Photoshop
Cinema 4d
Fotografie
Weitere Grafiksoftware
HTML / CSS
JavaScript
Flash
PHP
Webserver
Sonstige
Erde-Sonne-Animations-Tutorial (Cinema 4d Tutorial)
Tutorial erstellt von Herbie in Cinema 4D Release 9, letzte Änderung am 11.06.2009
Erde-Sonne-Animations-Tutorial
In Wirklichkeit geht die Sonne ja nicht auf, sondern wird beim Betrachten von außen durch die weiterwandernde Erde sichtbar. In Bezug auf unser Sonnensystem ist die Sonne ja das unbewegte Zentrum; sie bewegt sich aber in Bezug auf unsere Milchstraße = Galaxie. Und mit dieser Galaxie bewegt sie sich im All, das sich ja bekanntlich kontinuierlich ausdehnt, zumindest zur Zeit (und für die nächsten paar Millionen Jahre). Soviel zur Astronomie.
Diese Tatsachen ignorieren wir in unserer Animation und erzielen das Ergebnis, indem wir die Sonne auf einem Kreis um die Erde wandern lassen. So ersparen wir uns den Aufwand, eine Kamera zu erzeugen, die wir im Objektmanager dem Objekt Erde unterordnen und somit die Erdrotation mitmachen lassen. (Wer das vorbeiwandernde Sternenmeer allerdings mit in der Animation haben möchte, sollte doch so vorgehen.) Gleichzeitig lernen wir damit die oftmals sehr nützliche Methode, ein Objekt an einem Spline entlang zu animieren. Ich habe alle Schritte in Cinema Release 9 gemacht. Generell werde ich alles, was man nicht machen muß, nicht erwähnen.
Ok - los geht's! Wir rufen das Grundobjekt (Primitive) Kugel auf, benennen es im Objektmanager durch Doppelklick auf das Wort Kugel in Erde um und vergrößern den Radius im Attribute-Manager auf 250. Im Material-Manager wählen wir Datei->Neues Material und doppelklicken darauf. Es öffnet sich der Material-Editor. Im rechten Feld klicken wir auf das kleine schwarze Dreieck neben dem Wort Textur und wählen da Oberflächen->Erde. Anschließend im linken Feld auf Relief klicken und wie vorhin Oberflächen->Erde auswählen. den Wert für Relief ruhig etwas erhöhen. (Natürlich könnte man in beiden Kanälen auch das Bild einer realistischen Erdtextur verwenden. Oder nach diesem Tutorial vorgehen: Planetentutorial)
Bild1
Bevor wir nun aber dieses Material per DragandDrop der Erde zuordnen, erzeugen wir eine Kopie der Erde, indem wir im Objektmanager bei gedrückter Strg-Taste auf das Wort Erde klicken und die Maus ein kleines Stück nach unten ziehen. Diese Kopie benennen wir im Objektmanager durch Doppelklick auf das Wort Erde in Atmosphäre um und vergrößern den Radius im Attribute-Manager auf 255.
Nun können wir der Erde ihr Material zuweisen und klicken danach im Material-Manager auf Datei->Shader->Nebel, um das Material für die Atmosphären-Kugel zu erzeugen. (Auch dafür gäbe es verschiedene Möglichkeiten.) Die Materialeigenschaften dieses Nebels ändern wir wie folgt:
Farbe : R/G/B 242/242/255
Samples:12
Frequenz: 1.17/0.89/0.87
Typ: Exponential
Dichte: 90 %
Turbulenz: 50 %
Bild2
Und schon könne wir auch dieses Material zuweisen - der Atmosphäre natürlich. Es sieht nach einem schnellen Testrender (Strg + R) aber noch nicht gut aus, deshalb ändern wir die Winkel der Atmosphären-Kugel in:
P: 46
B: -83.594
Nun könne wir die Sonne bauen. Sie muß sichtbar sein, strahlen und beleuchten. Deshalb vereinen wir zwei Lichtquellen an einem Punkt. Es wäre auch möglich, alle notwendigen Einstellungen in einer einzigen Lichtquelle vorzunehmne, aber so läßt sich die Sichtbarkeit einfacher getrennt von der Beleuchtung bearbeiten.
Also klicken wir einfach zweimal auf das Lichtsymbol-Icon oben in der Menüleiste. Das erste der beiden Lichter benennen wir in Sonne um, das zweite Licht schieben wir im Objektmanager in die Sonne, so daß es zu einem Unterobjekt der Sonne wird.
