Terragen

Handbuchreihe: Sonne (Terragen Tutorial)

Tutorial erstellt von Alex, letzte Änderung am 22.05.2007

Sonne]


In diesem Teil beschäftigen wir uns mit den Einstellungen der Sonne.

Die Sonne ist in Terragen ein sehr wichtiger Faktor für ein gelungenes Bild. Die Sonne ist nicht nur wichtig wenn sie sichtbar ist, sondern auch wenn sie nicht auf dem Bild zusehen ist. Viele Faktoren wie z.B. Schatten oder Himmelfarbe sind abhängig von der Sonne. Zusätzlich kann ein faszinierender Sonnenuntergang oder auch ein Mond mit Hilfe der Sonne gemacht werden. Doch wie spezifische Dinge zu realisieren sind gehört hier nicht hin. Wir beschäftigen uns wieder einmal mit der Basis. Den Grundlagen.

Öffnen wir also das „Lighting Conditions“ Fenster, mit einem Klick auf das Sonnensymbol



und orientieren uns erstmal in dem großen Fenster.



Im oberen Teil kann man mit Hilfe der Buttons „Open…“ und „Save…“ fertige Sonnen laden und speichern. Darunter gibt es 2 große Fenster. Diese bestimmen die Position der Sonne.



Im linken Fenster gibt man die Scheinrichtung der Sonne an. Man bedient dieses Fenster indem man mit Hilfe der linken Maustaste den roten Strich bewegt. Der Strich ist in der Mitte fixiert und stellt den Sonnenschein da. Die Sonne ist der Mittelpunkt, und der äußere Punkt der Linie gibt die Scheinrichtung an. Um die Sonne vor der Nase zu haben muss also die Kamerarichtung und die Sonnenrichtung die Selbe sein.



Links das Previewfenster, in der Mitte der Kamerawinkel, rechts die Scheinrichtung.

Wie man hier gut sieht zeigen Kamera und Sonne in dieselbe Richtung. Folglich entsteht das Ergebnis wie links zu sehen ist.

Im rechten Fenster gibt man die Höhe der Sonne an. Man bedient dieses Fenster indem man mit Hilfe der linken Maustaste den roten Strich nach Oben oder Unten bewegt. Soll es z.B. wenig Schatten geben muss die Sonne ganz hoch stehen. Für einen Sonnenuntergang stellt man sie hingegen eher tiefer.

Mit den Werten „Sun Heading“ und „Sun Altitude“ kann man statt des groben Stricheverschieben exaktere Werte eintragen.



Schauen wir uns die Einstellungen daneben an.



Terrain Casts Shadows:
Stellt Schatten auf dem Terrain aus. Es gibt eigentlich keine Gründe diese Option zu deaktivieren. Der Einzige wäre vielleicht, dass die Renderzeit ein wenig verkürzt wird.

Clouds Cast Shadows:
Mit dieser Einstellung können ein paar spektakuläre Sonnenstrahleneffekte erzielt werden. Ich werde darüber noch ein Tutorial schreiben. Standardmäßig kann man diese Option deaktiviert lassen, weil sie auch für eine deutlich längere Renderzeit sorgt.

Shadows in Atmosphere:
Diese Option ist recht wichtig, jedoch nur wirkungsvoll wenn man gegen die Sonne schaut. Sie lässt Terrainschatten und Sonnenstrahlen im Nebel darstellen und sorgt für das leichte Glühen der Sonne. Es ist wieder eine Funktion die nicht gut beschrieben werden kann. Man sollte sie aber keinesfalls ausschalten, da sonst sehr viel Realität verloren ginge.

Shadows on Water:
Ist zuständig für Schatten von Wolken und Terrain auf dem Wasser.



Hier lassen sich zusätzliche Effekte und Accessoires hinzufügen, welche aber nach der Installation nicht vorhanden sind und manuell gedownloadet werden können.

Soviel zum oberen Teil des „Lighting Conditions“ Fensters. Jetzt schauen wir uns die 4 Registerkarten des unteren Teils an.

1. Direct Sunlight




Direct Sunlight regelt, ob und wie sich das Sonnenlicht im Zusammenhang mit der Atmosphäre und Wolken verläuft und rötlich färbt.

Das war einfach einmal eine holprige Übersetzung der englischen Definition.

Specify Sunlight Colour / Realistic Sunlight Penetration System:

Dies sind zwei verschiedene Methoden um eine Szene auszuleuchten. Viele Einstellungsmöglichkeiten sind mit „Specifiy Sunlight Colour“ deaktiviert. Realistic Sunlight erzeugt ein realistisches Sonnenlicht, welches im Bezug zur Atmosphäre, den Wolken und dem Rest der Szene steht. Bei „Specify Sunlight Colour“ kann die Sonnenfarbe unabhängig vom Rest manuell eingestellt werden.



Sunlight Strength regelt die Stärke des Sonnenlichtes.



Hier stellt man ein in wie weit die Atmosphäre die Sonne beeinflusst. Ein etwas erhöhter Wert bringt z.B. mehr Ausdruck in Sonnenuntergänge. Für normale Szenen kann der Wert bei 100% gelassen werden.



This setting controls how deep into shadow the landscape and haze is below the cloud layer.

Ich finde leider keine passenden deutschen Worte dafür. Verzeiht mir.

2. Background Light






Background Light regelt die Lichteinstellungen im Hintergrund oder Schatten.

Die Bilder zeigen einmal die Einstellungsmöglichkeiten beim aktivierten Single Colour Modus und beim Multi-directional Modus.

Single Colour / Multi-directional Lighting:
Der Single Clour Modus erlaubt einem eine spezifische Farbe für die Illumination der Schatten zu wählen und erlaubt eine einfache Kontrolle über das Auftauchen von Schatten. Der Multi-directional Modus benutzt für die Illumination der Schatten 3 Farben. Diffuse Sunlight, Light from Above, and Reverse Light. Der Multi-directional Modus sollte verwendet werden, wenn das Meiste der Landschaft im Schatten liegt.



Shadow Lightness:

Diese Funktion dient zur Helligkeitskontrolle der Schatten. Je höher der Wert, desto heller der Schatten. Je niedriger, desto dunkler.

Beim rendern von Sonnenuntergängen kann eine höhere Realität erzielt werden, wenn Shadow Lightness reduziert wird.

3. Sun’s Appearance




Sun’s Appearance regelt die Erscheinung der Sonnenscheibe und Corona.

Disc Diameter:

Regelt wie groß die Sonne am Himmel erscheint. Dies beeinflusst auch die Weichheit der Schatten. Ein kleinerer Durchmesser hat einen härteren Schatten zur Folge. Der Wert 1, ist angemessen für realistische Szenen auf der Erde.

Corona Size:

Die Corona Size reguliert nicht die Größe dessen, was Astrologen als Corona bezeichnen. Es ist der Schein um der Sonne herum.

4. Lighting of Atmosphere




Regelt wie die Atmosphäre auf die Sonne „reagiert“.

Glow Amount:

Controls how much the sun causes the haze to glare near the sun.

Glow Power:
Adjusts the falloff power for the glow. Meistens ist der Wert von 100% in Ordnung.

Das war’s dann zu dem Teil „Sonne“.

Bis dann,
Vagabond

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