Cinema 4d

Dynamics - Einstiegs Tutorial (Cinema 4d Tutorial)

Tutorial erstellt von Toadie, letzte Änderung am 23.10.2007

Vorraussetzungen:

Cinema 4D + Dynamics Modul und ca. 10 Minuten Zeit ;)



Aller Anfang ist leicht


Zunächst erstellen wir eine Ebene mit den Maßen wie in Abbildung 1.
Die Unterteilung in den Voreinstellungen (Attributemanager) wird bewusst von 20 auf 1 gesetzt. Warum? Ganz einfach, Dynamics können nur auf Polygonobjekte angewandt werden und je mehr Polygone eine Szene hat, desto länger dauert die Berechnung. Deshalb versuchen wir polygonsparend zu Arbeiten.

Abbildung 1:


Weiter gehts, nachdem die Einstellungen nach Abbildung 1 angepasst wurden, wird die Ebene in ein Grundobjekt konvertiert (C-Taste).
Als Nächstes erstellen wir eine Kugel und ändern den Radius auf 50 und die Unterteilung auf 12. Hier könnte man genauso gut auch die Voreinstellung belassen. Das bleibt euch überlasse, aber wenns schneller gehen soll oder ihr einen nicht so leistungsstarken PC oder Mac habt, ist eine kleinere Unterteilung sinnvoll.
Konvertiert die Kugel nun auch in ein Grundobjekt und setzt die Y-Koordinate auf 50, damit die Kugel auch auf der Ebene aufliegt. Kopiert diese Kugel nun 3 mal.
Nun ordnen wir die 4 Kugeln folgendermassen an:

Kugel 1: X=50, Y=50, Z=-50
Kugel 2: X=-50, Y=50, Z=-50
Kugel 3: X=-50, Y=50, Z=50
Kugel 4: X=50, Y=50, Z=50

Jetzt erstellen wir eine weitere Kugel und geben ihr ebenfalls die gleichen Werte für den Radius und die Unterteilung wie bei der ersten Kugel. Den Wert für die Y-Koordinate werden wir auf 600 setzen. Alles andere bleibt unverändert.


Dynamic kommt ins Spiel


So nun kommt der eigentliche Teil, wir werden unseren 6 Objekten physikalische Eigenschaften verpassen. Keine Angst, auch für Physik-5-Schüler ist das kein Problem (bin selber einer).
Als erstes erzeugen wir ein sogenanntes Simulations-Objekt, siehe Abbildung 2.

Abbildung 2:


Unter diesem Objekt werden später alle anderen Objekte, auf die Dynamics einwirken sollen, unterordnen.
Die Einstellungen für das Simulations-Objekt können so übernommen werden.
Die Rot umrandeten Einstellungen in Abbildung 3 geben die Anfangs- und Endzeit des Dynamicswirkungsbereichs an. Beispiel: Eine Animation soll 200 Bilder (8 Sekunden wenn die Bilderrate 25 Bilder/Sek. beträgt) lang sein, die Dynamics-Objekte sollen aber nur von Bild 50 bis Bild 150 ablaufen. Also wieso die für die kompletten 200 Bilder berechnen lassen wenn es nicht nötig ist?
In unserem fall reicht die Voreinstellung aber aus, gegebenenfalls kann der Stop-Wert auf 100 erhöht werden.

Abbildung 3:


Nun erstellen wir ein Gravitations-Objekt (Abbildung 4), welches, man kann es sich denken, die Gravitation, die auf die Objekte wirkt, simuliert.

Abbildung 4:


Abbildung 5:


Die Einstellungen können ebenfalls unverändert bleiben. Abbildung 5 zeigt die wohl wichtigsten Parameter des Gravitations-Objekt's. Hier kann die Stärke der herrschenden Gravitation geändert werden. Wir belassen es aber wie gesagt bei der Voreinstellung.

Jetzt ordnen wir alle Objekte dem Simulations-Objekt unter, siehe Abbildung 6.

Abbildung 6:


Wir selektieren alle Polygon-Objekte im Objekt-Manager (Abbildung 6) und verpassen ihnen den Tag Rigid Body Dynamic (Abbildung 7).

Abbildung 7:


Dieser Tag ist äußerst wichtig. Unter anderem kann dort die Masse des jeweiligen Objekts eingestellt werden.
Wir selektieren alle Rigid Body Dynamic-Tags und stellen die Kollisionsabfrage auf "voll", siehe Abbildung 8.
Ohne Kollisionsabfrage wären die Objekte durchlässig.

Abbildung 8:


Als nächstes selektieren wir den Rigid Body Dynamic Tag unserer Ebene und geben ihr eine Gesamtmasse von 0. Würden wir dies bei 1 belassen, würde die Ebene nach unten fallen und somit den Gesetzen der Gravitation folgen. Das wollen wir aber nicht, da die Ebene als Boden dient, damit die anderen Objekte ebenfalls nicht ins Unendliche fallen.

Abbildung 9:


So, damit wären wir fast am Ende. Jetzt müssen wir nur noch die Dynamics berechneen lassen. Dies kann unter Umständen etwas dauern, was auf die Rechenleistung des verwendeten Computers drauf ankommt. Die Berechnung wie in Abbildung 10 beschrieben starten und warten...
Danach kann man sich das Ergebnis ansehen, in dem man auf Play drückt. In der Editor Ansicht kann dies zuweilen sehr langsam geschehen. Aber das macht nichts, nun können wir unsere fertige Animation als Video rendern. Wie das geht beschreibe ich an dieser Stelle aber nicht.

Das könnt ihr in einem anderen Tutorial auf der-webdesigner.net nachlesen: Animationen richtig rendern

Abbildung 10:


Ich hoffe dieses Tutorial gab einen kleinen Einblick in die Welt der Dynamics. Spielt ruhig ein wenig mit den Einstellungen herum.

>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Tutorial? Hier gehts zum Forum!

Impressum / Datenschutzerklärung          © der-Webdesigner.net 2002 - 2008           top ▲