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Grundlagen der Bildgestaltung - Teil 1 (Fotografie Tutorial)
Tutorial erstellt von David, letzte Änderung am 30.06.2007
Herzlich willkommen zu meinem ersten Tutorial im Bereich der Fotografie!
Ich möchte euch in diesem ersten Tutorial die wichtigsten Grundlagen der professionellen Fotografie etwas näher bringen.
Fangen wir mit den wichtigsten Mitteln zur Gestaltung an, die direkt beim Fotografieren beachtet werden sollten.
Darunter fällt:
1. Perspektive
2. Tiefenschärfe
3. Bildausschnitt
4. Hintergrund
5. Licht (dieses wird in diesem Tutorial erstmal außer Acht gelassen, da es hierzu noch mindestens ein eigenes Tutorial geben wird!)
Die Perspektive ist mitunter eines der wichtigsten Mittel zu interessanten Umsetzung eines Motivs. Frontale Perspektiven sind für informative Fotos vielleicht geeignet, nicht aber für interessante oder kreative Aufnahmen. Hier ist es beispielsweise besser, besonders Tiefe oder Hohe Standpunkte zu wählen.
Hier ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung:

Rechts ebenfalls schon zu erkennen ist die so genannte Tiefenunschärfe.
Die Tiefenunschärfe ist sehr gut dazu geeignet, das Bildwichtige, vom Hintergrund zu trennen, wenn dieser nicht durch eine einheitliche Fläche erkennbar ist.
Außerdem wirkt es, wie schon oben erwähnt interessanter und macht das Bild stimmiger.
Die Tiefenschärfe ist abhängig von 3 Faktoren:
- der Blende
- der Brennweite
- und dem Abstand zum Motiv
Ist die Blende sehr weit offen, also beispielsweise bei dem Blendenwert 2.8, wird das Bild im Hintergrund stärker unscharf, als das bei weiter geschlossenen Blenden der fall ist. Bei Blende 45 Beispielsweise wird man bei sonst gleichen Bedingungen weitaus mehr Schärfe erreichen können.
Die Schärfe breitet sich zu 1/3 nach Vorne (in Richtung des Fotografen), 2/3 nach Hinten aus.
Die Brennweite beeinflusst die Tiefenschärfe insofern, dass die Tiefenschärfe bei steigenden Brennweiten sinkt. Dementsprechend steigt die Tiefenschärfe bei sinkender Brennweite.
Zu dem Abstand ist zu sagen, dass je größer der Abstand zum Motiv ist, desto mehr Tiefenschärfe wird erreicht. Umso geringer der Abstand ist, umso geringer wird die Tiefenschärfe.
Hier wiederum ein Beispiel, das diesen Effekt zeigt:
Blende: 22 Brennweite: 20mm

Blende: 5.6 Brennweite: 55mm
Grundsätzlich ist zu beachten, dass ein eher enger Bildausschnitt interessanter wirkt. Außerdem ist es so viel einfacher, das Hauptaugenmerk auf das Bildwesentliche zu lenken.
Das Motiv genau in die Mitte zu setzen ist nur in den seltenen Fällen interessant.
Hierzu gibt es eine besondere Einteilung des Bildes, die die optimale Position eines Bildes auf einer 2 Dimensionalen Fläche zeigt.
Diese Einteilung wird „Der goldene Schnitt“ genannt.
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, diesen goldenen Schnitt zu ermitteln.
Hier die einfachste:
Wird ein Blatt Papier (A4) in Länge und Breite in fünf gleiche Teile geteilt, ergeben sich in der Mitte des Bildes vier Schnittpunkte. Verbindet man jeweils zwei dieser Schnittpunkte durch eine Horizontale oder Vertikale, so entstehen insgesamt vier Linien, die jeweils annähernd im Goldenen Schnitt liegen.

Ein gutes Beispiel wäre eine Landschaft. Hier sollte der Horizont um unteren goldenen Schnitt liegen.
Oder auch eine Blume. Sie sollte im Querformat im linken oder rechten goldenen Schnitt liegen.

Der Hintergrund liegt zwar, logischerweise „nur“ im Hintergrund, doch bildet er oft einen sehr großen Teil des Bildes und kann viel zur Gestaltung eines Bildes Beitragen.
Vor allem ist darauf zu achten, dass keine markanten Gegenstände das Bild stören und vom Bildwichtigen ablenken.
Hier ein Beispiel, wie es offenbar nicht sein sollte:

Hier ist deutlich zu erkennen, dass der rote Topf vom "Bildwichtigen", in dem Fall der total interessante Ast, ablenkt.
Derartiges sollte in jedem Fall vermieden werden. Ebenso das Anschneiden von Gegenständen oder Personen im Hintergrund.
Hier gilt: Entweder deutlich oder gar nicht anschneiden.
Ein unruhiger Hintergrund (links) ist fast immer schlechter, als ein neutraler, der keinen Zweifel über das Wichtigste lässt.

