Photoshop

Postwork-Guide (Photoshop Tutorial)

Tutorial erstellt von Myth, letzte Änderung am 17.09.2006




Inhalt



   1. "Die Wettermacher" - Himmel und Wolken

   2. "Terraforming leicht gemacht" - Postsurfacing und mehr

   3. "Vermischtes"



Einleitung:


Betrachtet mal diese beiden Bilder hier:



Na, merkt ihr was? Keine Angst, ihr sollt jetzt nicht die zehn(tausend) Unterschiede finden und einringeln. Aber irgendwie sieht das rechte doch deutlich besser aus, oder? Und weil das so ist, will ich hier erklären wie's gemacht wird (allerdings erhebe ich natürlich keinen Anspruch darauf, dass die hier beschriebenen Wege die besten zum Ziel sind *g*).
So, und nun wollen wir anfangen; und zwar mit...


1. "Die Wettermacher" - Himmel und Wolken


Schauen wir uns zunächst einmal das Grundbild an, so wie Terragen es ausgespuckt hat:



Eine rasche Beurteilung ergibt folgendes:
1. Ein schwarzes Dreieck rechts, weil der Himmel offensichtlich zu klein war.
2. Der POV ist ziemlich gut - finde ich jedenfalls. *g*
3. Man sieht mal wieder viel zu wenig von den ganzen Surface-Layern. Macht aber nix, weil wir die Surface ja per PW noch weiter gestalten wollen.
4. Das Terrainende ist zu erahnen. Ausgezeichnet, schließlich werden wir auch ordentlich Dunst einarbeiten.

Um Punkt 3 kümmern wir uns später, jetzt wollen wir uns erst mal mit dem Himmel befassen - der ist ja noch ziemlich leer. Und los gehts.

Nachdem wir Photoshop gestartet (ich verwende übrigens Elements 3.0; möglicherweise schaut manches bei euch ein wenig anders aus) und das Bild geladen haben, habt ihr etwas ähnliches wie hier vor euch. Man beachte das der Kontrast bereits verstärkt wurde, außerdem habe ich den Himmel weichgezeichnet (Auswahl vom Himmel erstellen und Gaußschen Weichzeichner drüberlaufen lassen). Dadurch verschwinden die störenden Übergangsstreifen im Himmel und unser Terrain wird am Horizont schon mal ein bisschen diesig. Ach ja: Auch das fehlende Himmelsstück wurde mit dem Kopierstempel-Werkzeug hinzugefügt.



Eine schöne klare Atmo haben wir hier. Noch - denn jetzt kommen die Wolken.
Als erstes erstellen wir eine neue Ebene. Dann öffnen wir ein Bild mit schönen Wolken (hier ein Foto mit meiner Digicam) und ordnen die Fenster so an, dass beide Bilder zu sehen sind. Jetzt wählen wir den Kopierstempel aus (1.) und setzen den Bereich von dem kopiert werden soll in das Foto (2.). Anschließend malen wir in unserem Render herum (3.). Mit ein bisschen Übung erkennt man, wo man zu kopieren ansetzen sollte (Hauptsache nicht zu nahe am Rand!). Meist wird der TG-Render eine deutlich hörere Auflösung haben, als euer Wolkenreferenz-Bild, also aufpassen, damit keine hässlichen Kanten entstehen. Spielt ein wenig mit den Ebenenstilen (Hier "Farbig nachbelichten") und der Deckkraft eures Kopierstempels herum, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.



Nun zum Übergang zwsichen Himmel und Terrain. Erst mal erstellen wir eine neue Ebene, dann brauchen wir wieder den Kopierstempel. Diesmal umbedingt darauf achten, dass eine sehr geringe Deckkraft eingestellt ist (hier: 12%, siehe Kreis). Damit kopieren wir ausgewählte Teile unseres Terrains in den Hintergrund. Es ist zu beachten, dass die Kopie nicht zu offensichtlich wirkt, also nicht fünfmal denselben Berg hintereinander o. ä..
Bei diesem Bild habe ich den Ebenenstil auf "Normal" belassen, da sich die Farben von Terrain und Himmel hier recht ähnlich sind. Bei stärkeren Kontrasten zwischen Land und Himmel empfehle ich allerdings "Luminanz". Auch die verschiedenen Lichtstile bieten interessante Effekte. Auch hier gilt: Ausprobieren!



So, das war's auch schon, was den Himmel anbelangt. Mit mehreren Ebenen (mit verschiedenen Wolkenformen/farben) lassen sich natürlich noch wesentlich mehr Details einarbeiten. Selbiges gilt für Nebel und Dunst (siehe auch "3.").
Kommen wir nun zum zweiten Teil...


