Objekt.
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1 Kommentar

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Lars Boob am 26.05.2013, 10:58 zuletzt editiert am 26.05.2013, 11:01
Goldener Schnitt und Drittelteilung sind nicht das Gleiche. Hier geht es eher um die Drittel-Teilung und nicht um den goldenen Schnitt.
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Ich bin ein 23-jähriger verträumter Medieninformatikstudent, der sehr großes Interesse an der Fotografie und generell an Grafikdesign hegt. Momentan verbringe ich mein Praxissemester in Berlin und arbeite im Bereich Projektmanagement und Fotografie.
  • Angelegt05.07.2009