Bild3
Die Sonne selbst erhält nur einen harten Schatten, ansonsten müssen wir nichts weiter einstellen. Anders beim sichtbaren Licht.
Im Attribute-Manager stellen wir folgende Eigenschaften dieses Lichts ein:
Farbe R/G/B 255/216/127
Helligkeit 250 %
Sichtbares Licht: Sichtbar
Keine Lichtabstrahlung aktivieren
Bild4
Nach einem Klick auf Sichtbarkeit stellen wir hier folgendes ein:
Innere Distanz 40
Äußere Distanz 200
Nach einem Klick auf Linsen stellen wir hier folgendes ein:
Glühen: Benutzerdefiniert
Dann auf Bearbeiten klicken und bei Element 1 Typ 2 auswählen. Die Größe auf 5 % stellen und die Farbe auf R/G/B 20/20/20 ändern. Dann bei Element 2 Typ 4 auswählen und die Größe auf 3 % stellen. Hier wählen wir als Farbe R/G/B 255/150/150. Unter Halo Inaktiv auswählen.
Ganz unten bei Strahlen (Element 1) stellen wir die Größe auf 10 % und wählen als Farbe R/G/B 85/85/85.
Auf der rechten Seite stellen wir die Dicke auf 25 %, die Strahlen auf 10 und deaktivieren die Zufällige Verteilung.
Bild5
Alle Objekte sind nun fertig, und wir können uns ans Animieren machen. Wie eingangs erwähnt wollen wir die Sonne entlang einem Kreis-Spline wandern lassen.
Also rufen wir Objekte->Spline-Grundobjekte->Kreis auf und stellen dessen Radius auf 12000.(In Wirklichkeit müßte dieser Radius viel, viel größer sein, aber eine maßstabsgetreue Abbildung des Weltalls ist ja hier nicht unser Ziel.)
Ausserdem stellen wir den Spline von "Ebene XY" auf "XZ" um.
Wir müssen nun noch den P-Winkel dieses Kreises auf 12 und den B-Winkel auf -28 stellen, damit unsere Sonne am Anfang der Animation auch hinter der Erde versteckt ist.
Nun klicken wir mit der rechten Maustaste im Objektmanager auf das Objekt Sonne und wählen Cinema 4D Tags/Auf Spline ausrichten. Ein Klick auf das Tag-Symbol öffnet den Eigenschaften-Dialog im Attribute-Manager. Wir vergewissern uns, daß der Schieber der Zeitleiste auf Bild 0 steht, wählen bei Position 38 % und klicken mit gedrückter Strg-Taste auf das ganz kleine Kreischen links neben dem Wort Position. Sogleich wandelt sich dieses Kreischen in einen dicken roten Punkt. Damit haben wir unseren ersten Key gesetzt.
Bild5-2
Nun schieben wir den Schieber der Zeitleiste ans Ende zum letzten Bild. Bei der Position stellen wir 10 % ein und klicken zum Erzeugen des zweiten Keys wieder mit gedrückter Strg-Taste auf das ganz kleine Kreischen links neben dem Wort Position.
Diese Werte für Position sind eigentlich etwas ungewöhnlich, denn normalerweise beginnt eine solche Spline-Animation eher bei Position 0 und endet bei einem höheren Wert bzw. beim Endwert 100. Aber in unserem Fall ist es nun mal nicht so. Wenn wir nun den Zeitleisten:schieber auf Bild 0 zurückstellen und die Animation abspielen, sehen wir schon die Bewegung der Sonne.
Das reicht uns aber noch nicht, denn wir sind es ja gewohnt, daß sich die Erde auch noch ein bißchen dreht. Das erreichen wir mit einer konventionellen Key-Animation. Weil wir nur Winkel animieren wollen, deaktivieren wir unter den Symbolen rechts neben der Zeitleiste das 12., 13. und 15. Symbol, so daß nur noch die Aufnahmefunktion für Winkel aktiv ist.
Bild6
Wenn der Schieber der Zeitleiste wieder auf Bild 0 steht, aktivieren wir das Objekt Erde und klicken auf das 9. Symbol rechts neben der Zeitleiste, das ist der Aufnahmeknopf. Nun schieben wir den Schieber der Zeitleiste wieder ans Ende zum letzten Bild. Für den H-Winkel der Erde stellen wir 20 und für den P-Winkel 4 ein, klicken auf Anwenden (oder mit Enter-Taste bestätigen) und klicken wieder auf den roten Aufnahmeknopf. Damit haben wir für die Erde zwei Winkelkeys gesetzt, die die Erde in eine langsame Rotation von West nach Ost versetzen.
