Photoshop

Die Tonwertkorrektur (Photoshop Tutorial)

Tutorial erstellt von Sepa, letzte Änderung am 27.09.2007

Ich begrüße euch zu meinem Tutorial: Die Tonwertkorrektur.

Die Tonwertkorrektur ist ein sehr schönes Werkzeug, mit dem man in sekundenschnelle schöne Ergebnisse erzielen kann. Mir hat sie schon oft dabei geholfen, schlechte Bilder zu verbessern. Aber überzeugt euch selbst!

Hinweis: Das Tutorial ist für Benutzer gedacht, welche noch nie mit der Tonwertkorrektur gearbeitet haben.

Ich habe hier ein Bild:



Wie ihr sehen könnt, ist es ein Bild von einem Pool. Es erinnert an einen schönen Urlaub und deshalb sollte dieses Bild auch Spaß, Wärme, Erholung, etc. ausstrahlen.  Davon sehen wir hier aber nichts! Es wirkt langweilig und flau. Man könnte vermuten, es läge am Motiv, aber das ist falsch. Auch ein Bild von einem Stück Papier auf dem Boden kann spannend aussehen. Warum dieses Bild hier aber langweilig aussieht liegt daran, dass hier einfach der Kontrast fehlt und genau dafür gibt es die Tonwertkorrektur.

Aber fangen wir mal an!

Wir öffnen unser Bild und klicken auf Bild -> Anpassen -> Tonwertkorrektur  

Es öffnet sich ein Dialog zur Tonwertkorrektur:


Da die Tonwertkorrektur nicht ein "2-Klicks-Und-Fertig"-Effekt ist, sondern eher vielseitig, gibt es einiges zu erklären. Man sieht die Tonwerte in einer Art Grafik. Ich habe es mal rot eingerahmt. Ganz links sieht man, wie viele dunkle Farben in unserem Bild vorhanden sind. Gekennzeichnet werden diese durch den schwarzen Pfeil.

In der Mitte wird angezeigt , wie viele Mitteltöne in unserem Bild vorhanden sind, also Farben zwischen dunklen und hellen Bereichen. Wie man sieht, haben wir recht viele von diesen in unserem Bild. Gekennzeichnet sind diese von einem grauen Zeiger.

Ganz rechts befinden sich nun die hellen Farbtöne, welche mit einem weißen Zeiger gekennzeichnet sind.Wie man sehen kann, gibt es kaum helle Farben in unserem Bild und das ist der Grund, warum das Bild so langweilig wirkt.

Es wird Zeit, daran etwas zu ändern!

Um nun die Tonwerte, also die 3 Helligkeitsstufen, zu verändern, müssen die Zeiger bewegt werden. Was man jedoch wissen sollte ist, dass wenn man die Zeiger nach links bzw. rechts bewegt, der jeweilige Tonwert aufgehellt bzw.abgedunkelt wird. So könnte man annehmen, dass man (leider) die dunklen Töne nicht aufhellen und die hellen Töne nicht abdunkeln kann, denn dafür müsste man ja über den Rand hinaus. Aber ich kann euch beruhigen: Das braucht man sehr selten!

In unserem Fall möchten wir helle Farben einbringen, also regeln wir den weißen Zeiger nach links. Bewegt den Zeiger soweit, bis euch das Ergebnis gefällt. Man sollte stets einen guten Wert finden, damit das Bild schön aufhellt, aber nicht überstrahlt.



Achja: Oben rechts könnt ihr den Tonwert auch numerisch regeln!

Hier noch ein Vorher/Nachher Bild:



Nun sieht es doch schon spannender aus, nicht wahr? ;)

Um jetzt noch den Kontrast zu erhöhen, könnt ihr die Schwarz- und Mitteltöne ein kleines bisschen nach rechts schieben.



Somit habt ihr den Kontrast erhöht, indem ihr die weißen Töne heller gemacht und die Mittel- und Dunklentöne abgedunkelt habt. Das bild kann sich jetzt sehen lassen.

Es gibt noch einiges darüber zu sagen, aber jetzt seid ihr einfach dran:

Öffnet ein paar Bilder und probiert es aus. Achtet auf die verschiedenen Kanäle, die ihr oben anwählen könnt und probiert einfach aus! Der Rest wird sich dann schon ergeben! ;)

Zuletzt aber noch eine kleine Überlegung: Wir haben bis jetzt nur mit einem Bild gearbeitet, auf dem der komplette Bildinhalt auf nur einer Ebene gespeichert war. Aber was ist nun, wenn wir unseren Bildinhalt auf mehreren Ebenen haben? Die Befehle unter Bild -> Anpassen beziehen sich nur auf die gerade angewählte Ebene. Okay, man könnte die Ebene auf die Hintergrundebene reduzieren, aber oft möchte man doch die Ebenen nutzen um noch Veränderungen daran vorzunehmen. Deshalb gibt es die Tonwertkorrektur auch als Einstellungsebene.



Die Einstellungsebene bezieht sich dann auf alle Ebenen, die ihr untergeordnet sind. Also schiebt sie einfach an oberste Stelle und sie bezieht sich auf alle Ebenen.

So, das war's dann! Ich wünsche euch viel Spaß mit dem neuen Wissen und vergesst nie: Die Tonwertkorrektur ist euer Freund! ;)

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