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Brushes erstellen (Photoshop Tutorial)
Tutorial erstellt von Big Markus Style in CS3, letzte Änderung am 26.07.2008
In diesem Tutorial werden wir lernen, wie man mit Brushes arbeitet und wie man sie selber erstellt. Das Tutorial ist für Einsteiger gedacht, die noch nicht mit Brushes gearbeitet haben, aber es gibt durchaus auch Dinge, die für Fortgeschrittene noch interessant sein könnten.
Fangen wir damit an, wie man mit Brushes arbeitet.
Zuerst wählen wir das Pinsel-Werkzeug aus (Brush aus dem Englischen übersetzt heißt Pinsel).

Oben können wir nun den Brush auswählen, mit dem wir arbeiten wollen.

Außerdem können wir die Größe und Härte einstellen. In dem Bild seht ihr die Brushes, die von Anfang an Standartmäßig dabei sind. Hier findet ihr viele Links zu anderen Brushes, die ihr downloaden könnt. Ihr solltet sie dann in eurem Photoshop-Ordner im Unterordner Vorgaben (oder Presets) im Ordner Pinsel (oder Brushes) speichern. Wenn sie dann nicht automatisch in eurer Brush-Liste angezeigt werden, könnt ihr sie laden, indem ihr auf den Pfeil neben der Größe des Brushes klickt und dann auf Pinsel laden geht.
Nun kann man zwar ein paar Linien oder Punkte mit den Brushes machen, aber es gibt noch viel mehr: Zuerst mal kann man dem Brush rechts in der Rubrik Farbe eine Farbe geben. Außerdem kann man tolle Effekte erzielen, wenn man das Pinsel-Options-Fenster neben dem Navigator öffnet und die Einstellungsmöglichkeiten dort nutzt. Das Fenster lässt sich auch durch einen Klick auf das Registerkarten-Symbol oben rechts in der Toolleiste Öffnen, wenn ihr das Pinsel-Werkzeug aktiviert habt.


Wir werden später genauer auf die Einstellungsmöglichkeiten eingehen, aber probiert es doch einfach mal aus. Ich habe zum Beispiel hier zwei Mal den Standard Brush mit 100px genommen, einmal ohne irgendwelche Einstellungen (der Obere Strich) und einmal mit Einstellungen (der Untere „Strich“), nur um zu verdeutlichen, was möglich ist:

Nun wollen wir einen eigenen Brush erstellen.
Es ist nicht besonders schwer, ihr müsst nur folgendes wissen:
- man kann keine Farben für den Brush speichern, er wird nur in Graustufen auf einer Ebene gespeichert, bei der Verwendung kann man ihm aber einen Farbton geben (siehe oben)
- je heller/je mehr weiß, desto transparenter ist ein Pixel, je schwärzer/dunkler, desto mehr Deckkraft hat ein Pixel. Wenn man Fotos als Brushes verwenden will, empfiehlt es sich deshalb, die Fotos gleich in Graustufen zu konvertieren, dann sieht man besser, wie der Brush später wird.
- in Photoshop CS2 und CS3 kann ein Brush höchstens 2500px hoch bzw. breit sein, in älteren Versionen ist die Begrenzung noch enger.
- der Brush wird immer aus eurer aktuellen Auswahl erstellt. Es wird aber immer nur der Teil eurer Auswahl verwendet, der nicht weiße Pixel enthält. Wenn ihr also eine weiße Arbeitsfläche mit den Maßen 1000x1000px habt und darauf befindet sich ein Quadrat mit den Maßen 200x30px (nur so als Beispiel), das irgendeine Farbe hat, dann wird der Brush automatisch auf die Größe 200x30px zugeschnitten, da der Rest ja sowieso Transparent wäre.
Dann mal an die Arbeit. Wir wollen einen einfachen Vogelschwarm-Brush erstellen. Wir erstellen ihn aus nur ein paar verschiedenen Vögeln, den Rest wird das Pinsel-Options-Fenster machen. Wir erstellen eine neue Datei mit der Größe 300x300px und malen einige Vögel darauf:

Ich habe die Vögel dann noch etwas dichter zusammengerückt, dann sind wir auch schon fertig. Wir klicken auf Bearbeiten/Pinselvorlage Erstellen und geben unserem ersten Brush einen Namen.

In dem Fenster, in dem wir den Brush benennen können, sehen wir auch schon eine kleine Vorschau. Sie ist etwas verzerrt, das sieht aber nur für den Moment so aus. Man kann außerdem erkennen, dass der Brush auf den bemalten Bereich zugeschnitten wurde.
Wenn wir jetzt mit dem Brush etwas malen, sieht das noch gar nicht nach einem Vogelschwarm aus.

