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Brennweite (Fotografie Lexikon)
letzte Änderung am 07.03.2008
Die Brennweite eines Objektivs wird in Millimeter angegeben und gibt den Abstand von der bildseitigen Hauptebene bis zur Bildebene an. Die Hauptebene liegt in der Mitte der vordersten Linse eines Objektivs. Die Bildebene bezeichnet die Ebene, auf der bei der analogen Fotografie der Film, bei der digitalen Fotografie, der Bildwandler liegt.

In der digitalen Fotografie muss ein Brennweitenverlängerungsfaktor (auch Crop-Faktor genannt) berücksichtigt werden.
Dieser verändert jedoch nicht etwa die Brennweite sondern gibt lediglich den Wert an, mit dem die Brennweite multipliziert werden muss, um den Bildausschnitt eines Kleinbild Formates zu erreichen. Moderne Bildwandler sind nämlich kleiner als das Filmformat eines Kleinbildfilmes (24x36mm, Bilddiagonale: 35mm). Dadurch resultiert ein anderer Aufnahmewinkel.
Eine Brennweite von 50mm bei einem Crop-Faktor von 1,5 ergibt beispielsweise einen Bildausschnitt wie 75mm im Kleinbildformat.
Der Bildausschnitt ändert sich je nach Länge der Brennweite. Umso länger die Brennweite, desto enger der Bildausschnitt und umso größer das abzubildende Objekt.
Die Schärfentiefe nimmt mit zunehmender Brennweite ebenfalls zu. Im Makrobereich wird selbst mit stark geschlossener Blende beispielsweise nur noch eine minimale Ebene scharf abgebildet, wo hingegen im Weitwinkelbereich selbst bei ganz geöffneter Blende, kaum Unschärfe auftreten wird.
Die Blende, beziehungsweise die Belichtungszeit ändern sich ebenfalls mit der Brennweite.
Verwendet man eine geringe Brennweite von beispielsweise 50mm ist der Abstand der bildseitigen Hauptebene logischerweise geringer, als bei einer Brennweite von 200mm. Auf diesen 150mm Differenz, geht Licht verloren. Um mit 200mm dennoch ausreichend belichten zu können, muss man entweder die Blende weiter öffnen, oder die Belichtungszeit verlängern.
Bei geringen Brennweiten ab etwa 30-50mm erkennt man erste Bildverzerrungen in Abhängigkeit des Abstandes zum Objekt.
Denn bei geringen Brennweiten gilt: Nahe Objekte werden noch größer abgebildet, weit entfernte noch kleiner.
Dies resultiert einfach daraus, dass "mehr Bild" auf das Foto soll. Daher muss diese Information gestaucht werden, wodurch Verzerrungen entstehen.
Daher fotografiert man beispielsweise im Portraitbereich mit höheren Brennweiten, und größerem Abstand zum Objekt, da sonst unschöne Verzerrungen der Nase oder ähnlichem entstehen können.

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In der digitalen Fotografie muss ein Brennweitenverlängerungsfaktor (auch Crop-Faktor genannt) berücksichtigt werden.
Dieser verändert jedoch nicht etwa die Brennweite sondern gibt lediglich den Wert an, mit dem die Brennweite multipliziert werden muss, um den Bildausschnitt eines Kleinbild Formates zu erreichen. Moderne Bildwandler sind nämlich kleiner als das Filmformat eines Kleinbildfilmes (24x36mm, Bilddiagonale: 35mm). Dadurch resultiert ein anderer Aufnahmewinkel.
Eine Brennweite von 50mm bei einem Crop-Faktor von 1,5 ergibt beispielsweise einen Bildausschnitt wie 75mm im Kleinbildformat.
Die Brennweite mit der eine Aufnahme gemacht wurde, bestimmt verschiedene Faktoren:
- den Bildausschnitt
- die Schärfentiefe
- die Blende / Belichtungszeit
- die Bildverzerrung
Der Bildausschnitt ändert sich je nach Länge der Brennweite. Umso länger die Brennweite, desto enger der Bildausschnitt und umso größer das abzubildende Objekt.
Die Schärfentiefe nimmt mit zunehmender Brennweite ebenfalls zu. Im Makrobereich wird selbst mit stark geschlossener Blende beispielsweise nur noch eine minimale Ebene scharf abgebildet, wo hingegen im Weitwinkelbereich selbst bei ganz geöffneter Blende, kaum Unschärfe auftreten wird.
Die Blende, beziehungsweise die Belichtungszeit ändern sich ebenfalls mit der Brennweite.
Verwendet man eine geringe Brennweite von beispielsweise 50mm ist der Abstand der bildseitigen Hauptebene logischerweise geringer, als bei einer Brennweite von 200mm. Auf diesen 150mm Differenz, geht Licht verloren. Um mit 200mm dennoch ausreichend belichten zu können, muss man entweder die Blende weiter öffnen, oder die Belichtungszeit verlängern.
Bei geringen Brennweiten ab etwa 30-50mm erkennt man erste Bildverzerrungen in Abhängigkeit des Abstandes zum Objekt.
Denn bei geringen Brennweiten gilt: Nahe Objekte werden noch größer abgebildet, weit entfernte noch kleiner.
Dies resultiert einfach daraus, dass "mehr Bild" auf das Foto soll. Daher muss diese Information gestaucht werden, wodurch Verzerrungen entstehen.
Daher fotografiert man beispielsweise im Portraitbereich mit höheren Brennweiten, und größerem Abstand zum Objekt, da sonst unschöne Verzerrungen der Nase oder ähnlichem entstehen können.

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