Photoshop

Asteroiden in Photoshop (Photoshop Tutorial)

Tutorial erstellt von Daniel S., letzte Änderung am 14.09.2006

Dieses Tutorial richtet sich vor allem an Anfänger. Die Tastenkombinationen und Buchstaben, die für einen Nicht-Photoshop-Besitzer wie sinnlos-auf-die-Tastatur-geprügelt aussehen, sind Hotkeys, die die Funktion schneller aufrufen lassen.


1. Gesteinsbrocken


Wir brauchen einen Gesteinsbrocken für unseren Asteroiden. An irgendwas müssen wir ja den Schweif dranhängen. Für Asteroiden in sehr großer Entfernung, welche keine Details benötigen, brauchen wir den ersten Teil nicht. Falls Sie keine Details brauchen, können Sie direkt zum zweiten Teil des Tutorials wechseln.
Widmen wir uns nun aber der Erstellung des Gesteinbrockens, da er für die meisten Bilder notwendig ist.
Das gesamte Tutorial geht von einem schwarzen Hintergrund aus. Habt ihr so was nicht, dann erstellt euch eine neue Ebene (Strg+N) und färbt sie schwarz.
Für den ersten Teil wählen wir als Vordergrundfarbe Schwarz und als Hintergrundfarbe weiß aus (D) und behalten diese Einstellung.

Arrowb]1.1.[/b]
Wir erstellen eine neue Ebene (Strg+N) und nennen sie „Gestein“. Dann wählen wir das Lassowerkzeug aus (L) und zeichnen damit eine beliebige Form wie diese:



Die Form darf aber nicht zu abstrakt sein, d.h. nicht zu viele Ecken und Einbuchtungen, da wir später beim erstellen des Schweifes Probleme bekommen könnten.
Das Vorbild war hier die Form eines größeren Steines, wie sie öfters zur Dekoration in der Pampa herumstehen

Arrow1.2. Filterpower!
Wir wenden den Wolkenfilter an (Filter Arrow Rendering-Filter Arrow Wolken) und darauf die Differenzwolken (Filter Arrow Rendering-Filter Arrow Differenz-Wolken). Diesen wiederholen wir zwei bis drei Mal (Strg+F). Aber auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr. Wenn man zu viel mit den Differenzwolken herumspielt, gibt es am Ende nicht das erwünschte Ergebnis.
Dann geben wir dem ganzen noch eine etwas echter aussehende Struktur – nämlich eine dreidimensional anmutende. Dazu wenden wir den Relieffilter an (Filter Arrow Stilisierungsfilter Arrow Relief).
Zum Schluss dunkeln wir unseren Asteroiden noch etwas ab (Bild Arrow Anpassen Arrow Helligkeit/Kontrast). Wir geben eine Heligkeit von –50 ein, kann aber nach belieben auch etwas mehr sein.
Unser Asteroid müsste nun in etwa so aussehen:



Arrow1.3.
Durch den Relieffilter hat der Asteroid einen weißen Rand bekommen. Deshalb verkleinern wir nun unsere Markierung (Auswahl Arrow Auswahl verändern Arrow Verkleinern) um 2px. Wir kehren die Auswahl um (Strg+Shift+I [Achtung: Bei aktiviertem ICQ funktioniert dieser Hotkey in der Regel nicht!]) und entfernen den Rand (Strg+X).
Dieser Asteroid ist aber nicht nur ein großer gefrorener Steinbrocken, sondern ein großer gefrorener Steinbrocken mit mehreren kleinen gefrorenen Steinbrocken hinten dran.

Deshalb nehmen wir den Radiergummi (E) mit einer angemessenen Größe und einer Deckkraft von 65%. Damit fahren wir in unserem Asteroiden rum und spalten mehrere kleinere Teile ab. Aber wir brauchen vorne noch einen großen, zusammenhängenden Teil.
Danach vergrößern wir unseren Radiergummi und fahren damit Einmal um das gesamte Bild herum, sodass die Ränder sanft abgedunkelt werden und nicht einfach aufhören.
Nun müssten wir ungefähr so etwas haben:





2. Schweif


Jetzt machen wir den Schweif. Dieses ist wohl der schwierigste Teil des Tutorials. Hier müssen wir nicht nur ein wenig frei Hand mit dem Pinsel arbeiten, wir müssen auch das Schmierfinger-Tool anwenden und eine Struktur erstellen.

Arrow2.1.
Wir wählen Farben aus, die nach Feuer aussehen. Nach etwas glühendem Heißen.
Wie einen Meteoritenschweif. Man könnte auch andere Farben, wie etwa ein kühles blau nehmen, aber in diesem Tutorial wird der Schweif orange. Wie Feuer eben.
Wir wählen ein dunkles Rotorange (z.B. #792D16) und zeichnen mit dem Pinsel (B) ein paar geschwungene Striche vom Felsbrocken weg, entgegen seiner Flugrichtung.

