Cinema 4d

COFFEE Variablen (Cinema 4d Tutorial)

Tutorial erstellt von 3d-grafikzone in ab Cinema4D 9, letzte Änderung am 08.02.2010

Herzlich Willkommen bei meinem ersten C.O.F.F.E.E. Tutorial. In diesem möchte ich euch die Sprache C.O.F.F.E.E. etwas näher bringen. Besonders Anfängern fällt es auf Grund der schlechten Dokumentation, oft schwer einen Einstieg in die Sprache zu finden. Als erstes starten wir den Programmier-Editor in Cinema4D. Die Cinema4D Version sollte dabei keine Rolle spielen, da sich am C.O.F.F.E.E. Syntax in den letzten Jahren kaum etwas geändert hat.

Einleitung: C.O.F.F.E.E Variablen - erste Schritte in C.O.F.F.E.E


Um unsere Programmierumgebung in Cinema4D zu öffnen, erstellt man z.B.: ein Null-Objekt. Diesem weist man mittels eines Klicks auf die rechte Maustaste den C.O.F.F.E.E.-Tag aus dem Cinema4D-Tag Menü zu. Es öffnet sich ein Editor, der nur den folgenden Aufruf enthält:
Code:

main(doc,op)
{
   //beliebiger Kommentar
}


Kommentare im Quelltext, die nicht von Cinema4D ausgeführt werden sollen, beginnen mit einem //

Der Wert „doc“ stellt dabei alle Eigenschaften aus dem Cinema4D Dokument zur Verfügung. „op“ dagegen beschreibt die Eigenschaften, des Objektes, dem der C.O.F.F.E.E.-Tag zugewiesen wurde. In unserem Beispiel beschreibt das „op“ Objekt die Eigenschaften des Null-Objektes.

In den freien Raum unserer main()-Funktion schreiben wir nun unseren Quelltext.


Variablen

Um eine Variable in C.O.F.F.E.E. anzulegen verwendet man den Befehl „var“. Danach folgt der Variablenname. Abschließen muss man jede Anweisung in C.O.F.F.E.E. mit einem Semikolon. Der Variablenname kann aus den Zeichen a-z, A-Z, 0-9 und _(Unterstrich) zusammengesetzt werden. Bei C.O.F.F.E.E. handelt es sich um eine Case-Sensitive Programmiersprache. Dies bedeutet, dass man bei den Variablennamen auf Groß- und Kleinschreibung achten muss.

Code:
main(doc,op)
{
   var MeinVariablenName;
}


Mehrere Variablen können gleichzeitig definiert werden, indem man diese hintereinander mit Komma getrennt aufschreibt.

Code:
main(doc,op)
{
   var Variable1, Variable2, Variable_n;
}


Natürlich kann man auch in C.O.F.F.E.E. Variablen einen Wert zuweisen. Dies geschieht mit dem Gleichheitszeichen.

Code:
main(doc,op)
{
   Variable1   = 5;
   Variable2   = „Mein Mustertext“;
   Variable_n = Variable2;
}


Im obigen Beispiel wird der “Variable1” der Wert 5 zugewiesen. In der nächsten Anweisung wird der „Variable2“ ein Text(String) „Mein Mustertext“ zugewiesen. In der letzten Zeile weisen wir der „Variable_n“ den Wert aus der „Variable2“ zu. Die Variable mit der Bezeichnung „Variable_n“ besitzt nun ebenfalls den Wert:“Mein Mustertext“.


Im nächsten Schritt möchten wir unser Variablen ausgeben. Dazu stellt uns Cinema4D ein extra Fenster zur Verfügung. Man wählt im Menü „Fenster“ die „Konsole“ aus. Es erscheint ein leeres Fenster.
Wir ordnen uns nun beide Fenster so an, dass man beide auf einen Blick überschauen kann.

In C.O.F.F.E.E. steht uns für die Ausgabe zum Beispiel der Befehl println() zur Verfügung. Dieser generiert eine Ausgabe in dem zuletzt geöffneten Konsolenfenster.