Damit unsere Atmosphäre mit den Wolken diese Rotation auch mitmacht, aber nicht exakt genauso, machen wir für die Winkel-Animation der Atmosphäre zunächst dasselbe: Wenn der Schieber der Zeitleiste wieder auf Bild 0 steht, aktivieren wir das Objekt Atmosphäre und klicken auf das 9. Symbol rechts neben der Zeitleiste, das ist der Aufnahmeknopf. Nun schieben wir den Schieber der Zeitleiste wieder ans Ende zum letzten Bild. Für den H-Winkel der Atmosphäre stellen wir 15 und für den P-Winkel 49 ein, klicken auf Anwenden (oder mit Enter-Taste bestätigen) und klicken wieder auf den roten Aufnahmeknopf.
Leider ist diese Atmosphäre immer sichtbar, auch wenn sie gar nicht beleuchtet ist. Das müssen wir ändern. Wir rufen das Cinema 4D-Tag Darstellung auf. In den Tag-Eigenschaften aktivieren wir Sichtbarkeit, stellen für das erste Bild 0 % und für das letzte Bild 100 % ein und setzen die Keys bei gedrückter Strg-Taste. (Ich habe es etwas differenzierter gemacht, indem ich erst ab dem Moment, wo das Sonnenlicht die Erde zu beleuchten beginnt, die Sichtbarkeit der Atmosphäre innerhalb von 5 Bildern von 0 auf 10 % ansteigen ließ.)
Fertig ist unsere Animation einer aufgehenden Sonne über dem Planeten Erde.
Wie man im Bild 6 sehen kann, habe ich für die Länge dieser Animation 150 Bilder gewählt, damit sich die Sonne nicht so schnell bewegt. Auf je mehr Bilder man eine Bewegung verteilt, desto langsamer läuft sie natürlich ab. Leider ist es nicht so simpel, eine Animationsdauer nachträglich durch Bearbeiten->Projekteinstellungen zu verlängern. Man hat dann zwar mehr Bilder (Frames) eingestellt, die Animation läuft aber nach wie vor nur im bisherigen Bereich ab. Um auch die Animation auf die neue Länge zu bringen, muß man im Fenster Zeitleiste erstens die Länge der Animations-Sequenzen auf die neue Länge bringen und dann die End-Keys an die neuen Endpunkte der Sequenzen setzen. Oder man setzt die Endkeys mit dem Aufnahmeknopf neu, dann muß man aber trotzdem noch die vorherigen Endkeys im Fenster Zeitleiste löschen. Noch heikler ist es, den End-Key der Spline-Position neu zu setzen. Man muß erst wieder bei aktiviertem An-Spline-Ausrichten-Tag zu Bild 100 gehen, den Key durch Anklicken des roten Punkts neben dem Wort Position bei gedrückter Strg-Taste deaktivieren, dann den Schieber der Zeitleiste zum neuen Endbild schieben und bei gedrückter Strg-Taste den neuen Endkey setzen.
Nun möchten wir die Animation natürlich rendern und damit ein kleines Video erzeugen. Dazu rufen wir Rendern->Render-Voreinstellungen auf.
Unter Allgemein stellen wir bei Anti-Aliasing Bestes ein.
Unter Ausgabe stellen wir bei Dauer Alle Bilder ein. Wer ein größeres Bildformat als die voreingestellten 320x240 möchte, kann das auch ändern.
Unter Speichern wählen wir den Speicherort auf unserer Festplatte und das Videoformat. Der Einfachkeit halber schlag ich QuickTime klein vor; wenn man Avi System wählt, kann man unter Optionen seinen gewünschten Komprimierungskodec auswählen.
Mehr zum Thema Rendern in diesem Tutorial: Animationen richtig rendern.
Und wer alles richtig gemacht hat, kann nun nach Drücken von Rendern->Im Bildmanager rendern (oder Umschalttaste + R) zuschauen, wie alle Bilder der Animation eins nach dem andern gerendert werden. Dann das fertige Filmchen öffnen und freuen!
Hier ist meine Projektdatei: Erde-Sonne-animiert.zip
Hier ist mein Renderergebnis: Erde-Sonne-Animation.zip
Twittern
>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Tutorial? Hier gehts zum Forum!