Jetzt kommen wir zum Pinsel-Options-Fenster. Dort können wir unter „Pinselform“ den Abstand erhöhen und zusätzlich folgendes einstellen:

Das muss bei euch jetzt nicht unbedingt genau gleich eingestellt werden, wir wollen nur nachher einen Teil aus dem erzielten Ergebnis für den fertigen Brush verwenden. So bekommt man nämlich ein ungleichmäßigeres und damit realistischeres Ergebnis. Ich habe also mit diesen Einstellungen kurz „gemalt“ und einen Teil davon ausgeschnitten:

Dieser Teil wird nun wieder als „Pinselvorgabe festgelegt“. Es ist nun unsere fertige Pinselspitze, aber die Optionen sind noch wichtig. Im folgenden Bild seht ihr etwas genauer, welche Einstellungen ich gemacht habe. Alles Wichtige ist eingekreist.



Zur Erklärung: Mit dem Winkel-Jitter werden die einzelnen „Brushbilder“ unterschiedlich gedreht, was weniger Regelmäßigkeit gibt und den Vogelschwarm so realistischer aussehen lässt, mit dem Häkchen bei „x-Achse spiegeln – Zufall“ werden zufällig einzelne „Brushbilder“ horizontal gespiegelt, das erhöht ebenfalls den Realitätsgrad. Mit der Streuung werden die „Brushbilder“ weiter zu den Seiten verstreut. Das war’s auch schon. Das Ergebnis kann dann z.B. so aussehen:

Wenn es irgendwo Lücken gibt, kann man diese mit einem Klick darauf stopfen, es wird dann nur ein „Brushbild“ an diese Stelle gesetzt.
Besser sieht es dann natürlich noch auf einem Himmel aus, es empfiehlt sich, dazu die Größe des Brushes anzupassen. Mein Final sieht folgendermaßen aus, ganz brauchbar, wie ich finde:

(Hintergrund-Bildquelle: aboutpixel.de / Pulloverschweine © Gernot Weiser)
Während dieses Tutorials haben wir 2, leicht verschiedene, Brushes erstellt. Wenn wir diese jetzt zum Beispiel irgendwo zum Download anbieten wollen, können wir sie zusammen in einer Brush-Datei speichern. Dazu gehen wir wie im nächsten Bild gezeigt zum Vorgaben-Manager:

Nun können wir die Brushes, die wir zusammen speichern wollen, mit Strg+Linke Maustaste auswählen, dann auf speichern klicken und fertig:

MfG
Markus
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Fangen wir damit an, wie man mit Brushes arbeitet.
Zuerst wählen wir das Pinsel-Werkzeug aus (Brush aus dem Englischen übersetzt heißt Pinsel).

Oben können wir nun den Brush auswählen, mit dem wir arbeiten wollen.

Außerdem können wir die Größe und Härte einstellen. In dem Bild seht ihr die Brushes, die von Anfang an Standartmäßig dabei sind. Hier findet ihr viele Links zu anderen Brushes, die ihr downloaden könnt. Ihr solltet sie dann in eurem Photoshop-Ordner im Unterordner Vorgaben (oder Presets) im Ordner Pinsel (oder Brushes) speichern. Wenn sie dann nicht automatisch in eurer Brush-Liste angezeigt werden, könnt ihr sie laden, indem ihr auf den Pfeil neben der Größe des Brushes klickt und dann auf Pinsel laden geht.
Nun kann man zwar ein paar Linien oder Punkte mit den Brushes machen, aber es gibt noch viel mehr: Zuerst mal kann man dem Brush rechts in der Rubrik Farbe eine Farbe geben. Außerdem kann man tolle Effekte erzielen, wenn man das Pinsel-Options-Fenster neben dem Navigator öffnet und die Einstellungsmöglichkeiten dort nutzt. Das Fenster lässt sich auch durch einen Klick auf das Registerkarten-Symbol oben rechts in der Toolleiste Öffnen, wenn ihr das Pinsel-Werkzeug aktiviert habt.


