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Handbuchreihe: Einführung (Terragen Tutorial)
Tutorial erstellt von Alex, letzte Änderung am 18.05.2007Einführung
Dies wird eine relativ lange Reihe von Tutorials. Das Programm Terragen wird euch von Grund auf erklärt. Da dies sehr komplex ist wird es mehrfach aufgeteilt.
Doch was ist Terragen eigentlich?
Terragen ist ein Grafikprogramm, welches kostenlos auf www.planetside.co.uk gedownloadet werden kann. Man muss nicht selbst wie in Photoshop oder Cinema 4D etwas zeichnen oder modellieren, sondern erklärt dem Programm mit Hilfe von Zahlenwerten was es zu tun hat.
Fangen wir einmal an und schauen wir uns einfach mal die Benutzeroberfläche an.
Teil 1: grober Einstieg
Terragen ist hauptsächlich auf Landschaften ausgelegt. Das wird uns direkt schon deutlich, wenn wir das Programm starten.
Die Vorgehensweise um ein neues Bild zu erstellen ist einfach. Zuerst erstellt man ein Terrain – also eine Landschaft -, dann texturiert man die sie indem man Surface Maps hinzufügt, dann fügt man ggf. Wasser hinzu und kümmert man sich um den Himmel, Wolken, Atmosphäre, und Sonne.
Beginnen wir einmal damit ein einfaches 0 8 15 Terragenbild zu machen.
Im Fenster „Landscape“, welches beim Programmstart "on Top" ist, klickt ihr zunächst auf „Generate Terrain“. Logisch… wir wollen ein neues Terrain generieren.
Die Einstellungen werden wir in anderen Teilen des Tutorials behandeln, es geht jetzt erst einmal darum euch einen groben Überblick über die Programmfunktionen zu bieten. Also lasst einfach Alles so wie es ist und klickt in dem neuen Fenster nochmals auf „Generate Terrain“.

In dem rot unterstrichenen Vorschaufenster seht ihr nun euer erstelltes Terrain aus der Vogelperspektive. Mit einem Klick auf dieses, vergrößert sich die Ansicht, und ihr bekommt einen Kamerablickwinkel. Mit der linken Maustaste positioniert ihr die Kamera, mit der rechten Maustaste ändert ihr die Größe des Winkels.
Setzt eure Kamera jetzt mal in ein Tal, auf einen Berg schauend. Wichtig dafür ist zu wissen, dass hohe Gebiete hell und niedrige Gebiete dunkel dargestellt sind. D.h. Täler sind schwarz, Berge weiß.

Nachdem ihr eure Kamera gesetzt habt wird es Zeit die ganze Sache mal in 3D zu betrachten. In eurem Fenster „Rendering Control“, welches seit Programmstart schon offen ist, und sich über das erste Symbol in der Symbolleiste links aufrufen lässt, könnt ihr euer Bild rendern.
Klickt einmal auf „Render Preview“ und schaut euch euer Bild an. Ändert jetzt ggf. eure Kameraeinstellungen, falls ihr direkt auf einen Berg guckt o.Ä., damit ihr in etwa einen Blick erhaltet wie ich.

Wichtig ist, dass ihr den Detailregler ganz nach rechts schiebt (siehe Bild), sonst sieht es verpixelt aus. Die Senkung der Details, und somit Verpixelung des Bildes ist sinnvoll, wenn man später bei Wasser, Atmosphäre Surface etc. mal schnell einen Blick drauf werfen möchte, aber nicht jedes Mal 5min warten will bis es gerendert ist. Wer zudem noch einen langsamen Computer hat, sollte auf eine schöne Darstellung verzichten und die Details etwas weiter runterstellen.
Jetzt haben wir also ein Gebirge mit Himmel. Sieht noch relativ langweilig aus. Darum erstellen wir für die Berge erst einmal eine schöne Textur. Gehen wir wieder in das Fenster „Landscape“, und betrachten den unteren Teil davon. In der weißen Liste haben wir bereits einen Eintrag „Surface Map“. Das ist unsere Textur. Um diese nun zu bearbeiten klicken wir auf „Add Child“, rechts daneben, und in der Liste wird ein neuer Eintrag gemacht. „New Surface“.

Ein Doppelklick auf „New Surface“ öffnet das benötigte Fenster.
Ihr seht links eine graue Kugel. Diese Kugel spiegelt eure Textur wieder. Rechts neben der Kugel seht ihr den Button „Colour“, wo ihr jetzt mal draufklickt.

In dem neuen Fenster „Surface Colour“ lässt sich die Farbe einstellen. Da wir beabsichtigen die simpelste Art von Gras zu erstellen, wählen wir einfach die schon vorgegebene grüne Farbe aus, und klick auf OK.
Ihr seht, die Kugel hat ihre Farbe schon geändert.
Es folgt wieder ein Klick auf Ok, und wenn ihr wollt ein Testrender im Fenster „Rendering Control“. Ihr müsstet jetzt sehen, dass eure Landschaft nun ein bisschen mehr grüne Stellen hat.
Belassen wir es für den Augenblick erstmal dabei, und machen wir mit dem Wasser weiter.
Das dritte Symbol in der Leiste links ist das Wassersymbol. Ein Klick auf dieses öffnet das Fenster „Water“. Uns interessiert im Moment nur eine Einstellung, und zwar die Erste.

