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Ebenenmasken - Grundlagen (Photoshop Tutorial)
Tutorial erstellt von Volti in CS4, letzte Änderung am 13.05.2009
In diesem Tutorial möchte ich euch die Grundlagen im Umgang mit Ebenenmasken zeigen. Dabei werde ich euch nicht step-by-step durch ein Projekt durchschleifen, sondern an einfachen Beispielen erklären, wie man mit einer Maske umgehen kann. Letztendlich ist dieses Tutorial (mein erstes wohlgemerkt) als kleines Nachschlagewerk gedacht (weshalb keine Zeitangabe vorhanden ist), da die Arbeitsweisen, die hier erklärt werden, immer wieder in verschiedenster Form Anwendung finden.
Hinweis: In diesem Tutorial verwende ich Photoshop CS4 für Windows (Vista). Tastenkürzel können also abweichen. Außerdem bevorzuge ich persönlich bei der Arbeit die englische Version von Photoshop. Mit fundierten Englisch-Kenntnissen sollten die Begriffe zusammen mit dem Kontext aber selbsterklärend sein.
Folgene Punkte werden behandelt (wichtige fettgedruckt):
Also dann...Viel Erfolg!
Was sind Ebenenmasken eigentlich?
Die Bilder, die ihr in Photoshop gestaltet, sind meistens aus Ebenen zusammengesetzt, die übereinanderliegen und verschiedene Eigenschaften haben (Opacity - Deckkraft, Blendmode - wie die Ebene mit der unteren verrechnet wird, usw.).
Dazu kommt, dass jede Ebene eine eigene Maske besitzen kann.
Diese Maske ist eine eigene Ebene, die lediglich aus Graustufen besteht bzw. eine Alpha-Map darstellt, die über die eigentliche Ebene gelegt wird und angibt, wo und wie transparent die Ebene sein soll.
Wenn ihr eine Maske über eine Ebene legt, so ist diese zunächst weiß. Das heißt, das jedes Pixel der Ebene, zu der die Maske gehört, 100% sichtbar ist. Es hat sich eigentlich noch nichts geändert. Erst wenn die Maske bearbeitet wird mit einer anderen Farbe als weiß, ergeben sich Änderungen an der Transparenz der Ebene. Meist wird mit grau oder schwarz auf die Maske gezeichnet - wird eine RGB-Farbe verwendet, so wird diese automatisch in den entsprechenden Grauton umgewandelt. Füllt ihr die Maske schwarz, so ist die Ebene komplett transparent.
Nochmal zum Mitschreiben: weiß - sichtbar, schwarz - 100% transparent, Graustufen - teilweise transparent.
Super...ich mach ein Bild transparent...das kann ich doch auch mit ner Auswahl, dem Radiergummi etc. machen, wofür brauche ich ne Maske?
Das tolle an Masken ist, dass diese immer wieder verändert/verbessert werden können. Habt ihr einen Fehler bei der Arbeit gemacht, so habt ihr letztendlich keine Veränderung an der eigentlichen Ebene vorgenommen. Erstellt ihr eine Auswahl und löscht die Pixel in der Ebene, dann sind diese ein für alle mal weg --> es sei denn, es fällt euch gleich ein und ihr setzt das
Protokoll zurück. Später gibts meistens aber kein zurück mehr.
Ebenenmasken steigern also die Flexibilität. Außerdem machen sie die Arbeit weniger anfällig für Fehler, da jederzeit eine Korrekturmöglichkeit besteht.
Genug der Theorie...auf zu neuen Taten.
Wie erstellt man eine Maske?
Zunächst braucht man eine Ebene. Die erstellt ihr am schnellsten mit Shift+Ctrl+N oder über den kleinen Button in der unteren Leiste der Ebenenpalette (s. Abb. 001).
Abb. 001
So...nun brauchen wir noch die Ebenenmaske. Selektiert die erstellte Ebene, so
dass die Ebene im Browser farbig hinterlegt ist und klickt auch hier am besten auf den Button in der Ebenenpalette (s. Abb. 002).