Ein Animations-Tutorial für Anfänger, in dem das Aufgehen der Sonne am Erdhorizont simuliert wird.
Einleitung
In Wirklichkeit geht die Sonne ja nicht auf, sondern wird beim Betrachten von außen durch die weiterwandernde Erde sichtbar. In Bezug auf unser Sonnensystem ist die Sonne ja das unbewegte Zentrum; sie bewegt sich aber in Bezug auf unsere Milchstraße = Galaxie. Und mit dieser Galaxie bewegt sie sich im All, das sich ja bekanntlich kontinuierlich ausdehnt, zumindest zur Zeit (und für die nächsten paar Millionen Jahre). Soviel zur Astronomie.
Diese Tatsachen ignorieren wir in unserer Animation und erzielen das Ergebnis, indem wir die Sonne auf einem Kreis um die Erde wandern lassen. So ersparen wir uns den Aufwand, eine Kamera zu erzeugen, die wir im Objektmanager dem Objekt Erde unterordnen und somit die Erdrotation mitmachen lassen. (Wer das vorbeiwandernde Sternenmeer allerdings mit in der Animation haben möchte, sollte doch so vorgehen.) Gleichzeitig lernen wir damit die oftmals sehr nützliche Methode, ein Objekt an einem Spline entlang zu animieren. Ich habe alle Schritte in Cinema Release 9 gemacht. Generell werde ich alles, was man nicht machen muß, nicht erwähnen.
Modellierung & Texturierung
Ok - los geht's! Wir rufen das Grundobjekt (Primitive) Kugel auf, benennen es im Objektmanager durch Doppelklick auf das Wort Kugel in Erde um und vergrößern den Radius im Attribute-Manager auf 250. Im Material-Manager wählen wir Datei->Neues Material und doppelklicken darauf. Es öffnet sich der Material-Editor. Im rechten Feld klicken wir auf das kleine schwarze Dreieck neben dem Wort Textur und wählen da Oberflächen->Erde. Anschließend im linken Feld auf Relief klicken und wie vorhin Oberflächen->Erde auswählen. den Wert für Relief ruhig etwas erhöhen. (Natürlich könnte man in beiden Kanälen auch das Bild einer realistischen Erdtextur verwenden. Oder nach diesem Tutorial vorgehen: Planetentutorial)
Bild1

Bevor wir nun aber dieses Material per DragandDrop der Erde zuordnen, erzeugen wir eine Kopie der Erde, indem wir im Objektmanager bei gedrückter Strg-Taste auf das Wort Erde klicken und die Maus ein kleines Stück nach unten ziehen. Diese Kopie benennen wir im Objektmanager durch Doppelklick auf das Wort Erde in Atmosphäre um und vergrößern den Radius im Attribute-Manager auf 255.
Nun können wir der Erde ihr Material zuweisen und klicken danach im Material-Manager auf Datei->Shader->Nebel, um das Material für die Atmosphären-Kugel zu erzeugen. (Auch dafür gäbe es verschiedene Möglichkeiten.) Die Materialeigenschaften dieses Nebels ändern wir wie folgt:
Farbe : R/G/B 242/242/255
Samples:12
Frequenz: 1.17/0.89/0.87
Typ: Exponential
Dichte: 90 %
Turbulenz: 50 %
Bild2

Und schon könne wir auch dieses Material zuweisen - der Atmosphäre natürlich. Es sieht nach einem schnellen Testrender (Strg + R) aber noch nicht gut aus, deshalb ändern wir die Winkel der Atmosphären-Kugel in:
P: 46
B: -83.594
Beleuchtung
Nun könne wir die Sonne bauen. Sie muß sichtbar sein, strahlen und beleuchten. Deshalb vereinen wir zwei Lichtquellen an einem Punkt. Es wäre auch möglich, alle notwendigen Einstellungen in einer einzigen Lichtquelle vorzunehmne, aber so läßt sich die Sichtbarkeit einfacher getrennt von der Beleuchtung bearbeiten.
Also klicken wir einfach zweimal auf das Lichtsymbol-Icon oben in der Menüleiste. Das erste der beiden Lichter benennen wir in Sonne um, das zweite Licht schieben wir im Objektmanager in die Sonne, so daß es zu einem Unterobjekt der Sonne wird.