Macht transparente Striche, etwa 40% bis 50%. Und macht viele, sich überlagernde Striche, denn mit jeder Überlagerung wird die Farbe deutlicher.
Wählen wir dann ein kräftiges Orange (z.B. #F35B00), mit dem wir das Gleiche machen. Überlagert aber nicht ganz so oft, da die Farbe nicht die komplette Rotorange-Schicht überdecken soll. Nur ganz nah am Felsen sehr dicht.
Zum Schluss noch sehr nah am Felsen drei bis fünf Striche mit einem hellen Gelborange (z.B. #F37E00).
So sollte es in etwa aussehen:



Das man jetzt nicht mehr viel vom Felsen sieht ist nicht schlimm. Das ändert sich gleich wieder.

Arrow2.2.
Jetzt zum spaßigen Teil: Wischen und schmieren! Der Schweif muss nicht gleich wie Feuer aussehen, aber er muss in etwa die Struktur haben, d.h. ausgefranste Enden. Wie schon erwähnt, erreichen wir das am besten mit dem Wischfinger-Werkzeug (R). Als Stärke geben wir 50% ein. Wird die Farbe vorne zu dunkel, dann zeichnet mit einem noch helleren Orange nach (z.B. #F3A000) Und verwischt auch diese. Der Pinsel (Achtung: Pinsel, nicht Wischfinger) bleibt bei einer Stärke von etwa 40%.
Wenn es in etwa so oder besser aussieht, könnt ihr vorerst zufrieden sein:



Der gröbste Teil ist geschafft. Für Asteroiden in mittlerer Entfernung oder als kleinere Features in einem Bild reicht es so völlig aus. Für einen Asteroiden im Vordergrund oder gar als Motiv müssen wir aber noch weiter arbeiten und diverse Features und Highlights einbauen.
Wär ja sonst langweilig.

Arrow2.3
Vom Asteroiden, für den wir uns schon so abgemüht haben, sieht man fast nun gar nichts mehr. Tun wir was dagegen!
Zum Beispiel mit dem Radiergummi (E), Deckkraft 10%. Er muss fast so groß wie der Schweif am Anfang sein.
Wir radieren damit nun im Schweif rum, bis ein Teil des Felsens wieder sichtbar wird.
Und zwar so:



Arrow2.4.
Nun schieben wir die Ebene „Gestein“ über die Ebene „Schweif“. Wir hätten das auch gleich so machen können, aber so bekommen wir die Details besser hin.
Wir duplizieren die Gesteinsebene und setzen die Ebenendeckkraft von „Gestein“ auf 40%, die von „Gestein Kopie“ auf 65%.
Jetzt benutzen wir den Bewegungsweichzeichner (Filter Weichzeichnungsfilter Bewegungsunschärfe) und geben den Winkel der Flugrichtung des Asteroiden vor (hier –13°) und eine Distanz von 33%.
So siehts aus:



Arrow2.5.
Wenden wir uns nun den Highlights zu. Wir erstellen eine neue Ebene (Strg+N) und nennen sie Highlights.
Überall da, wo wir uns aus dem Schweif herausragende Spitzen und Gipfel am Fels vorstellen, zeichnen wir einen gelben Strich (gelb bedeutet #F3A000) in Flugrichtung.
Der Pinsel ist recht dünn und hat eine Deckkraft von 9%.
Dazwischen zeichnen wir auch ein paar weiße Striche. Es empfiehlt sich, gelb als Vordergrund- und weiß als Hintergrund-Farbe zu wählen und dann mit X hin- und herzuwechseln. Das erhöht den Workflow ungemein.



Arrow2.6
Das Ganze verwischen wir wieder.
Die Prozedur kennen wir ja mittlerweile schon ;)
Danach setzen wir die Ebenendeckkraft auf 75%.



Wer noch weiter machen möchte, kann nun noch hintendran eine Rauchspur hängen (ein schwarzer Pinsel mit Textur, sowie Wischfinger) oder eine Textur drüberlegen.
Wie man Rauch mit Photoshop erstellt erklärt euch Michael in diesem Tutorial. ([url=http://www.der-webdesigner.net/index.php?folder=ps_modellierung&tutname=dampf_und_rauch[/url])

Zu guter letzt verbinden wir noch die Ebenen, die wir im Laufe dieses Tutorials erstellt haben und passen den Asteroid in das eigentliche Bild ein bzw. erstellen einen Hintergrund dazu.

Ich hoffe, dieses Tutorial hat euch ein wenig weitergeholfen. Bei Fragen und Anregungen, Lob und Kritik: powerschulzi@msn.com, psz-graphics.net oder direkt hier im Forum.

Viel Spaß!

powerschulzi (12/2005)

Ein Einsteigertutorial für die Erstellung eines Asteroiden.


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