Abb. 002
Nun seht ihr (in Abb. 002), dass hinter das Vorschaubild der Ebene ein weiteres, mit weißer Farbe gefülltes Vorschaubild (steht für die Ebenenmaske) mit einem Kettensymbol dazwischen angehängt wurde. Die Bedeutung des Kettensymbols erkläre ich später.
Um nun zu entscheiden, ob die Maske oder die Ebene bearbeitet werden soll, klickt einfach auf das entsprechende Vorschaubild. Die Auswahl erkennt ihr an dem schwarzen, teilweise unterbrochenen Rahmen um das Vorschaubild. In Abb. 02 ist die Maske ausgewählt.
Vorarbeit...
Als Erstes füllen wir unsere Ebene zum Beispiel mit einer Farbe.
Selektiert in der Ebenenpalette eure Ebene (Klicke auf das Ebenen-Vorschaubild).
Nach Klick auf Bearbeiten--Füllen (bei mir Edit -- Fill) öffnet sich ein neues Fenster (s. Abb. 003).
Unter Contents könnt ihr auswählen wie die Auswahl, hier die ganze Ebene, gefüllt werden soll (Vordergrundfarbe, Hintergrundfarbe, Schwarz, Weiß, Farbe usw.). Wählt hier Farbe und mischt euch im nächsten Fenster (s. Abb. 004) eine beliebige Farbe zurecht und bestätigt mit Klick auf "OK". Im Fenster "Füllen" sollte uns Modus auf "normal" und Deckkraft auf "100%" genügen --> klick auf "OK".
Abb. 003
Abb. 004
Ich habe mich für ein hübsches Blau entschieden. Also schaut das Ganze nun so aus (s. Abb 005). Die Ebenenmaske ist immer noch weiß --> kein Pixel ist auch nur annähernd transparent. Das ändern wir aber gleich.
Abb. 005
Erste Schritte...
Wir wollen nun, dass das Blau in ein Weiß übergeht, also transparent wird und die weiße Hintergrundebene langsam aber sicher durchscheint. Das geht ganz einfach. Wir wissen, dass Schwarz die Pixel der Ebene komplett transparent macht, Grau nur so halb und Weiß gar nicht. Also, was liegt näher, als einen Farbverlauf von Schwarz nach Weiß zu nehmen.
Also...Verlaufswerkzeug selektieren, den vorgefertigeten schwarz-weiß Verlauf wählen, Maske selektieren, mit gedrückter Shift-Taste (erzeugt ein geraden bzw. hier senkrechten Verlauf) von unten nach oben einen Verlauf ziehen.
Dann schaut es in unserer Ebenenpalette so aus (s. Abb. 007) und unser Bild so (s. Abb. 008).
Abb. 007
Abb. 008
Maske invertieren
Mir gefällt jetzt nicht, dass das Weiß unten ist und das Blau oben.
Jetzt könnte man im Protokoll wieder oben anfangen und den Verlauf in die andere Richtung ziehen oder den neuen Verlauf über den alten legen (hat den gleichen Effekt). Will ich aber nicht.
Ich selektiere also die Maske und drücke Strg+I. Nun wird der Wert aller Pixel invertiert/umgekehrt - es entsteht also ein Negativ (funktioniert übrigens auch mit den normalen Ebenen, um auf die schnelle ein Negativ, bzw. um aus einem Negativ ein Positiv zu erstellen). Ich habe diesen Befehl bei Masken jedoch recht häufig benutzt, besonders wenn es um das effektive Freistellen von Objekten geht. Z. B. nur einen kleinen Bereich freistellen, obwohl man den Großen braucht...invertieren und schon hat man sich ne Menge Arbeit gespart. Nur mal so am Rande...
Unser Bild schaut dann so aus (s. Abb 009).