Bild3

Die Sonne selbst erhält nur einen harten Schatten, ansonsten müssen wir nichts weiter einstellen. Anders beim sichtbaren Licht.
Im Attribute-Manager stellen wir folgende Eigenschaften dieses Lichts ein:
Farbe R/G/B 255/216/127
Helligkeit 250 %
Sichtbares Licht: Sichtbar
Keine Lichtabstrahlung aktivieren
Bild4

Nach einem Klick auf Sichtbarkeit stellen wir hier folgendes ein:
Innere Distanz 40
Äußere Distanz 200
Nach einem Klick auf Linsen stellen wir hier folgendes ein:
Glühen: Benutzerdefiniert
Dann auf Bearbeiten klicken und bei Element 1 Typ 2 auswählen. Die Größe auf 5 % stellen und die Farbe auf R/G/B 20/20/20 ändern. Dann bei Element 2 Typ 4 auswählen und die Größe auf 3 % stellen. Hier wählen wir als Farbe R/G/B 255/150/150. Unter Halo Inaktiv auswählen.
Ganz unten bei Strahlen (Element 1) stellen wir die Größe auf 10 % und wählen als Farbe R/G/B 85/85/85.
Auf der rechten Seite stellen wir die Dicke auf 25 %, die Strahlen auf 10 und deaktivieren die Zufällige Verteilung.
Bild5

Animation
Alle Objekte sind nun fertig, und wir können uns ans Animieren machen. Wie eingangs erwähnt wollen wir die Sonne entlang einem Kreis-Spline wandern lassen.
Also rufen wir Objekte->Spline-Grundobjekte->Kreis auf und stellen dessen Radius auf 12000.(In Wirklichkeit müßte dieser Radius viel, viel größer sein, aber eine maßstabsgetreue Abbildung des Weltalls ist ja hier nicht unser Ziel.)
Ausserdem stellen wir den Spline von "Ebene XY" auf "XZ" um.
Wir müssen nun noch den P-Winkel dieses Kreises auf 12 und den B-Winkel auf -28 stellen, damit unsere Sonne am Anfang der Animation auch hinter der Erde versteckt ist.
Nun klicken wir mit der rechten Maustaste im Objektmanager auf das Objekt Sonne und wählen Cinema 4D Tags/Auf Spline ausrichten. Ein Klick auf das Tag-Symbol öffnet den Eigenschaften-Dialog im Attribute-Manager. Wir vergewissern uns, daß der Schieber der Zeitleiste auf Bild 0 steht, wählen bei Position 38 % und klicken mit gedrückter Strg-Taste auf das ganz kleine Kreischen links neben dem Wort Position. Sogleich wandelt sich dieses Kreischen in einen dicken roten Punkt. Damit haben wir unseren ersten Key gesetzt.
Bild5-2

Nun schieben wir den Schieber der Zeitleiste ans Ende zum letzten Bild. Bei der Position stellen wir 10 % ein und klicken zum Erzeugen des zweiten Keys wieder mit gedrückter Strg-Taste auf das ganz kleine Kreischen links neben dem Wort Position.
Diese Werte für Position sind eigentlich etwas ungewöhnlich, denn normalerweise beginnt eine solche Spline-Animation eher bei Position 0 und endet bei einem höheren Wert bzw. beim Endwert 100. Aber in unserem Fall ist es nun mal nicht so. Wenn wir nun den Zeitleisten:schieber auf Bild 0 zurückstellen und die Animation abspielen, sehen wir schon die Bewegung der Sonne.
Das reicht uns aber noch nicht, denn wir sind es ja gewohnt, daß sich die Erde auch noch ein bißchen dreht. Das erreichen wir mit einer konventionellen Key-Animation. Weil wir nur Winkel animieren wollen, deaktivieren wir unter den Symbolen rechts neben der Zeitleiste das 12., 13. und 15. Symbol, so daß nur noch die Aufnahmefunktion für Winkel aktiv ist.
Bild6

Wenn der Schieber der Zeitleiste wieder auf Bild 0 steht, aktivieren wir das Objekt Erde und klicken auf das 9. Symbol rechts neben der Zeitleiste, das ist der Aufnahmeknopf. Nun schieben wir den Schieber der Zeitleiste wieder ans Ende zum letzten Bild. Für den H-Winkel der Erde stellen wir 20 und für den P-Winkel 4 ein, klicken auf Anwenden (oder mit Enter-Taste bestätigen) und klicken wieder auf den roten Aufnahmeknopf. Damit haben wir für die Erde zwei Winkelkeys gesetzt, die die Erde in eine langsame Rotation von West nach Ost versetzen.