Wir werden später genauer auf die Einstellungsmöglichkeiten eingehen, aber probiert es doch einfach mal aus. Ich habe zum Beispiel hier zwei Mal den Standard Brush mit 100px genommen, einmal ohne irgendwelche Einstellungen (der Obere Strich) und einmal mit Einstellungen (der Untere „Strich“), nur um zu verdeutlichen, was möglich ist:

Nun wollen wir einen eigenen Brush erstellen.
Es ist nicht besonders schwer, ihr müsst nur folgendes wissen:
- man kann keine Farben für den Brush speichern, er wird nur in Graustufen auf einer Ebene gespeichert, bei der Verwendung kann man ihm aber einen Farbton geben (siehe oben)
- je heller/je mehr weiß, desto transparenter ist ein Pixel, je schwärzer/dunkler, desto mehr Deckkraft hat ein Pixel. Wenn man Fotos als Brushes verwenden will, empfiehlt es sich deshalb, die Fotos gleich in Graustufen zu konvertieren, dann sieht man besser, wie der Brush später wird.
- in Photoshop CS2 und CS3 kann ein Brush höchstens 2500px hoch bzw. breit sein, in älteren Versionen ist die Begrenzung noch enger.
- der Brush wird immer aus eurer aktuellen Auswahl erstellt. Es wird aber immer nur der Teil eurer Auswahl verwendet, der nicht weiße Pixel enthält. Wenn ihr also eine weiße Arbeitsfläche mit den Maßen 1000x1000px habt und darauf befindet sich ein Quadrat mit den Maßen 200x30px (nur so als Beispiel), das irgendeine Farbe hat, dann wird der Brush automatisch auf die Größe 200x30px zugeschnitten, da der Rest ja sowieso Transparent wäre.
Dann mal an die Arbeit. Wir wollen einen einfachen Vogelschwarm-Brush erstellen. Wir erstellen ihn aus nur ein paar verschiedenen Vögeln, den Rest wird das Pinsel-Options-Fenster machen. Wir erstellen eine neue Datei mit der Größe 300x300px und malen einige Vögel darauf:

Ich habe die Vögel dann noch etwas dichter zusammengerückt, dann sind wir auch schon fertig. Wir klicken auf Bearbeiten/Pinselvorlage Erstellen und geben unserem ersten Brush einen Namen.

In dem Fenster, in dem wir den Brush benennen können, sehen wir auch schon eine kleine Vorschau. Sie ist etwas verzerrt, das sieht aber nur für den Moment so aus. Man kann außerdem erkennen, dass der Brush auf den bemalten Bereich zugeschnitten wurde.
Wenn wir jetzt mit dem Brush etwas malen, sieht das noch gar nicht nach einem Vogelschwarm aus.

Jetzt kommen wir zum Pinsel-Options-Fenster. Dort können wir unter „Pinselform“ den Abstand erhöhen und zusätzlich folgendes einstellen:

Das muss bei euch jetzt nicht unbedingt genau gleich eingestellt werden, wir wollen nur nachher einen Teil aus dem erzielten Ergebnis für den fertigen Brush verwenden. So bekommt man nämlich ein ungleichmäßigeres und damit realistischeres Ergebnis. Ich habe also mit diesen Einstellungen kurz „gemalt“ und einen Teil davon ausgeschnitten:

Dieser Teil wird nun wieder als „Pinselvorgabe festgelegt“. Es ist nun unsere fertige Pinselspitze, aber die Optionen sind noch wichtig. Im folgenden Bild seht ihr etwas genauer, welche Einstellungen ich gemacht habe. Alles Wichtige ist eingekreist.



Zur Erklärung: Mit dem Winkel-Jitter werden die einzelnen „Brushbilder“ unterschiedlich gedreht, was weniger Regelmäßigkeit gibt und den Vogelschwarm so realistischer aussehen lässt, mit dem Häkchen bei „x-Achse spiegeln – Zufall“ werden zufällig einzelne „Brushbilder“ horizontal gespiegelt, das erhöht ebenfalls den Realitätsgrad. Mit der Streuung werden die „Brushbilder“ weiter zu den Seiten verstreut. Das war’s auch schon. Das Ergebnis kann dann z.B. so aussehen:

Wenn es irgendwo Lücken gibt, kann man diese mit einem Klick darauf stopfen, es wird dann nur ein „Brushbild“ an diese Stelle gesetzt.
Besser sieht es dann natürlich noch auf einem Himmel aus, es empfiehlt sich, dazu die Größe des Brushes anzupassen. Mein Final sieht folgendermaßen aus, ganz brauchbar, wie ich finde:

(Hintergrund-Bildquelle: aboutpixel.de / Pulloverschweine © Gernot Weiser)
Während dieses Tutorials haben wir 2, leicht verschiedene, Brushes erstellt. Wenn wir diese jetzt zum Beispiel irgendwo zum Download anbieten wollen, können wir sie zusammen in einer Brush-Datei speichern. Dazu gehen wir wie im nächsten Bild gezeigt zum Vorgaben-Manager:

Nun können wir die Brushes, die wir zusammen speichern wollen, mit Strg+Linke Maustaste auswählen, dann auf speichern klicken und fertig:

MfG
Markus
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