Abb. 009
Zeichnen auf der Maske
Jetzt kommt der kreative Teil. Wir zeichnen einfach mal ein bisschen mit einem schwarzen Pinsel auf unserer Maske herum.
Selektiert eure Ebenmaske. Wählt das Pinsel-Tool, mit Rechtsklick wählt ihr euch dann eine beliebige Pinselspitze aus. In der kontextsensitiven Steuerungszeile wählt ihr die Deckkraft des Pinsels (bei mir waren es zufälligerweise 37%). Setzt in der Werkzeugpalette die Vorder- und Hintergrundfarbe auf Schwarz und Weiß zurück (s. Abb. 010). Schwarz sollte die Vordergrundfarbe sein.
Abb. 010
Zeichnen wir einfach mal freihand ein Welle von links nach rechts und einen Punkt rechts unten auf die Maske. Dann schaut das bei mir etwa so aus. Vollkommen egal, wie das bei euch ausschaut. Wie gesagt...ihr sollt nur die Grundlagen im Umgang kennen.
Abb. 011
Abb. 012
Korrekturen an der Maske
Nun gefällt mir der Punkt rechts unten nicht. Hätten wir jetzt keinen Farbverlauf in der Maske, so könnten wir einfach wieder weiß drübermalen.
Normalerweise der einfachste Weg für Korrekturen:
Um schnell zwischen Schwarz und Weiß zu wechseln, benutzt den Shortcut x auf der Tastatur oder klickt auf den Doppelpfeil (s. Abb 010). Nun kann man falsch gezeichnete Stellen schnell wieder übermalen.
Wer bereits geübt ist im Umgang mit dem Kopierstempelwerkzeug, selektiert (bei angewählter Maske) mit Alt einen Bereich links neben dem Punkt und übermalt ihn. Der Schritt ist allerdings nicht relevant für dieses Tutorial und sollte nur zeigen, dass jegliche Werkzeuge auch auf Ebenenmasken angewandt werden können.
Aber...kleiner Tipp von mir: Arbeitet immer mit Schwarz und Weiß, für Graustufen verwendet nur, wenn nötig, eine andere Deckkraft des Pinsels. Habt ihr beim Bearbeiten einen Fehler gemacht --> Taste x zum schnellen Invertieren der Farbe --> korrigieren.
Andere Darstellung der Maske
Oft wünscht man sich, die Maske mal genauer anschauen und bearbeiten zu können. Wunsch erfüllt!
Klickt mit gedrückter Alt-Taste auf das Vorschaubild der Ebenenmaske. Nun seht ihr die Maske in voller Größe vor euch und könnt sie modifizieren (s. Abb 013 ).
Abb. 013
Das Kettensymbol
Das Kettensymbol zwischen Maske und Ebene hat eine ganz einfache Funktion.
Wenn das Kettensymbol "aktiviert" (Kettensymbol sichtbar) ist, so ist die Maske an die Ebene gebunden, d. h., wenn ihr die Ebene bewegt, transformiert usw., dann bewegt sich Maske mit der Ebene.
"Deaktiviert" (Kettensymbol unsichtbar) ihr aber das Kettensymobl mit einem Linksklick auf das Symbol, so ist die Maske nicht mehr an die Ebene gebunden. Ihr könnt also sowohl Ebene als auch Maske unabhängig voneinander nach Belieben transformieren.
Mit Klick auf das "unsichtbare" Symobl aktiviert ihr die Bindung wieder.
In den Abbildungen 014 und 015 habe ich jeweils die Ebene und die Maske etwas verändert. Über den kreativen Gehalt lässt sich streiten.
Abb. 014
Abb. 015
Weitere Optionen
Masken halten noch weitere Möglichkeiten für uns bereit. Klickt doch einfach mal mit der rechten Maustaste auf das Vorschaubild der Ebenenmaske. Dann erscheint das Menü wie in Abb. 016.