Damit unsere Atmosphäre mit den Wolken diese Rotation auch mitmacht, aber nicht exakt genauso, machen wir für die Winkel-Animation der Atmosphäre zunächst dasselbe: Wenn der Schieber der Zeitleiste wieder auf Bild 0 steht, aktivieren wir das Objekt Atmosphäre und klicken auf das 9. Symbol rechts neben der Zeitleiste, das ist der Aufnahmeknopf. Nun schieben wir den Schieber der Zeitleiste wieder ans Ende zum letzten Bild. Für den H-Winkel der Atmosphäre stellen wir 15 und für den P-Winkel 49 ein, klicken auf Anwenden (oder mit Enter-Taste bestätigen) und klicken wieder auf den roten Aufnahmeknopf.
Leider ist diese Atmosphäre immer sichtbar, auch wenn sie gar nicht beleuchtet ist. Das müssen wir ändern. Wir rufen das Cinema 4D-Tag Darstellung auf. In den Tag-Eigenschaften aktivieren wir Sichtbarkeit, stellen für das erste Bild 0 % und für das letzte Bild 100 % ein und setzen die Keys bei gedrückter Strg-Taste. (Ich habe es etwas differenzierter gemacht, indem ich erst ab dem Moment, wo das Sonnenlicht die Erde zu beleuchten beginnt, die Sichtbarkeit der Atmosphäre innerhalb von 5 Bildern von 0 auf 10 % ansteigen ließ.)
Fertig ist unsere Animation einer aufgehenden Sonne über dem Planeten Erde.
Wie man im Bild 6 sehen kann, habe ich für die Länge dieser Animation 150 Bilder gewählt, damit sich die Sonne nicht so schnell bewegt. Auf je mehr Bilder man eine Bewegung verteilt, desto langsamer läuft sie natürlich ab. Leider ist es nicht so simpel, eine Animationsdauer nachträglich durch Bearbeiten->Projekteinstellungen zu verlängern. Man hat dann zwar mehr Bilder (Frames) eingestellt, die Animation läuft aber nach wie vor nur im bisherigen Bereich ab. Um auch die Animation auf die neue Länge zu bringen, muß man im Fenster Zeitleiste erstens die Länge der Animations-Sequenzen auf die neue Länge bringen und dann die End-Keys an die neuen Endpunkte der Sequenzen setzen. Oder man setzt die Endkeys mit dem Aufnahmeknopf neu, dann muß man aber trotzdem noch die vorherigen Endkeys im Fenster Zeitleiste löschen. Noch heikler ist es, den End-Key der Spline-Position neu zu setzen. Man muß erst wieder bei aktiviertem An-Spline-Ausrichten-Tag zu Bild 100 gehen, den Key durch Anklicken des roten Punkts neben dem Wort Position bei gedrückter Strg-Taste deaktivieren, dann den Schieber der Zeitleiste zum neuen Endbild schieben und bei gedrückter Strg-Taste den neuen Endkey setzen.
Rendern
Nun möchten wir die Animation natürlich rendern und damit ein kleines Video erzeugen. Dazu rufen wir Rendern->Render-Voreinstellungen auf.
Unter Allgemein stellen wir bei Anti-Aliasing Bestes ein.
Unter Ausgabe stellen wir bei Dauer Alle Bilder ein. Wer ein größeres Bildformat als die voreingestellten 320x240 möchte, kann das auch ändern.
Unter Speichern wählen wir den Speicherort auf unserer Festplatte und das Videoformat. Der Einfachkeit halber schlag ich QuickTime klein vor; wenn man Avi System wählt, kann man unter Optionen seinen gewünschten Komprimierungskodec auswählen.
Mehr zum Thema Rendern in diesem Tutorial: Animationen richtig rendern.
Und wer alles richtig gemacht hat, kann nun nach Drücken von Rendern->Im Bildmanager rendern (oder Umschalttaste + R) zuschauen, wie alle Bilder der Animation eins nach dem andern gerendert werden. Dann das fertige Filmchen öffnen und freuen!
Hier ist meine Projektdatei: Erde-Sonne-animiert.zip
Hier ist mein Renderergebnis: Erde-Sonne-Animation.zip
>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Tutorial? Hier gehts zum Forum!