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Cinema 4D Splines Teil 2 (Cinema 4d Tutorial)
Tutorial erstellt von Andreas, letzte Änderung am 07.01.2008
Voraussetzungen
Cinema 4D R6 (+)
Grundkenntnisse Cinema4D
keine Module
Willkommen zum 2.Teil des Spline- Tutorials auf dW. Nachdem ihr euch im ersten Teil durch die Spline- Erzeugung quälen musstet, wenden wir uns einmal den ersten Spline- Grundobjekten zu. Die übrigen folgen im dritten Teil.
Grundobjekte haben parametrische Grundeigenschaften. Das trifft auch für die Spline- Grundobjekte zu. Es wäre freilich müssig, gängige Formen selber erschaffen zu müssen. Aber auch für die Animation ergeben sich vielfältigste Vorteile: Die meisten parametrischen Grundeigenschaften können gekeyt werden. Aus einem Extrude-Nurbs mit darunter liegender N-Eck-Spline kann also ein Dreieck, ein Viereck etc werden. Daher immer folgende Vorüberlegung (wie oft predigt man das *g*) : Zerlege dein Objekt, deine Aufgabe. Es macht keinen Sinn, eine Grundspline zu konvertieren, um nachher festzustellen, dass man hätte gern den Radius oder die Anzahl der Zahnräder während der Animation geändert...denn: nach dem Konvertieren sind die parametrischen Eigenschaften entfallen!
Spline-Grundobjekte und parametrische Eigenschaften
Die Stern-Spline
Wie bei jedem Grund-Objekt erscheinen die parametrischen Eigenschaften nach Aufruf des Objektes rechts im Attributenmanager. Die parametrischen Eigenschaften variieren freilich von Objekt zu Objekt. Man sollte also zunächst überlegen, ob man nicht ein Spline-Grundobjekt (oder mehrere) nutzen kann, um die gestellte Aufgabe zu lösen. Unteres Beispiel bedient sich des Grundobjektes "Stern". Betrachten wir die gravierenden Eingriffsmöglichkeiten nur aufgrund der parametrischen Abänderungen (hervorgehoben):


Würde man dieser Spline die folgenden Einstellungen geben, hätte wir im Nu etwa die äußere Form eines Sägeblattes. Rechts ein abschießendes Beispiel der Möglichkeiten mit der Stern-Spline. Hier wurden die Werte allerdings so gewählt, dass sich die Stützpunkte der Spline innerhalb überlappen. (eingekreist). Nur bestimmte Nurbs-Objekte (rechts angedeutet das Sweep-Nurbs) kämen damit noch zurecht, ein Extrude-Nurbs hätte seine Probleme. Aber es könnte zum einen als Animationspfad dienen oder unter einem Extrude-Nurbs als Rohmesh, was nach dem Konvertieren aber bearbeitet werden müsste...

Wir werden sicherlich nicht auf jedwede parametrische Eigenschaften aller Splines eingehen, was es für Auswirkungen hat, haben wir oben anhand der Stern-Spline gesehen. Hier ist Probieren angesagt.
Die Bogen-Spline
Die Bogen-Spline stellt -o Wunder- einen Bogen, mithin einen Kreisausschnitt dar. Sie hat vier Grundtypen zur Auswahl. Durch die parametrischen Winkel ist die Bogen-Spline erste Wahl bei der täglichen Arbeit, wenn es um die Animation von Kreisdiagrammen geht. Hierzu bedienen wir uns des Typs Kreisausschnitt. Durch verschiedene Winkeleinstellungen sind wir in der Lage, das Wachsen und Schrumpfen auf einfachste Weise darzustellen:


Das abschließende Beispiel zur Bogen- Spline bedient sich des Kreisringes:

Die Rechteck-Spline
Die Rechteck-Spline liefert uns quader- oder rechteckige Formen. Als Besonderheit kann bei diesem Splinetyp eine definierbare Rundung eingestellt werden. Dann werden die Ecken gefast und es entsteht eine weiche Interpolation.

Das einzige Problem, was gern einmal "genommen" wird, ist das nachträgliche Ändern der Ausmaße der Spline. Da es sich bei der Rundung um eine parametrische Eigenschaft handelt, sollte man -um Verzerrungen zu vermeiden- bei Längenänderungen den Attribute-Manager nutzen! Wenn wir einfach das Skalieren- Werkzeug einsetzen, wird die Rundung in die ensprechende Richtung mitskaliert. Ein oft ungewollter Effekt, der darauf beruht, dass zwar optisch die Breite wächst, im Attributen-Manager aber noch das Usrprungsmaß steht. Cinema ist also gehalten, nur den Teil der Rundung mit zu skalieren. Wenn euch also solche Verzerrungen begegnen, überprüft zuerst, ob nicht einfach nur skaliert, sondern per Attribute- Manager die Änderung herbeigeführt wurde.

Die Viereck-Spline
Bei dem nächsten Grundobjekt handelt es sich um das Viereck mit vier Grundtypen.
Bei dem Parallelogramm und dem Trapez ist zudem der Winkel einstellbar. Besonderheiten gibt es hier nicht.

Die n-Eck-Spline
Der Name verrät es schon, es werden n-Ecke mit gleichlangen Seiten generiert.
Die n-Eck hat auch eine aktivierbare Rundung. So kann unter einem Extrude-Nurbs ohne jeglichen Zusatz das Mesh "entkratet" werden: Aktivierte Rundung an der Spline und aktivierte Deckflächen und Rundungen im Extrude-Nurbs lassen alle 90°-Kanten verschwinden... Das n-Eck wird immer wieder gerne für Verkehrszeichen genommen. Wenn man die Seitenzahl "überteibt", erhält man einen Kreis.Das ist aber nur theoretischer Natur, da wir diese Spline ja bereits als Grundobjekt haben.

Die Kreis-Spline
..wird gern unterschätzt und viele rufen sie auf uns ändern meist nur den Radius. Dabei bietet die Kreis-Spline eine Reihe von parametrischen Eigenschaften. Wir können wählen, ob es sich bei der Grundform um einen Kreis oder eine Ellipse handeln und die Spline einen Ring erhalten soll. So sind auch Ellipsenringe darstellbar. Unten einige Beispiele zur Kreisspline:

Soweit zu den ersten Grundobjekten, im nächsten Teil nehmen wir uns der restlichen Grundobjekte an.
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