Water Level bestimmt die Höhe des Wassers. Auf -300m eingestellt, ist das Wasser so tief, dass es unter der Erde ist. Probiert nun aus wie hoch ihr das Wasser stellen müsst, damit es den Boden bedeckt, aber immer noch Berge herausragen. Im Fenster Rendering Control und Landscape, wird das Wasser blau dargestellt. Je mehr blau ihr in diesen Vogelperspektiven seht, desto mehr Wasser ist auch letztlich auf eurem Bild. Stellt nun euer Wasser so ein, dass ihr meint es ist in Ordnung, und rendert ein Preview.

Jetzt werdet ihr auch schon feststellen, dass das Rendern des Previews deutlich länger dauert und schon bald eine Umstellung auf eine niedrigere Detailzahl sinnvoll wäre.
Belassen wir es bei diesem Standartwasser und kümmern wir uns um den Himmel.
Klickt auf das Symbol

um die Wolken zu bearbeiten. In dem Fenster das sich nun öffnet – Cloudscape – seht ihr ein großes Fenster mit kleinen weißen Wölkchen. Für unser Bild wollen wir aber jetzt erstmal große weiße Wolken (schönes Wetter).

Dieses Bild muss ich wohl erstmal erklären. Ihr klickt zuerst auf „Edit Cloud Colour…“ und wählt dort weiß aus. Dann bestätigt mit ok und klickt auf „Generate Clouds…“. Es öffnet sich das Fenster welches oben auf dem Bild abgebildet ist: „Cloud Genesis“. Da wir ja große Wolken haben wollen, stellen wir „Largest Cloud Size“ auf die dritt höchste Stelle. Bestätigt mit „Generate Clouds“ und schaut wie sich das Vorschaufenster verändert hat. Damit die Wolken jetzt auch noch richtig schön werden stellt ihr unten „Density Contrast“ auf 50 und „Density Shift“ auf 25.
Rendert ein Preview und ihr werdet hoffentlich schöne dicke weiße Wolken sehen.
Damit es für den Anfang nicht zu kompliziert wird lassen wir die Atmosphäre erstmal weg und fahren mit der Sonne fort.
Klickt auf das Symbol.

Hier im „Lightling Conditions“ Fenster werden wir wieder nur das Nötigste behandeln. Das wäre zum einen die Positionierung der Sonne, und zum anderen das Ground Level, also die Höhe der Sonne.
Als Erstes müsst ihr auf dem kleinen Vorschaubild mit der Maus die Sonne so setzen, dass sie in die gleiche Richtung zeigt wie eure Kamera. Dabei orientiert ihr euch am Besten an dem Vorschaubild im „Rendering Control“ Fenster. Ich habe diese beiden Vorschaubilder mal nebeneinander gesetzt, damit ihr besser versteht was ich meine.

Links Sonne, rechts Landschaft.
Rendert jetzt einmal eure Preview und schaut ob ihr die Sonne schon sehen könnt. Wenn nicht, dann liegt das wohl daran, dass sie noch zu hoch steht. Wir könnten den Blickwinkel unserer Kamera jetzt an die Sonne anpassen, jedoch ist es einfacher wenn wir einfach die Sonne ein Stück runterziehen. Das geht mit der Funktion „Ground Level“. Schiebt die Linie einfach etwas tiefer,

oder verändert unter dem Bild einfach den Zahlenwert. Bei mir steht Dieser jetzt auf 8,6. Rendert nochmals euer Preview und schaut ob alles so ist wie ihr euch das vorstellt. Bei mir ist es nicht so. Die Reflektion des Sonnenlichtes ist für meinen Geschmack viel zu hoch.

Das ist aber auch kein großes Problem.
Wo suchen wir die Lösung?
Richtig, bei den Wassereinstellungen.
Rufen wir also das Fenster „Water“ wieder auf und klicken auf die Karteikarte „Reflections“

Ich habe alle dort vorhandenen Werte einfach mal ein Stück runtergesetzt. Es ist aber von Bild zu Bild unterschiedlich, also probiert einfach aus.
Unser Bild ist nun fertig. Wir haben Berge, Wasser, Himmel und eine Sonne. Jetzt wollen wir das Ganze nur noch gescheit groß rendern.

Klickt auf „Render Settings…“ und stellt in der Karteikarte „Image“ die Größe eures Bildes ein. Standardmäßig steht diese auf 640x480, ich empfehle aber Bilder deutlich größer zu rendern, und sie nachher zu verkleinern. Bei der Freeware Version von Terragen ist die maximale Bildgröße 1280x960, und diese stellt ihr am besten auch ein. Dann klickt auf „Close“ und auf „Render Image“. Euer Bild wird nun in einem großen Fenster gerendert.

Mit einem Klick auf „Save“ könnt ihr euer Bild speichern.
Beachtet: Wenn ihr das Programm schließt, gehen alle Daten verloren und ihr müsst komplett neu anfangen. Wie ihr eure Daten speichert erfahrt ihr unter Anderem in einem der nächsten Teile der Tutorialreihe.
Ich hoffe ich konnte euch einen groben Einblick in das Programm verschaffen, und ihr seid bereit in den nächsten Teilen alle Funktionen des Programmes detailliert erklärt zu bekommen.
Bis dann,
Vagabond
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