Sonstige

Magix music maker 2005 - Teil 3 (Sonstige Tutorial)

Tutorial erstellt von Andreas, letzte Änderung am 09.04.2008



3. Drum- Synthesizer im MAGIX music maker

Im mmm begegnen uns insgesamt 5 Drumplayer. Die Beatbox, der Drumnbass- Player, der LiViD,die Scratch-Box und der Robota. Im ersten Teil der Drums betrachten wir den LiViD und den DrumnBass- Synthesizer.

1. Der LiViD- Synthesizer

Ich nehm an, LiViD steht für Live Virtual Drummer. In der Tat wird hier ein akkustisches Schlagzeug imitiert. Es handelt sich um einen loopbasierenden Player, der lediglich Pattern bietet, die wir geschickt aneinanderreihen können. Zudem gibt er beschränkt Zugriff auf einige Instrumentenwahlen.

Zieht den LiViD.syn in die Spur 1. In seinem Dialog können wir nun folgende Parameter einstellen:

1. Style:
Es stehen vier generelle Styles zur Verfügung: Pock, Rock, Funk und Latin. Jedes dieser Style hat 4 Varianten, einfach anwählen, fertig



2. pattern
Jeder Style kann in verschiedene Pattern unterteilt werden, Intro (Einleitung), Verse (Strophe), Bridge (Brücke, Überleitung), Chorus (Refrain), Outro ( Abschluß), Fill in
(Break bzw. Solo), ebenfalls einstellen, fertig.



3. Instrumenten/Spielweisenwahl
Überall, wo eine orangene Kugel auftaucht, können wir verschiedene Spielweisen einstellen, z.B. Hihat soft oder hard, bei der snare beispielsweise Stick (normale Spielweise), side stick (der Drummer legt den Stick auf das rim und die snare, bewegt diese auf der snare auf und ab, er schlägt also nicht echt zu, sondern kippt den Stick sozusagen an)… oder rim shot ( gespielt wie stick, nur berührt er dabei den Rand der Snare mit, was einen typischen metallischen Klang ergibt)

4. Shuffle/Humanize
Den Begriff des Shuffles haben wir im allgemeinen Teil geklärt, Humanize fügt noch menschliche „Fehler“ in der nicht gleich bleibenden Aufschlagstärke hinzu. Also beide Werte etwas angeschraubt, verleihen das „Live- Feeling“ eines Drummers, der freilich nicht wie ein Step-Sequenzer auf- und abnudeln kann, dann wäre er eine Maschine….
Um den Drummer echtes Leben einzuhauchen, bedarf es lediglich vieler aneinandergereihter Clips mit verschiedenen Einstellungen. Kleines Beispiel für einen Rock:



Tipp:
Jeder Clip erlaubt eigene Einstellungen, so kann sich freilich ein Pop-fill- in im Rock verirren, warum nicht… Besonders durch den Einsatz eines dezenten  Halles und des Equalizers aus dem Master FX (weil er auf jeden Clip in der Spur wirkt, müssen wir nicht jeden einzelnen Clip bearbeiten)  gewinnt dieser sonst simple Drumplayer deutlich Punkte… da er letztlich ein Sample-player ist, können wir ihn auch timestretchen und pitchen, damit klingt das Schlagzeug etwas tiefer oder höher, um dem schnöden Allerlei zu entgehen…

Hier mal ein Versuchsaufbau aus dem Master- FX und obigen Clipbeispiel



Alle anderen Effekte, die wir beispielsweise im Teil 2 bereits betrachtet haben , sind hier ebenfalls anwendbar…(Kurven etc.)

2. DrumnBass- Synthesizer

…klingt nicht nur ganz anders, beschert uns eine vollkommen andere Oberfläche und ein Haufen kleiner Zahlen. Außerdem brummt irgendwie ein Bass mit.