Abb. 016
Disable Layer Mask - Schaltet die Maske vorübergehend aus und somit hat diese keine Auswirkung mehr auf die Ebene. Angezeigt wird dieser Effekt durch ein rotes X über dem Vorschaubild der Maske. Ihr könnt die Maske auch mit einem Linksklick auf das Vorschaubild der Ebenenmaske bei gedrückter Shift-Taste ausschalten bzw. wieder einschalten.
Delete Layer Maske - Löscht die Maske.
Apply Layer Mask - Wendet die Maske auf die Ebene an. D. h. die korrigierbaren Effekte, die ihr durch die Maske erreicht habt, werden nun dauerhaft --> Die eigentliche Ebene wird verändert. Verwendet diese Funktion mit Bedacht!
Add Mask to Selection usw. - Manchmal braucht man eine spezielle Auswahl und man weiß genau, dass diese Auswahl in der Ebenenmaske vorhanden oder die Maske selbst ist. Was macht man da? Man wandelt die Maske in eine Auswahl um.
Diese Auswahl kann dann zu einer bestehenden Auswahl hinzugefügt, von dieser abgezogen oder mit dieser überschnitten werden. Was ihr mit der Auswahl schließlich macht, bleibt euch überlassen: z. B. im Maskierungsmodus weiterbearbeiten (nicht Teil des Tutorials) usw.
Schneller:
Strg + Linksklick auf Vorschau - Auswahl erzeugen bzw. hinzufügen.
Strg + Shift + Linksklick auf Vorschau - von bestehender Auswahl abziehen.
Strg + Shift + Alt + Linksklick - mit bestehender Auswahl überschneiden.
Vorsicht: Erzeugt ihr eine Auswahl, so umrahmt Photoshop in der Vorschau der Auswahl lediglich die Pixel, die bis zum 50% ausgewählt sind bzw. in der Maske 50% Grau waren. Eure Auswahl ist also meist etwas bzw. ziemlich viel größer als Photoshop euch das weißmachen will. Das kann je nachdem, was ihr mit der Auswahl macht, unerwartete bzw. unerwünschte Effekte haben. Beim Einfäbren von Objekten sind dann z. B. Konturen unsauber und überlappen mit anderen Bereichen.
Ebenenmasken und Einstellungsebenen
Sicherlich kennt ihr schon Wege um ein Bild bestimmten Korrekturen (Tonwert, Gradation usw.) zu unterziehen (s. Abb. 017).
Abb. 017
Auf Details bzw. Bildverbesserung mit diesen Mitteln möchte ich jedoch in diesem Tutorial nicht eingehen. Zurück zum Thema...
Der Nachteil an diesen Einstellungen ist, dass sie dauerhaft sind.
Viele dieser Möglichkeiten können jedoch mit Hilfe von Einstellungsebenen realisiert, verbessert oder wieder entfernt werden.
Außerdem kann es wünschenswert sein, dass die Korrektur nur an bestimmten Teilen des Bildes/der Ebene vorgenommen wird (z. B. nur Objekte im Vordergrund aufhellen oder zu färben).
Einstellungsebenen erzeugt ihr am schnellsten folgendermaßen:
Ein Klick auf das entsprechende Symbol in der Ebenenpalette öffnet ein Menü, in dem die gewünschte Einstellungsebene gewählt werden kann (s. Abb. 018).
Nach dem Anwählen wird über der aktuellen Ebene eine Einstellungsebene mit Ebenenmaske erzeugt (s. Abb. 019). Ich habe mich hier für die Tonwertkorrektur entschieden.
Abb. 018
Abb. 019
Nun habe ich einfach mal ein bisschen mit den Reglern der Tonwertkorrektur herumgespielt und bisschen in die Maske der Einstellungsebene gemalt (s. Abb 020 und 021).
Abb. 020
Abb. 021
Mit Hilfe der Ebenenmaske wurde hier also nur ein Teil der Ebene verändert.
Zusammenfassung
Ich hoffe, dass ihr aus meinen Formulierungen schlauer werden und eure Fähigkeiten verbessern konntet.
