ISO (Fotografie Lexikon)

letzte Änderung am 05.03.2008

Die Abkürzung ISO bedeutet "International Standard Organisation". Diese ist ein internationales Gremium zur Festlegung von international gültigen Standards.
Im Bereich der Fotografie steht ISO für die Lichtempfindlichkeit des Filmes, oder des Bildwandlers bei der digitalen Fotografie.
Beim analogen Film hängt die Lichtsensibilität des Filmes von der Größe der lichtempfindlichen Silberhalogenidkristalle ab. Silberhalogenide sind Chemische Bausteine, die sich bei Lichteinfall schwarz Färben. Bei Farbfilmen sind zusätzlich Farbkuppler eingelassen.
Beim digitalen Bildwandler hängt der ISO Wert von den lichtempfindlichen Zellen (Siliziumkristalle) ab.

Im Analogen Bereich sind Filme von 100 bis 3200 ISO erhältlich. Kurzfristig gab es auf weniger empfindliche Filme mit beispielsweise 25 ISO (KodaChrome 25). Durch zu geringe Nachfrage wurde die Produktion eingestellt.
Bei der digitalen Fotografie reichen die ISO Werte meist von 100 bis maximal 6400 ISO.



Der Unterschied im belichtungstechnischen Bereich liegt in der benötigten Lichtmenge um ausreichend zu belichten.
Will man beispielsweise in normal beleuchteten Innenräumen fotografieren, wird ein Film mit einer Empfindlichkeit von 100 ISO kaum ausreichen.
Verwendet man hingegen einen 400 oder 800 ISO Film ist es vermutlich möglich, ausreichend zu belichten, ohne zusätzliche Lichtquellen einsetzen zu müssen.

Denn pro Verdoppelung des ISO Wertes verkürzt sich die benötigte Belichtungszeit um die Hälfte.

Beispiel: Man erreicht mit 100 ISO einen Belichtungswert von 1/30 Sekunden.
Wie verändert sich nun die Belichtungszeit bei steigendem ISO Wert?

>> 100 - 1/30
>> 200 - 1/60
>> 400 - 1/125
>> 800 - 1/250
>> 1600 - 1/500
>> 3200 - 1/1000

Nachteile:

Bei analogen Filmen verursachen hohe ISO Werte eine Körnung des Bildes. Je höher der ISO Wert, desto stärker die Körnung. Dies resultiert schlicht und einfach aus der Größe der Silberhalogenide, denn je größer diese sind, desto weniger finden in auf selbem Raum Platz, worunter die Genauigkeit leidet.

Bei digitalen Bildwandlern verursachen hohe ISO Werte das so genannte Bildrauschen oder Rauschen.
Dies resultiert durch die zunehmende Wärme des Bildwandlers. Bei hohen ISO Werten müssen mehr Elektronen für die Aufnahme von Licht eingesetzt werden. Durch diese erhöhte Elektronenaktivität erwärmt sich der Bildwandler und verursacht das Bildrauschen.

>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Lexikon-Begriff? Hier gehts zum Forum!

Impressum / Datenschutzerklärung          © der-Webdesigner.net 2002 - 2008           top ▲