Zum Schluss möchte ich noch hinzufügen, dass die Bildbeispiele teilweise natürlich überzeichnet sind, und ich nehme nicht an, dass alle „Nicht-Profis“ derartige Amateurfehler machen. Sollte doch der eine oder andere dabei sein, so hoffe ich besonders er habe in diesem Tutorial etwas gelernt ;)
Auch die Regeln sind lediglich Grundregeln, die natürlich nicht unbedingt befolgt werden müssen, um Bilder professionell wirken zu lassen. Es sind lediglich Richtlinien, die aber der Kreativität nicht im Wege stehen sollten.
Ich hoffe es hat euch gefallen und bitte um konstruktive Kritik, die ich spätestens beim nächsten Tutorial umsetzten werde.
Auf bald,
David
>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Tutorial? Hier gehts zum Forum!
Ich möchte euch in diesem ersten Tutorial die wichtigsten Grundlagen der professionellen Fotografie etwas näher bringen.
Fangen wir mit den wichtigsten Mitteln zur Gestaltung an, die direkt beim Fotografieren beachtet werden sollten.
Darunter fällt:
1. Perspektive
2. Tiefenschärfe
3. Bildausschnitt
4. Hintergrund
5. Licht (dieses wird in diesem Tutorial erstmal außer Acht gelassen, da es hierzu noch mindestens ein eigenes Tutorial geben wird!)
1. Die Perspektive
Die Perspektive ist mitunter eines der wichtigsten Mittel zu interessanten Umsetzung eines Motivs. Frontale Perspektiven sind für informative Fotos vielleicht geeignet, nicht aber für interessante oder kreative Aufnahmen. Hier ist es beispielsweise besser, besonders Tiefe oder Hohe Standpunkte zu wählen.
Hier ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung:

Rechts ebenfalls schon zu erkennen ist die so genannte Tiefenunschärfe.
2. Die Tiefenschärfe / Tiefenunschärfe
Die Tiefenunschärfe ist sehr gut dazu geeignet, das Bildwichtige, vom Hintergrund zu trennen, wenn dieser nicht durch eine einheitliche Fläche erkennbar ist.
Außerdem wirkt es, wie schon oben erwähnt interessanter und macht das Bild stimmiger.
Die Tiefenschärfe ist abhängig von 3 Faktoren:
- der Blende
- der Brennweite
- und dem Abstand zum Motiv
Ist die Blende sehr weit offen, also beispielsweise bei dem Blendenwert 2.8, wird das Bild im Hintergrund stärker unscharf, als das bei weiter geschlossenen Blenden der fall ist. Bei Blende 45 Beispielsweise wird man bei sonst gleichen Bedingungen weitaus mehr Schärfe erreichen können.
Die Schärfe breitet sich zu 1/3 nach Vorne (in Richtung des Fotografen), 2/3 nach Hinten aus.
Die Brennweite beeinflusst die Tiefenschärfe insofern, dass die Tiefenschärfe bei steigenden Brennweiten sinkt. Dementsprechend steigt die Tiefenschärfe bei sinkender Brennweite.
Zu dem Abstand ist zu sagen, dass je größer der Abstand zum Motiv ist, desto mehr Tiefenschärfe wird erreicht. Umso geringer der Abstand ist, umso geringer wird die Tiefenschärfe.
Hier wiederum ein Beispiel, das diesen Effekt zeigt:
Blende: 22 Brennweite: 20mm

Blende: 5.6 Brennweite: 55mm
3. Der Bildausschnitt
Grundsätzlich ist zu beachten, dass ein eher enger Bildausschnitt interessanter wirkt. Außerdem ist es so viel einfacher, das Hauptaugenmerk auf das Bildwesentliche zu lenken.
Das Motiv genau in die Mitte zu setzen ist nur in den seltenen Fällen interessant.
Hierzu gibt es eine besondere Einteilung des Bildes, die die optimale Position eines Bildes auf einer 2 Dimensionalen Fläche zeigt.
Diese Einteilung wird „Der goldene Schnitt“ genannt.
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, diesen goldenen Schnitt zu ermitteln.
Hier die einfachste:
Wird ein Blatt Papier (A4) in Länge und Breite in fünf gleiche Teile geteilt, ergeben sich in der Mitte des Bildes vier Schnittpunkte. Verbindet man jeweils zwei dieser Schnittpunkte durch eine Horizontale oder Vertikale, so entstehen insgesamt vier Linien, die jeweils annähernd im Goldenen Schnitt liegen.

Ein gutes Beispiel wäre eine Landschaft. Hier sollte der Horizont um unteren goldenen Schnitt liegen.
Oder auch eine Blume. Sie sollte im Querformat im linken oder rechten goldenen Schnitt liegen.

4. Der Hintergrund
Der Hintergrund liegt zwar, logischerweise „nur“ im Hintergrund, doch bildet er oft einen sehr großen Teil des Bildes und kann viel zur Gestaltung eines Bildes Beitragen.
Vor allem ist darauf zu achten, dass keine markanten Gegenstände das Bild stören und vom Bildwichtigen ablenken.
Hier ein Beispiel, wie es offenbar nicht sein sollte:

Hier ist deutlich zu erkennen, dass der rote Topf vom "Bildwichtigen", in dem Fall der total interessante Ast, ablenkt.
Derartiges sollte in jedem Fall vermieden werden. Ebenso das Anschneiden von Gegenständen oder Personen im Hintergrund.
Hier gilt: Entweder deutlich oder gar nicht anschneiden.
Ein unruhiger Hintergrund (links) ist fast immer schlechter, als ein neutraler, der keinen Zweifel über das Wichtigste lässt.

Zum Schluss möchte ich noch hinzufügen, dass die Bildbeispiele teilweise natürlich überzeichnet sind, und ich nehme nicht an, dass alle „Nicht-Profis“ derartige Amateurfehler machen. Sollte doch der eine oder andere dabei sein, so hoffe ich besonders er habe in diesem Tutorial etwas gelernt ;)
Auch die Regeln sind lediglich Grundregeln, die natürlich nicht unbedingt befolgt werden müssen, um Bilder professionell wirken zu lassen. Es sind lediglich Richtlinien, die aber der Kreativität nicht im Wege stehen sollten.
Ich hoffe es hat euch gefallen und bitte um konstruktive Kritik, die ich spätestens beim nächsten Tutorial umsetzten werde.
Auf bald,
David
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