Zum Abschluss noch ein Tipp: Probieren geht über Studieren. Ihr werdet sehen, dass ihr auf Ebenenmasken nie wieder verzichten wollt, wenn ihr den Umgang mit ihnen beherrscht. Ich fands damals auch recht kompliziert.
>> Allgemeine Fragen oder Probleme mit dem Tutorial? Hier gehts zum Forum!
Hinweis: In diesem Tutorial verwende ich Photoshop CS4 für Windows (Vista). Tastenkürzel können also abweichen. Außerdem bevorzuge ich persönlich bei der Arbeit die englische Version von Photoshop. Mit fundierten Englisch-Kenntnissen sollten die Begriffe zusammen mit dem Kontext aber selbsterklärend sein.
Folgene Punkte werden behandelt (wichtige fettgedruckt):
Was sind Ebenenmasken?
Erstellen von Ebenenmasken
Vorbereitung
Erste Schritte
Maske invertieren
Zeichnen auf einer Maske
Korrekturen an einer Maske
Andere Darstellung der Maske
Das Kettensymbol
Weitere Optionen (Auswahl erstellen, Maske löschen etc.)
Ebenenmasken und Einstellungsebenen
Zusammenfassung
Also dann...Viel Erfolg!
Was sind Ebenenmasken eigentlich?
Die Bilder, die ihr in Photoshop gestaltet, sind meistens aus Ebenen zusammengesetzt, die übereinanderliegen und verschiedene Eigenschaften haben (Opacity - Deckkraft, Blendmode - wie die Ebene mit der unteren verrechnet wird, usw.).
Dazu kommt, dass jede Ebene eine eigene Maske besitzen kann.
Diese Maske ist eine eigene Ebene, die lediglich aus Graustufen besteht bzw. eine Alpha-Map darstellt, die über die eigentliche Ebene gelegt wird und angibt, wo und wie transparent die Ebene sein soll.
Wenn ihr eine Maske über eine Ebene legt, so ist diese zunächst weiß. Das heißt, das jedes Pixel der Ebene, zu der die Maske gehört, 100% sichtbar ist. Es hat sich eigentlich noch nichts geändert. Erst wenn die Maske bearbeitet wird mit einer anderen Farbe als weiß, ergeben sich Änderungen an der Transparenz der Ebene. Meist wird mit grau oder schwarz auf die Maske gezeichnet - wird eine RGB-Farbe verwendet, so wird diese automatisch in den entsprechenden Grauton umgewandelt. Füllt ihr die Maske schwarz, so ist die Ebene komplett transparent.
Nochmal zum Mitschreiben: weiß - sichtbar, schwarz - 100% transparent, Graustufen - teilweise transparent.
Super...ich mach ein Bild transparent...das kann ich doch auch mit ner Auswahl, dem Radiergummi etc. machen, wofür brauche ich ne Maske?
Das tolle an Masken ist, dass diese immer wieder verändert/verbessert werden können. Habt ihr einen Fehler bei der Arbeit gemacht, so habt ihr letztendlich keine Veränderung an der eigentlichen Ebene vorgenommen. Erstellt ihr eine Auswahl und löscht die Pixel in der Ebene, dann sind diese ein für alle mal weg --> es sei denn, es fällt euch gleich ein und ihr setzt das
Protokoll zurück. Später gibts meistens aber kein zurück mehr.
Ebenenmasken steigern also die Flexibilität. Außerdem machen sie die Arbeit weniger anfällig für Fehler, da jederzeit eine Korrekturmöglichkeit besteht.
Genug der Theorie...auf zu neuen Taten.
Wie erstellt man eine Maske?
Zunächst braucht man eine Ebene. Die erstellt ihr am schnellsten mit Shift+Ctrl+N oder über den kleinen Button in der unteren Leiste der Ebenenpalette (s. Abb. 001).
So...nun brauchen wir noch die Ebenenmaske. Selektiert die erstellte Ebene, so
dass die Ebene im Browser farbig hinterlegt ist und klickt auch hier am besten auf den Button in der Ebenenpalette (s. Abb. 002).