2. "Terraforming leicht gemacht" - Postsurfacing und mehr


Postsurfacing - was ist das denn bitteschön? Nun, vielleicht habe ich den Begriff ja gerade eben selbst erfunden, wie auch immer, was ich damit sagen will ist folgendes: Man kann ja in Terragen Texturen verwenden, um seine Bilder realistischer/detailreicher zu gestalten, doch irgendwann kam ich auf die Idee, die Texturen selber drüberzupinseln - und zwar nachträglich.
Im Prinzip machen wir jetzt mit dem Terrain nichts anderes als vorhin mit den Wolken am Himmel. Wir öffnen ein Foto, ordnen alles so an, dass Bild und Render zu sehen sind und setzen den Quellen-Bereich für den Kopierstempel (1.) in das Foto (2.). So, und jetzt wird gepinselt (3.)!



Wer eine detaillierte Beschreibung erwartet, wird enttäuscht sein, aber nachdem ich das jetzt mit mehreren Bildern gemacht habe, kam ich zu der Erkenntnis, dass es stark vom Terrain und der Perspektive abhängt, wie man weiter vorgehen sollte. Also versuche ich mal ein paar allgemeine Tipps zu geben:

+ ziemlich weit reinzoomen und mit kleinen Pinselgrößen arbeiten -> ja, zeitintensiver, aber es lohnt sich!
+ Während der Arbeit immer mal wieder die Ebenstile wechseln (hier: "Ineinanderkopieren"). -> bringt Überblick und manche neue Idee. Allgemein verwende ich zum Auftragen "Luminanz" und ändere das später dann.
+ viele Ebenen verwenden! Gerade Vorder/Mittel/Hintergrund sollten auf jeden Fall auf verschiedenen Ebenen angelegt werden. So kann man einzelne Bereiche leichter weiterbearbeiten, z.B. Hintergrund abdunkeln, etc.

Das wichtigste aber ist, ein gutes Foto zu haben. Und das kann auch durchaus etwas merkwürdig erscheinen! Hier verwende ich z. B. ein Bild von schlammigem Waldboden, und zwar für die Felsen.

Feintuning:
Mit den "Abwedeln"/"Nachbelichten" Werkzeugen lassen sich nachträglich die Lichtverhältnisse anpassen. Außerdem kann man so weitere Details einfügen, bzw. hervorheben. Ich verwende den "Nachbelichter" mit der Bereichseinstellung "Tiefen" z.B. gerne, um kleine Klippen einzuarbeiten (siehe Pfeile), oder Felsen/Steinen einen stärkeren Schatten zu verleihen. Diese Technik lässt sich natürlich auch sehr gut auf eine ansonsten unbearbeitete Surface anwenden. Beim ersten Mal war es wirklich überraschend, welche Details sich so dem Terrain und der Surface noch hinzufügen lassen!



Hier noch ein Beispiel, was mit dieser Technik so alles möglich ist. Die roten Bereiche im rechten Bild zegien, wo überall mit dem "Nachbelichten"-Werkzeug gearbeitet wurde.



Und wie schon beim Himmel erwähnt: Es schadet nie, ein paar Ebenen mehr zu erstellen oder zu überlagern.


3. "Vermischtes"


Hier nun ein paar recht simple Tipps, mit denen man seine Bilder ein wenig "dramatisieren" kann - in welche Richtung nun auch immer.
1. - Eine Kopie eures Bildes als neue Ebene erstellen (Rechtsklick auf die Ebene -> "Ebene duplizieren"), Gaußschen Weichzeichner anwenden, und den Ebenenstil auf "Multiplizieren" stellen. Hier ein vorher/nachher Vergleich:



2. Nebel - Nebel bringt auch immer schön Stimmung in ein Bild, wie ich finde. Hier empfehle ich zwar, das ganze direkt in TG mit Glow zu realisieren, aber mit PW geht's natürlich auch. Einfach auf einer neuen Ebene mit einem weichen, weißen Pinsel ein paar Striche malen und dann abwechselnd mit "Gaußschem Weichzeichner" und "Bewegungsunschärfe" den Nebel in Form bringen.



Der Bogen in meinem Bild " ist auf diese Weise entstanden, allerdings wurde er noch gekrümmt. In diesem Bild erkennt man auch gleich eine zweite Variante für Nebel (siehe Kreise): Mit dem gleichen Verfahren wie für die Wolken, kann man natürlich auch den Nebel realisieren. Einfach weniger Deckung für die Ebene einstellen.



3. Surfacefarben - Kommen wir noch einmal auf die Surface zurück. Es ist nämlich sehr simpel, die Farben nachträglich noch zu verändern. Erstellt eine neue Ebene und setzt den Stil auf "Farbe". Dann könnt ihr mit einem weichem Pinsel in der gewünschten Farbe einfach die relevanten Stellen neu einfärben. Ist natürlich nicht nur für die Surface nützlich; so lässt sich z. B. auch die Farbe von nachträglich eingefügtem Nebel an die Lichtverhältnisse anpassen.
Man beachte den Rot-Ton im Gras, der so im fertigen Render noch nicht auftauchte...



So, das war's erst mal. Wenn mir noch was einfällt, gibt's ein Update. Und nun viel Spaß beim "postworken"! :-)


An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des gesamten dW-Teams bei Myth bedanken, der uns das Tutorial zur Verfügung gestellt hat.

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