Es handelt sich um eine Kombination aus Loop-Player/Step- Sequencer (Drums) und Step- Sequencer (Bass).
Zunächst betrachten wir die Drums und schalten den Bass bitte ab. (roter Knopf links linksklicken…) also nur der blaue leuchtet noch. Sodann geht rechts oben in die Ecke und löscht den Rhythmus (Clear). So sollte es aussehen, bevor wir uns diesem Ding nähern…)



1. Start
Stellt einmal in der Mitte den Rhythmus Cranc ein, er ist jetzt nicht so
stimmgewaltig, dass wir gar nichts mitbekommen… (außerdem klingt der fetzte…*g*) und drückt play. Ein gleich bleibendes pattern wiederholt sich stetig. Wir schielen nach oben und erkennen, dass der Rhythmus-part aus 2 bars besteht und wir Stepps eingeben können -steht ja links daneben- weiter sehen wir, dass wir es wieder mit 16 steps pro bar zu tun haben.

In bar 1 steht im ersten Step eine „1“; linksklickt ihr diese, wird daraus eine 2, eine 3, eine 4, dann kommt was ulkiges, beim nächsten mal ein Zeichen für Zurückspulen und beim nächsten Mal ein Zeichen für Stop, dann geht das ganze Spiel wieder von vorn los, klickt ihr rechts, steht gar nichts mehr da… Nun, ähnlich wie der LiViD- Syn werden pattern abgespielt, aber wir können innerhalb eines bars 16 Events setzen und somit Startpunkte erzeugen. Dabei wird nicht ein Instrument, sondern das Loop gestartet, da der DrumnBass wie oben erwähnt loopbasierend arbeitet, allerdings per Steps gesteuert werden kann. Die 1 steht für die erste Loop- Variante, die 2 – 4 für andere Varianten des patterns, das Zurückspulen ist eine reverse- Funktion, das Sample wird verkehrt herum gespielt, der blaue Würfel ist ein Pause- und Stop- Event.  Also Test: Klickt folgendes hinein:



Bar (Takt 1) startet mit dem ersten Loop und spielt ihn 8 Sechszehntel lang (gleich 2 Viertel Noten…), dann wechselt der Synthi ab dem neunten Sechzehntel (ab dem dritten Viertel) auf Loop 2 und spielt es bis zum Ende der bar 1. Bar 2 schließt sich nahtlos an und startet wieder mit dem Loop 1, ab dem zweiten Viertel spielt er Loop 3, ab dem dritten Viertel Loop 4. Zwei Sechszehntel später spielt er Loop 4 für ein Sechszehntel rückwärts, ein Scratch- Effekt entsteht, aber nicht lange, weil gleich im nächsten Sechszehntel eine Pause ist, die letzten Sechszehntel starten jeweils Loop 1. Da bei diesem Rhythmus die Bass- drum am Anfang zu hören ist, hören wir nun die letzten Sechszehntel eine sich wiederholende Bass-drum. Dadurch, dass es sich um einen Stepsequencer handelt, der Loops wiedergibt und dadurch, dass wir pro bar 16 Events setzen können, ergeben sich die abgefahrendsten Rhythmusmuster.

2. Flam
Flam ist aus der Drummer- Sprache und bedeutet „Doppelschlag“, wenn ihr also ein Flam unter einem Step einschaltet, erfolgt eine kurze Doppelung des Musters.

3. Velocity
Velocity kann man mit Anschlagdynamik/-stärke übersetzen. Dieser Parameter ist entweder für die gesamte Schlagzeugspur auf das Volumen oder den Filter einsetzbar. Hier ein Beispiel für eine Volumen- Velocity. Die letzten vier Bass-drums, die mit 1 gestartet werden, erhalten ansteigende (wir haben vorher Volume angeklickt) Velocity- Werte, damit setzt die Bassdrum leiser ein und wird immer lauter. Die Velocity – Werte ändert ihr mit Linksklick (Anstieg) oder Rechtsklick (abfallend)



Der Rest ist wieder mal ein Fall von unendlichen Tests….

4. Der Bass- Sequencer

Aktiviert wieder den Bass- Synthi (links komischen roten Knopf anklicken…) Bitte ebenfalls Clear und als Klangbild „Analog2“ einstellen.



Oben wieder zu erkennen der Step- Sequencer, wir könnten wieder 16 Sechszehntel pro Bar setzen. Aber wo kommt der Ton nun her?