Nun seht ihr (in Abb. 002), dass hinter das Vorschaubild der Ebene ein weiteres, mit weißer Farbe gefülltes Vorschaubild (steht für die Ebenenmaske) mit einem Kettensymbol dazwischen angehängt wurde. Die Bedeutung des Kettensymbols erkläre ich später.
Um nun zu entscheiden, ob die Maske oder die Ebene bearbeitet werden soll, klickt einfach auf das entsprechende Vorschaubild. Die Auswahl erkennt ihr an dem schwarzen, teilweise unterbrochenen Rahmen um das Vorschaubild. In Abb. 02 ist die Maske ausgewählt.
Vorarbeit...
Als Erstes füllen wir unsere Ebene zum Beispiel mit einer Farbe.
Selektiert in der Ebenenpalette eure Ebene (Klicke auf das Ebenen-Vorschaubild).
Nach Klick auf Bearbeiten--Füllen (bei mir Edit -- Fill) öffnet sich ein neues Fenster (s. Abb. 003).
Unter Contents könnt ihr auswählen wie die Auswahl, hier die ganze Ebene, gefüllt werden soll (Vordergrundfarbe, Hintergrundfarbe, Schwarz, Weiß, Farbe usw.). Wählt hier Farbe und mischt euch im nächsten Fenster (s. Abb. 004) eine beliebige Farbe zurecht und bestätigt mit Klick auf "OK". Im Fenster "Füllen" sollte uns Modus auf "normal" und Deckkraft auf "100%" genügen --> klick auf "OK".
Ich habe mich für ein hübsches Blau entschieden. Also schaut das Ganze nun so aus (s. Abb 005). Die Ebenenmaske ist immer noch weiß --> kein Pixel ist auch nur annähernd transparent. Das ändern wir aber gleich.
Erste Schritte...
Wir wollen nun, dass das Blau in ein Weiß übergeht, also transparent wird und die weiße Hintergrundebene langsam aber sicher durchscheint. Das geht ganz einfach. Wir wissen, dass Schwarz die Pixel der Ebene komplett transparent macht, Grau nur so halb und Weiß gar nicht. Also, was liegt näher, als einen Farbverlauf von Schwarz nach Weiß zu nehmen.
Also...Verlaufswerkzeug selektieren, den vorgefertigeten schwarz-weiß Verlauf wählen, Maske selektieren, mit gedrückter Shift-Taste (erzeugt ein geraden bzw. hier senkrechten Verlauf) von unten nach oben einen Verlauf ziehen.
Dann schaut es in unserer Ebenenpalette so aus (s. Abb. 007) und unser Bild so (s. Abb. 008).
Maske invertieren
Mir gefällt jetzt nicht, dass das Weiß unten ist und das Blau oben.
Jetzt könnte man im Protokoll wieder oben anfangen und den Verlauf in die andere Richtung ziehen oder den neuen Verlauf über den alten legen (hat den gleichen Effekt). Will ich aber nicht.
Ich selektiere also die Maske und drücke Strg+I. Nun wird der Wert aller Pixel invertiert/umgekehrt - es entsteht also ein Negativ (funktioniert übrigens auch mit den normalen Ebenen, um auf die schnelle ein Negativ, bzw. um aus einem Negativ ein Positiv zu erstellen). Ich habe diesen Befehl bei Masken jedoch recht häufig benutzt, besonders wenn es um das effektive Freistellen von Objekten geht. Z. B. nur einen kleinen Bereich freistellen, obwohl man den Großen braucht...invertieren und schon hat man sich ne Menge Arbeit gespart. Nur mal so am Rande...
Unser Bild schaut dann so aus (s. Abb 009).
Abb. 009Zeichnen auf der Maske
Jetzt kommt der kreative Teil. Wir zeichnen einfach mal ein bisschen mit einem schwarzen Pinsel auf unserer Maske herum.