Code:
main(doc,op)
{
   var Variable1, Variable2;

   Variable1 = 1234;
   Variable2 = „Mein Text“;

   println( „eine direkte Textausgabe“ );
   println( Variable1 );
   println( Variable2 );
)


In unserer Programmierumgebung finden wir im oberen Bereich 4 Buttons. Der Speichern und Laden Button sind selbsterklärend. Wenn man dagegen auf den Kompilieren Button drückt, wird unser Quelltext auf Fehler untersucht. Im unteren Bereich des Fensters informiert uns nach Betätigen dieses Buttons eine Ausschrift über einen mögliche Fehler in unserem Quelltext(z.B.: ein vergessenes Semikolon) oder es wird uns mitgeteilt, dass keine Fehler gefunden wurden. In diesem Fall klicken wir auf den nebenliegenden Button Ausführen. Daraufhin erscheint in unserem Konsolenfenster eine Ausgabe von 3 Zeilen.

Ausgabe für den obigen Quelltext:
eine direkte Textausgabe
1234
Mein Text  


Anstatt den Ausführen Button zu drücken, hätte man auch das Null-Objekt in unserem Editor bewegen können um eine Ausgabe im Konsolenfenster zu erhalten.



Datentypen

Variablen können verschiedene Werte zugewiesen werden. Einer der grundlegenden Datentypen wird durch „Boolean“ zum Ausdruck gebracht. Diese können den Wert „TRUE“(1) oder „FALSE“(0) annehmen.

Code:
main(doc,op)
{
   var sicherheitspruefung;
   sicherheitspruefung = FALSE;
}


In einem unserer bereits angeführten Beispiele haben wir der „Variable1“ den Wert 1234 zugewiesen. Dabei haben wir unbemerkt auf den Datentyp „Integer“ zurückgegriffen. Diesem Wert weisen wir nur ganzzahlige Werte zu.

Code:
main(doc,op)
{
   var MeineLieblingszahl;
   MeineLieblingszahl = 5;
}


Parallel zu den Integer Werten sollte man in C.O.F.F.E.E. die Fließkommazahlen betrachten. Der Name ist eigentlich selbsterklärend.

Code:
main(doc,op)
{
   var ungeradeZahl;
   ungeradeZahl = 56.7687;
}


Ebenfalls habe wir bereits vom „String“ als Datentyp Gebrauch gemacht. Dabei handelt es sich um Zeichenketten. Man setzt den Text(die Zeichenkette) zwischen Anführungszeichen.

Code:
main(doc,op)
{
   var ersterText;
   ersterText = „Hallo Welt“;
}


Abschließend möchte ich noch das „Array“ betrachten. Hierbei handelt es sich um eine Anzahl von Feldern, die einer einzigen Variable in C.O.F.F.E.E. zugeordnet werden. In der Variablendefinition legen wir mit dem Befehl „new“ fest, dass es sich um ein Array mit 4 Feldern handeln wird. Dieses füllen wir in den nächsten Zeilen mit einem beliebigen Inhalt. Das jeweilige Feld wird über den Zahlenwert, der in den eckigen Klammern hinter dem Variablennamen steht zugeordnet. Bei Arrayfeldern beginnt man immer mit dem Wert „0“ zu zählen. Für die Ausgabe geht man ähnlich vor. Man spricht über genau diesen Zahlen, den Inhalt an, der zuvor auf dieses Feld der Variable "meinArray" gespeichert wurde. In unserem Beispiel wird in die Konsole der Text: „viertes Feld ausgegeben“.

Code:
main(doc,op)
{
   var meinArray = new(array,4);

   meinArray[0] = "erstes Feld";
   meinArray[1] = "zweites Feld";
   meinArray[2] = 3;
   meinArray[3] = "viertes Feld";

   println( meinArray[3] );
}


Das war es auch schon mit dem Tutorial zu C.O.F.F.E.E Variablen in Cinema4D. Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren!

>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Tutorial? Hier gehts zum Forum!

Impressum / Datenschutzerklärung          © der-Webdesigner.net 2002 - 2010           top ▲