Terragen

Surface eines Berges (Terragen Tutorial)

Tutorial erstellt von Alex, letzte Änderung am 28.05.2007

Heute gibt es ein kleines Minitut für euch, obwohl recht kurz, für Anfänger trotzdem informativ.



Es geht um die Texturierung eines Berges.

Ich habe in Terragen ein Terrain generiert und mir eine schöne Perspektive gesucht.



Versucht so eine ähnliche Perspektive zu wählen, und zwar die Kamera relativ weit unten auf dem Boden, leicht nach oben geneigt auf einen Berg schauend.

Nachdem wir das Terrain haben können wir uns um die Surface kümmern. Ich dachte mir, wir machen oben auf den Gipfel des Berges erstmal ein bisschen Schnee. Unten im Tal dann grünes Gras und dazwischen, an den steilen Hängen des Bergs grauen Stein.

1. Schnee



Wir erstellen keine aufwändige Schnee Surface, weil das absolut unwichtig für das Bild ist. Der Gipfel des Berges ist relativ weit weg und auch nur wenig von Schnee bedeckt.

Wir erstellen darum einfach einen neuen Layer, geben ihm eine weiße Farbe und setzen Bumpiness und Mimic Terrain ganz runter.



Grund:

Bumpiness ist bei unserem Schnee einfach gar nicht vorhanden, weil es eine weiche dicke Schneedecke sein soll, die so dick ist, dass man die Unebenheiten auf dem Untergrund gar nicht mehr sieht. Und genau das ist auch gleichzeitig der Grund dafür, dass wir Mimic Terrain ausschalten.

In den erweiterten Einstellungen stellen wir jetzt noch Coverage  ganz hoch, und Fractal noise ganz runter.



Und fertig ist unsere schöne dicke Schneedecke.

Damit der Schnee jetzt auch wirklich nur auf dem Gipfel zu sehen ist und nicht auch auf dem Rest des Terrains brauchen wir die Höheneinstellungen Altitude Constraints.



Wer mit diesen Einstellungen nichts anfangen kann liest sich am besten erstmal den Abschnitt Surface der Handbuchreihe durch.

Min altitude legt in unserem Fall die Schneegrenze fest. Um zu wissen wie hoch unser Berg ist brauchen wir nur im Landscape Fenster die große Karte aufrufen. Wenn wir mit der Maus über das Terrain fährt bekommen wir am Fuß des Fensters die Koordinaten angezeigt. Die Koordinate Z bestimmt die Höhe. Haben wir eine ungefähre Vorstellung von der Höhe des Berges, können wir anfangen bei Min Altitude die Werte auszuprobieren. Wenn der Berg jetzt z.B. eine Höhe von 800 Metern hat, und man möchte, dass nur der obere Teil vom Schnee bedeckt ist, so wählt man als Min altitude ca. 600 Meter. das ist im großen und ganzen eigentlich nur Ausprobieren und man muss die Geduld haben verschiedene Höhen auszuprobieren. Haben wir einen passenden Wert gefunden, können wir mit dem Regler daneben bestimmen wie hart/weich der Übergang sein soll.



Hier sieht man deutlich den Unterschied. Beim ersten Bild entsteht eine unrealistische harte Abgrenzung, beim Zweiten verläuft der Schnee langsam...

Zu Beachten ist, dass je weicher der Übergang ist, desto weiter oben er anfängt, und desto weniger Schnee ist im Endeffekt zu sehen. Die beiden Bilder oben haben bis auf die unterschiedlichen Sharp/Fuzzy Werte die selben Einstellungen, und man sieht deutlich die unterschiedliche „Menge“ an Schnee.

Wählen wir also einen mittigen Wert aus.

Zu guter Letzt deaktivieren wir noch Max Slope.


2. Gras



Beim Gras ist es eigentlich das Selbe in grün *g*.

Wir erstellen wieder einen neuen Layer, dem wir allerdings diesmal eine grüne Farbe nehmen. Der Einfachheit wegen habe ich die Vorgefertigte dunkelgrüne Farbe im Colour Fenster genommen. Bumpiness und Mimic Terrain sind je nach Belieben anzupassen.



Damit wir dieses mal beim Gras keine deckende Fläche wie beim Schnee haben, sondern doch mal hier und da ein paar andersfarbige Fleckchen, setzen wir Coverage und Fractal noise nicht auf solch „krassen“ Werte wie beim Schnee, sondern bewegen uns von den beiden Extremen ein kleines bisschen Richtung Mitte.



Fertig ist das Gras.

Oben Schnee und Unten Gras. Also ist für uns dieses mal nicht der Min altitude sondern der Max altitude Regler interessant. Wir bestimmen also bis zu welcher Höhe der Layer sichtbar sein soll.



Hier gilt wieder das Gleiche wie beim Schnee. Schaut euch die Höhenangaben eures Berges an und probiert aus ab wann die steilere Steigung des Berges anfängt, und somit kein Gras mehr drauf wachsen kann.

Zuletzt deaktivieren wir wieder Max Slope und fertig ist das Gras.

3. Fels



Eigentlich könnte man jetzt Schluss machen, aber ich finde es noch wichtig den untexturierten Bereich des Berges noch mit einer felsigen Farbe zu bemalen. Wieso ist ganz einfach. Ich bin der Meinung, dass der Übergang von Schnee zu Fels und von Fels zu Gras noch realistischer wird, wenn wir bei dem Fels Layer nochmals die Werte Min und Max altitude eingeben, und sich somit der Fels genau an der Stelle ausblendet wo sich das Gras einblendet. Da diese beiden „Einblendungen“ nicht deckungsgleich sind, entsteht noch ein bisschen mehr Realität. Und darauf kommts ja an ;)

Sucht euch also eine schöne felsige Farbe aus, passt Bumpiness und Mimic Terrain, nach eurem Geschmack an, und übernehmt die Werte Min altitude aus dem Schneelayer und Max altitude aus dem Graslayer für den Felslayer. Ggf. müssen die Werte noch leicht angepasst werden.

Und unser Final:



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