Selektiert eure Ebenmaske. Wählt das Pinsel-Tool, mit Rechtsklick wählt ihr euch dann eine beliebige Pinselspitze aus. In der kontextsensitiven Steuerungszeile wählt ihr die Deckkraft des Pinsels (bei mir waren es zufälligerweise 37%). Setzt in der Werkzeugpalette die Vorder- und Hintergrundfarbe auf Schwarz und Weiß zurück (s. Abb. 010). Schwarz sollte die Vordergrundfarbe sein.
Zeichnen wir einfach mal freihand ein Welle von links nach rechts und einen Punkt rechts unten auf die Maske. Dann schaut das bei mir etwa so aus. Vollkommen egal, wie das bei euch ausschaut. Wie gesagt...ihr sollt nur die Grundlagen im Umgang kennen.
Abb. 011 Korrekturen an der Maske
Nun gefällt mir der Punkt rechts unten nicht. Hätten wir jetzt keinen Farbverlauf in der Maske, so könnten wir einfach wieder weiß drübermalen.
Normalerweise der einfachste Weg für Korrekturen:
Um schnell zwischen Schwarz und Weiß zu wechseln, benutzt den Shortcut x auf der Tastatur oder klickt auf den Doppelpfeil (s. Abb 010). Nun kann man falsch gezeichnete Stellen schnell wieder übermalen.
Wer bereits geübt ist im Umgang mit dem Kopierstempelwerkzeug, selektiert (bei angewählter Maske) mit Alt einen Bereich links neben dem Punkt und übermalt ihn. Der Schritt ist allerdings nicht relevant für dieses Tutorial und sollte nur zeigen, dass jegliche Werkzeuge auch auf Ebenenmasken angewandt werden können.
Aber...kleiner Tipp von mir: Arbeitet immer mit Schwarz und Weiß, für Graustufen verwendet nur, wenn nötig, eine andere Deckkraft des Pinsels. Habt ihr beim Bearbeiten einen Fehler gemacht --> Taste x zum schnellen Invertieren der Farbe --> korrigieren.
Andere Darstellung der Maske
Oft wünscht man sich, die Maske mal genauer anschauen und bearbeiten zu können. Wunsch erfüllt!
Klickt mit gedrückter Alt-Taste auf das Vorschaubild der Ebenenmaske. Nun seht ihr die Maske in voller Größe vor euch und könnt sie modifizieren (s. Abb 013 ).
Abb. 013Das Kettensymbol
Das Kettensymbol zwischen Maske und Ebene hat eine ganz einfache Funktion.
Wenn das Kettensymbol "aktiviert" (Kettensymbol sichtbar) ist, so ist die Maske an die Ebene gebunden, d. h., wenn ihr die Ebene bewegt, transformiert usw., dann bewegt sich Maske mit der Ebene.
"Deaktiviert" (Kettensymbol unsichtbar) ihr aber das Kettensymobl mit einem Linksklick auf das Symbol, so ist die Maske nicht mehr an die Ebene gebunden. Ihr könnt also sowohl Ebene als auch Maske unabhängig voneinander nach Belieben transformieren.
Mit Klick auf das "unsichtbare" Symobl aktiviert ihr die Bindung wieder.
In den Abbildungen 014 und 015 habe ich jeweils die Ebene und die Maske etwas verändert. Über den kreativen Gehalt lässt sich streiten.
Weitere Optionen
Masken halten noch weitere Möglichkeiten für uns bereit. Klickt doch einfach mal mit der rechten Maustaste auf das Vorschaubild der Ebenenmaske. Dann erscheint das Menü wie in Abb. 016.
Disable Layer Mask - Schaltet die Maske vorübergehend aus und somit hat diese keine Auswirkung mehr auf die Ebene. Angezeigt wird dieser Effekt durch ein rotes X über dem Vorschaubild der Maske. Ihr könnt die Maske auch mit einem Linksklick auf das Vorschaubild der Ebenenmaske bei gedrückter Shift-Taste ausschalten bzw. wieder einschalten.
