Terragen

Rays (Terragen Tutorial)

Tutorial erstellt von powerschulzi, letzte Änderung am 22.05.2007

Jeder kennt sie. Die schönen Sonnenstrahlen, die die Sonne hervorbringt, wenn sie sich hinter einer Wolke versteckt.
Auch in Terragen sind diese Strahlen möglich - von dezent bis zu den unrealistisch starken "Black Rays".

1. Entstehung

Rays entstehen, wenn eine Wolke oder eine Erhebung im Terrain einen Schatten wirft. Den daraus resultierenden Hell-Dunkel-Kontrast können wir dann sehen.
Da die Sonne (normalerweise) keine große Scheibe am Himmel ist, sondern eher mit einem Punkt vergleichbar ist, verlaufen die Strahlen nie parallel. Wie stark wir das im Bild sehen, hängt ganz vom Sonnenstand ab.
Steht die Sonne in der Bildmitte, fallen die Straheln links davon nach links ab, Strahlen rechts im Bild fallen nach rechts ab.



Verschieben wir die Sonne an den linken Bildrand, fallen logischerweise alle Strahlen nach rechts.

2. Farbe

In Terragen können wir die Farbe der Sonne ändern. Da das Licht von der Sonne kommt und deshalb deren farbe annimmt, steuern wir mit der Sonnenfarbe auch gleich die Farbe der Rays.
Das Problem bei manchen Bildern: Eine veränderte Sonnenfarbe zerstört die Surface. Das ist nicht so toll. Dann kann man aber die Rays in Nebel erscheinen lassen. Und diesen Nebel kann man auch einfärben.
wenn wir nun also mit Simple Haze einen blauen Bodennebel erzeugen und weißes Licht hineinfalen lassen, haben wir blaue Rays.
Mit der eingefärbten Simple Haze sind allerdings auch gleich die Wolken blau eingefärbt. Das kann man durch Schatten wieder ausbügeln, was sich aber wieder auf andere Faktoren auswirkt.
Auch durch das Atmospheric Blue kann man die Farbe der Rays beeinflussen. Bei einer dichten, baluen Atmo sind die Rays blau, bei einer dichten roten sond sie rot. Je dünner die Atmo wird, desto mehr gleicht sich die Farbe an die der Sonne an.



3. Stärke der Rays

Wie oben schon geschrieben, bestehen Rays aus einem Kontrast zwischen Licht und Schatten. Je stärker der Kontrast ist, desto deutlicher sind die Rays zu sehen.
Dreht man also die Sunlight Strength hoch und die Shadow Lightness runter, erhält man starke Rays. Gleicht man die Werte an, gibt es dezente Rays.
Bei Bildern mit hohem Realitätsgehalt empfehlen sich aber nur dezente Rays, denn die Natur kennt nur eine Sonnenstärke von 100%, nicht höher. Und die Schatten sind auch niemals schwarz. Demnach gibt es auch nur dezente Rays.
Das stärkste (und damit unrealistischste) Ergebnis erzielt man mit den "Black Rays", auf die später im Tutorial noch einmal genauer eingegangen wird.



4. Black Rays

Ein sehr bekannter und belieber Effekt sind die Black Rays. Hierbei wird der gesamte Himmel nur durch die Rays beleuchtet. Es entsteht eine Art Farbverlauf.
Hierbei spielt ein möglichst großer Kontrast eine wichtige Rolle.
Wir gehen also in die Wolkeneinstellungen und setzen Darkening auf 100%, Contrast auf 200% und Density Shift auf 20%. Die Wolkenfarbe ist schwarz.
Nun erstellen wir neue Wolken mit einer minimalen wolkengröße und einer maximalen Persistence.
Zu guter Letzt setzten wir die Altitude höher (700 bis 900) und legen eine Sky Size von 10000 bis 12000 fest. Die genauen werte hängen immer vom PoV ab, da dieser bei (fast) jedem Bild eine andere Größe hat.
Auf zu den Lichteinstellungen: Sunlight Strength sehr hoch, also 600 bis 800. Zum Kontrast dazu eine Shadow Lightness von 0%, also schwarz. Disk Diameter und Corona Size stellen wir auf 0, denn man soll die sonne ja nicht noch durch die Wolken scheinen sehen.
Glow Amount und Glow Power in den Lightning-of-Atmosphere-Einstellungen setzen wir auch auf 0.
Zum Schluss aktivieren wir die Option "Clouds cast Shadows" und rendern unsere Rays.
Die Farbe der Rays kann man mit Atmospheric Blue ändern.

5. Low Beams

Low Beams sind Rays in einem niedrigem, leuchtendem Nebel, auch genannt Glow.
Einen Glow erzeugt man, indem man der Atmospheric Blue eine niedrige Half-Height und eine hohe Density zuweist.
Zusammen mit den Atmosphäreeinstellungen für die Black Rays gibt das einen Gloweffekt mit Strahlen darin.
Da Low Beams aber de Himmel schwarz Färben, sind sich nicht unbdeingt für jedes Bild geeignet, machen sich aber in der Vogelperspektive gut.

6. Step by Step zu einfachen Rays
6.1. Wie oben erklärt, brauchen wir etwas, was einen Schatten in die Atmosphäre wirft. Wir benutzen Wolken.
Um ein gutes Erbenis und eine scharfe Abgrezung zu bekommen brauchen wir viel Kontrast und eine hohe Dichte.



6.2. Aus dem gleichen Grund dunkeln wir die Schatten ab und drehen die Lichter auf.
Außerdem setzen wir im Light-Menü ein Häkchen vor "Cloud Cast Shadows" und "Shadows in Atmosphere", damit Terragen die Schatten auch rendert.
Die Schattenfarbe ist schwarz.
Im Direct Sunlight-Menü setzen wir die Sonnenfarbe auf weiß und die Stärke auf 1000%.





Und schon haben wir eine leuchtende Discokugel am Himmel.

Viel Spaß damit!

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