Linksklickt auf  den ersten Step bei Notes, es öffnet sich ein popup- Menü, dort scrollt zu dem Ton, den ihr haben wollt; wir wählen auf den ersten Step mal ein G…



Aller zwei Steps setzt bitte in der ersten bar jeweils die Note G. Gleich darunter können wir die Oktave festlegen, immer abwechselnd auf und ab, wie auf dem Screen einstellen, wir haben einen Walking- Bass erstellt (Oktav- Bass…)



Wer möchte, kann die Töne kürzen durch Pausen, dazu einfach in die freien Steps rechtsklicken, es erscheint wieder ein Stopzeichen…



Uns weil das klappt, machen wir die bar 2 auch gleich fertig, diesmal wie folgt:



Es folgt in bar 2 die Note C, die aber nicht gestoppt wird. Dann ein kleiner Akzent, dreimal C, dadurch dass sie hintereinander kommen, stoppen sie automatisch, da jedes Mal das Event neu gestartet wird. Die letzten vier Noten sind F F, Fis (F#) Fis, wir haben soeben ein kleines Bass- Muster erstellt, play und erfreuen….. Steps werden hier durch Rechtsklick gelöscht oder einfach überschrieben….Soweit zum DrumnBass, der ebenfalls durch Austesten viel Durchgeknalltes fabrizieren kann. Die Random- Funktionen erstellen wieder Zufallsmuster, die allerdings wirklich sehr …zufällig….klingen…*g*  Wenn ihr nur eine der beiden bars braucht, kommt das Clipdenken wieder zum Einsatz, also nix löschen, sondern im Arranger- Fenster den Clip verlängern oder von links (rechts) stauchen, damit nur das benötigte Bar „übrig“ bleibt, der Rest wird nicht gelöscht, sondern nur stumm geschaltet. Wenn ihr ihn kopiert, könnt ihr ihn wieder lang ziehen etc…

Der BassnDrum leidet allerdings unter einem Lautstärke- Missverhältnis zwischen Drums und Basses, die meisten Bass- Wellenformen sind so schwach, dass ihnen der nötige Druck fehlt, daher muss in vielen Fällen das Drumvolume zurückgeschraubt werden, um den Bass überhaupt wahrzunehmen

Noch ein kleines Klangbeispiel des DrumnBass.syn mit folgenden Einstellungen



Download: Klangbeispiel drumnbass.mp3

Noch schnell einen oben drauf…

Wir wollen dieses Klangbeispiel für einen weiteren spannenden Effekt in diesem Tutorial nutzen, dem FFT- Equalizer.

1.
Fertigt eine Audioaufnahme (genau wie bei den Fröschen im Teil 1*g*). Somit haben wir in Spur 1 den Synthesizer und in Spur 2 eine Kopie in Audio- Format. Den Clip in Spur 2 werden wir mit Audio- Effekten bearbeiten.

2.
Verschiebt den Audio-Clip so, dass beide Spuren synchron klingen.



3.
Beim wave (Spur 2) öffnet bitte den Wave- Editor über Extras-Wave extern bearbeiten. (Der Screen könnte bei euch anders aussehen, normalerweise wird bei einer Audioaufnahme des Clips ein rot eingefärbtes "Take1" hergestellt...)
Selektiert den gesamten Bereich des Loops (entweder per Maus oder über Bereich –Bereich über alles). Über Effekte rufen wir den FFT- Equalizer auf. Klingt urst kompliziert, ist aber nichts weiter als eine Art Frequenzbandfilter, der sich auf bestimmte Filterungen „spezialisiert“ hat…



Im FFT- Editor wählt unter Presets RhythmFilter3 aus und bestätigt OK.



Nun sieht das bearbeitet wave in etwa so aus (ausschnittsweise):



Wenn ihr play drückt, lässt dieser Effekt nur noch ein bestimmtes Frequenzband durch, der Rest wird gefiltert, es entsteht ein „spaciger“ Rhythmus. Speichert es im wave- Editor ab, so ihr es behalten wollt und schließt ihn wieder.

So arrangiert (oben das Original, unten der FFT- Filter) klingt es wie folgt: Zuerst der FFT- Filter eingefadet, dann das Original, dann beide zusammen…



Download: Klangbeispiel drumnbass1.mp3

Klingt doch schon aufregender, oder? Ich hoffe, damit sind alle Unklarheiten beseitigt… Testet einmal die anderen FTT- Equalizer bzw. andere Effekte, wenn ihr schon hier seid.

Der nächste Teil widmet sich der Beat- Box, der nun mal richtig einen auf  „klassischen“ Step- Sequenzer macht…

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