Delete Layer Maske - Löscht die Maske.
Apply Layer Mask - Wendet die Maske auf die Ebene an. D. h. die korrigierbaren Effekte, die ihr durch die Maske erreicht habt, werden nun dauerhaft --> Die eigentliche Ebene wird verändert. Verwendet diese Funktion mit Bedacht!
Add Mask to Selection usw. - Manchmal braucht man eine spezielle Auswahl und man weiß genau, dass diese Auswahl in der Ebenenmaske vorhanden oder die Maske selbst ist. Was macht man da? Man wandelt die Maske in eine Auswahl um.
Diese Auswahl kann dann zu einer bestehenden Auswahl hinzugefügt, von dieser abgezogen oder mit dieser überschnitten werden. Was ihr mit der Auswahl schließlich macht, bleibt euch überlassen: z. B. im Maskierungsmodus weiterbearbeiten (nicht Teil des Tutorials) usw.
Schneller:
Strg + Linksklick auf Vorschau - Auswahl erzeugen bzw. hinzufügen.
Strg + Shift + Linksklick auf Vorschau - von bestehender Auswahl abziehen.
Strg + Shift + Alt + Linksklick - mit bestehender Auswahl überschneiden.
Vorsicht: Erzeugt ihr eine Auswahl, so umrahmt Photoshop in der Vorschau der Auswahl lediglich die Pixel, die bis zum 50% ausgewählt sind bzw. in der Maske 50% Grau waren. Eure Auswahl ist also meist etwas bzw. ziemlich viel größer als Photoshop euch das weißmachen will. Das kann je nachdem, was ihr mit der Auswahl macht, unerwartete bzw. unerwünschte Effekte haben. Beim Einfäbren von Objekten sind dann z. B. Konturen unsauber und überlappen mit anderen Bereichen.
Ebenenmasken und Einstellungsebenen
Sicherlich kennt ihr schon Wege um ein Bild bestimmten Korrekturen (Tonwert, Gradation usw.) zu unterziehen (s. Abb. 017).
Auf Details bzw. Bildverbesserung mit diesen Mitteln möchte ich jedoch in diesem Tutorial nicht eingehen. Zurück zum Thema...
Der Nachteil an diesen Einstellungen ist, dass sie dauerhaft sind.
Viele dieser Möglichkeiten können jedoch mit Hilfe von Einstellungsebenen realisiert, verbessert oder wieder entfernt werden.
Außerdem kann es wünschenswert sein, dass die Korrektur nur an bestimmten Teilen des Bildes/der Ebene vorgenommen wird (z. B. nur Objekte im Vordergrund aufhellen oder zu färben).
Einstellungsebenen erzeugt ihr am schnellsten folgendermaßen:
Ein Klick auf das entsprechende Symbol in der Ebenenpalette öffnet ein Menü, in dem die gewünschte Einstellungsebene gewählt werden kann (s. Abb. 018).
Nach dem Anwählen wird über der aktuellen Ebene eine Einstellungsebene mit Ebenenmaske erzeugt (s. Abb. 019). Ich habe mich hier für die Tonwertkorrektur entschieden.
Nun habe ich einfach mal ein bisschen mit den Reglern der Tonwertkorrektur herumgespielt und bisschen in die Maske der Einstellungsebene gemalt (s. Abb 020 und 021).
Mit Hilfe der Ebenenmaske wurde hier also nur ein Teil der Ebene verändert.
Zusammenfassung
Ich hoffe, dass ihr aus meinen Formulierungen schlauer werden und eure Fähigkeiten verbessern konntet.
Zum Abschluss noch ein Tipp: Probieren geht über Studieren. Ihr werdet sehen, dass ihr auf Ebenenmasken nie wieder verzichten wollt, wenn ihr den Umgang mit ihnen beherrscht. Ich fands damals auch recht kompliziert.
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